{"id":8702,"date":"2022-07-28T08:50:03","date_gmt":"2022-07-28T08:50:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=8702"},"modified":"2025-06-03T10:32:50","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:50","slug":"staunen-und-reisen-kleine-geschichte-der-weltwunder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/staunen-und-reisen-kleine-geschichte-der-weltwunder\/","title":{"rendered":"Staunen und Reisen. Kleine Geschichte der Weltwunder"},"content":{"rendered":"<p>Noch bevor die&nbsp;<em>Titanic<\/em>&nbsp;auf Jungfernreise ging, priesen Experten das Passagierschiff als &#8222;neues Weltwunder des 20. Jahrhunderts&#8220;. Auch&nbsp;<em>Big Blue,<\/em>&nbsp;dem bereits legend\u00e4r gewordenen Schachcomputer, wurde dieses Attribut verliehen. Fremdenf\u00fchrer preisen die Wasserf\u00e4lle an der argentinisch-brasilianischen Grenze, das birmanische Pagan oder die Reisterrassenberge auf der philippinischen Insel Luzon als&nbsp;<em>&#8222;modern wonder of the world&#8220;,<\/em>&nbsp;und mehr als 500 Monumente und Naturattraktionen sch\u00fctzt die Unesco in der Kategorie&nbsp;<em>Weltkulturerbe der Menschheit. <\/em><\/p>\n<p>Sind das alles &#8222;Weltwunder&#8220;? Was ist \u00fcberhaupt ein Weltwunder? F\u00fcr die Heranwachsenden der Nachkriegszeit, die nicht nur die Bilder der besten Fu\u00dfballer und der h\u00f6chsten Geb\u00e4ude, sondern auch die Fotografien der l\u00e4ngsten Br\u00fccken und der schnellsten Autos in ihre Alben klebten, war die Antwort klar: Weltwunder waren &#8222;das Gr\u00f6\u00dfte&#8220;.<\/p>\n<p>Was aber ist mit dem K\u00f6lner Dom? Wie steht es mit dem&nbsp;Empire State Building, der Golden Gate Bridge, Apollo 9 oder dem Internet? Merkw\u00fcrdig, eine neue und allgemein anerkannte Weltwunderliste wurde seit dem Ende der Antike nicht mehr aufgestellt.<\/p>\n<p>Irgendetwas ist mit dem Staunen \u00fcber die Wunder dieser Welt geschehen. Blicken wir zur\u00fcck: Die Pyramiden, die h\u00e4ngenden G\u00e4rten von Babylon, der Artemistempel in Ephesos, das Mausoleum in Halikarnassos, der Leuchtturm von Pharos bei Alexandria, die Zeusstatue in&nbsp;Olympia und der Koloss von Rhodos &#8211; das sind die Weltwunder, die der griechische Ingenieur Philon von Byzanz um 200 vor Christus dem gebildeten Publikum vorstellen will. Sein fragmentarisch \u00fcberlieferter Kanon ist keineswegs die erste, sondern lediglich die \u00e4lteste uns bekannte Quelle, in der die &#8222;sieben Werke&#8220; vorgestellt werden. Denn die Antike kennt noch andere Weltwunder: den H\u00f6rneraltar des Apoll auf Delos, die Athene-Statue auf der Akropolis, den Palast des Perserk\u00f6nigs Kyros in Ekbatana, das siebentorige Theben, die Br\u00fccken von Babylon. Die R\u00f6mer f\u00fcgten je nach Gusto das flavische Colosseum, das Kapitol oder den Hadrianstempel von Kyzikos hinzu. Welche Weltwunder auch immer in den Listen auftauchen &#8211; entweder sind es in Anlehnung an die orientalische Zahlenmystik sieben, oder es sind acht, wobei die Idee des &#8222;achten Weltwunders&#8220;, von den R\u00f6mern ersonnen, nichts weiter bedeutet, als dass sich die Sieben Weltwunder in einem alles \u00fcbertreffenden achten Weltwunder vollenden.<\/p>\n<p>Was aber ist allen antiken Weltwundern gemeinsam? Zun\u00e4chst entstammen sie samt und sonders dem griechisch-r\u00f6misch-orientalischen Kulturkreis, der f\u00fcr die Gebildeten der damaligen \u00d6kumene der einzige Bezugspunkt von Zivilisation und Gesittung darstellte. Sodann sind sie Sch\u00f6pfungen, bei denen ihre Erbauer und Gestalter bis an die Grenze dessen gingen, was im Verst\u00e4ndnis der Zeit menschenm\u00f6glich war. Und schlie\u00dflich handelt es sich durchweg um technisch-k\u00fcnstlerische Enormit\u00e4ten. Ein imposantes Naturpanorama, einen heiligen Berg wie den Olymp oder eine gewaltige Schlucht wird man in den antiken Weltwunderlisten vergeblich suchen.<\/p>\n<p>Nicht dass die Griechen f\u00fcr die Sch\u00f6nheiten der Natur unempfindlich gewesen w\u00e4ren: Von Homer bis Apollonios von Rhodos finden sich Passagen, in denen Berge erklommen und Aussichten genossen werden &#8211; dieses Naturbehagen ist jedoch nicht mit der Bewunderung vergleichbar, die der antike Mensch im Angesicht menschlicher Leistungen empfand. Der griechische Schriftsteller Pausanias, der im 2. nachchristlichen Jahrhundert eine&nbsp;<em>Perihegesis tes Hellados,<\/em>&nbsp;eine Art Baedeker der Antike, verfasste, beschreibt jeden Wald- und Wiesentempel, aber von der Sch\u00f6nheit der griechischen Landschaft erfahren wir nichts. Nein, die Bewunderung in ihrer ausgepr\u00e4gtesten Form blieb dem technisch-k\u00fcnstlerischen Weltwunder vorbehalten &#8211; wobei es f\u00fcr Philon von Byzanz zum Inbegriff der Bildung geh\u00f6rte, von der Existenz dieser menschlichen H\u00f6chstleistungen auch dann zu wissen, wenn man nicht die Gelegenheit hatte, sie zu besuchen. Mit anderen Worten: Die Bewunderung dieser Werke war ein Merkmal der Zugeh\u00f6rigkeit zur antiken Welt.<\/p>\n<p>Mit dem Untergang der griechisch-r\u00f6mischen Antike \u00e4nderte sich alles. Nach Experimenten in fr\u00fchmittelalterlicher Zeit, in der die heidnischen Weltwunder zugunsten der Hagia Sophia oder des Salomonischen Tempels, schlie\u00dflich sogar zugunsten der&nbsp;<em>Arche Noah<\/em>&nbsp;ausgemistet wurden, wachsen die Listen \u00fcber die bisher sakrosankte Siebener-\/Achterzahl hinaus. Zusammenstellungen mit zw\u00f6lf, sechzehn, schlie\u00dflich sogar neunundzwanzig Wundern werden konzipiert &#8211; und bleiben unbeachtet. Die Tradition der Sieben Weltwunder scheint an ihr Ende gekommen zu sein.<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong>Tats\u00e4chlich erf\u00fcllen die Reliquien in der mittelalterlichen Welt f\u00fcr die kollektive Bewunderung jene gemeinschaftsbildende und zugleich partizipative Funktion, die in der Antike die Weltwunder innehatten. Was nicht etwa bedeutet, dass die architektonischen F\u00e4higkeiten des Mittelalters hinter denen der Antike zur\u00fcckgeblieben w\u00e4ren &#8211; zur Aufbewahrung der Reliquien etwa der Heiligen Drei K\u00f6nige oder des heiligen Jakobus wurden in K\u00f6ln und Santiago de Compostela Bauwerke errichtet, die es mit jedem antiken Weltwunder h\u00e4tten aufnehmen k\u00f6nnen &#8211; und doch galten sie nur als Beh\u00e4ltnisse des Heiligen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zur antiken Weltwunderidee geht mit dem neuen Modus der kollektiven Bewunderung ein hohes Ma\u00df an Mobilit\u00e4t einher. Nicht nur die Gl\u00e4ubigen pilgern auf der Suche nach Heil und Vergebung bis nach Jerusalem und Santiago de Compostela an das \u00f6stliche und das westliche Ende der christlichen Welt &#8211; auch die Reliquien reisen. Die Weltgeschichte treibt die \u00dcberreste des heiligen Spir\u00eddon von Zypern nach Konstantinopel \u00fcber Albanien nach Korfu, die Gebeine des heiligen Markus werden von den Venezianern, unter Schweinefleisch verborgen, aus \u00c4gypten herausgeschmuggelt, und vom heiligen Nikolaus liegt noch heute ein Fu\u00df in Myra und der Rest in der Kathedrale von Bari.<\/p>\n<p>Der Besitz oder die Verwertung bedeutender Reliquien entwickelt sich in jener Zeit zu einer Art Standortfaktor, f\u00fcr dessen Ma\u00df im Mittelalter sogar Ranking-Systeme existieren. So rangiert im 13. und 14. Jahrhundert Santiago de Compostela mit einer Messmarke von 4000 Vaterunsern, die man zu beten hat, wenn man die Wallfahrt nicht unternimmt, hinter Jerusalem und Rom (je 8000 Vaterunser) im oberen Segment der herausgehobenen Pilgerziele und weit vor dem heiligen K\u00f6ln, das als verpasstes Pilgerziel nur bescheidene 1000 Vaterunser wert ist.<\/p>\n<p>Mit der Renaissance geht zwar die Volksgl\u00e4ubigkeit keineswegs zu Ende, aber mit der &#8222;Wiedergeburt der Antike&#8220;, die schon von den Zeitgenossen als epochaler Vorgang begriffen wird, beginnen sich die kollektiven Formen von Bewunderung und Andacht zu verschieben. Christliche Demut und Bescheidenheit, aus der heraus die Bewunderung nur dem wahrhaft Heiligen gelten konnte, treten hinter eine erneute Wertsch\u00e4tzung menschlicher Werke zur\u00fcck. &#8222;Die Vollendung der Pers\u00f6nlichkeit&#8220; \u00fcberschrieb Jacob Burckhardt eines der zentralen Kapitel seiner&nbsp;<em>Kulturgeschichte der Renaissance,<\/em>&nbsp;in dem er am Beispiel Dantes, Albertis und Leonardos den Drang des gro\u00dfen Mannes beschreibt, immer und \u00fcberall der Erste sein zu wollen. Und als der Condottiere Gattamelata vom Bildhauer Donatello gleich neben der Kathedrale von Padua sein Abbild als die erste frei stehende Reiterstatue seit Mark Aurel errichten l\u00e4sst und es ihm Bartolomeo Colleoni in Venedig gleichtut, hat die Ruhmsucht die \u00f6ffentliche Akzeptanz des Ruhmes schon wieder \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Auch die gebl\u00e4hten Wunderlisten werden nun von mittelalterlichen Hinzuf\u00fcgungen gereinigt. Vor\u00fcbergehend findet das r\u00f6mische Colosseum Eingang in die wiederhergestellten Weltwunderlisten. Letztendlich aber bleibt es beim antiken Siebenerkanon.<\/p>\n<p>Warum wurde die renovierte Liste nicht fortgesetzt? An technisch-k\u00fcnstlerischen H\u00f6chstleistungen bestand weder im 16. noch im 17. Jahrhundert ein Mangel: Der Petersdom, das Schloss von Versailles, die Festungsbauten oder die Kan\u00e4le der absolutistischen K\u00f6nige k\u00f6nnen sich an Aufwand und Raffinesse mit jedem antiken Weltwunder messen. Doch so wie den fr\u00fchchristlichen Kirchenv\u00e4tern die Spitzenleistungen der antiken Technologie merkw\u00fcrdig irrelevant f\u00fcr das Seelenheil der Menschen erschienen, so entwickelt sich bald auch im neuzeitlichen Europa ein geradezu modern anmutender Verdruss an der mathematisch-naturwissenschaftlichen \u00dcberw\u00e4ltigung der Welt.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist der \u00fcberw\u00e4ltigende Erfolg der ersten ber\u00fchmten Preisschrift von Jean Jacques Rousseau zu verstehen, der im Jahre 1749 auf die Preisfrage der Akademie von Dijon, &#8222;ob der Fortschritt der Wissenschaften und K\u00fcnste zur L\u00e4uterung der Sitten beigetragen hat&#8220;, mit einer temperamentvollen Verneinung antwortet. &#8222;Die Wissenschaften&#8220;, schreibt Rousseau &#8222;sind unn\u00fctz, durch das, was sie erstreben und noch viel gef\u00e4hrlicher durch die Wirkungen, die sie hervorbringen.&#8220; Aus dieser folgenreichen Denunziation der modernen Wissenschaften erw\u00e4chst bei Rousseau ein nicht weniger folgenreicher Therapievorschlag, der unter dem Schlagwort &#8222;Zur\u00fcck zur Natur&#8220; die Epoche der Aufkl\u00e4rung vollendet und \u00fcberwindet.<\/p>\n<p>Aus dem Bedrohlichen und Kreat\u00fcrlichen, vor dem sich der Mensch hinter die wachsenden Schutzw\u00e4lle von Zivilisation, Technik und Sitte verbarrikadiert hatte, entstand nun bald das romantische Naturgef\u00fchl mit seiner Dialektik von Schaudern und Ann\u00e4herung &#8211; und schlie\u00dflich die idyllische Idee von Gottes gro\u00dfem Garten, in dem f\u00fcr jeden, der ein gutes Herz besa\u00df, die Handschrift des Sch\u00f6pfers auf Schritt und Tritt zu sehen war.<\/p>\n<p>Der alexandrinische Leuchtturm von Pharos war noch zu dem Zweck erbaut worden, im Angesicht von Wetterumschw\u00fcngen und St\u00fcrmen den Seefahrern schon von weitem einen sicheren Hafen zu weisen. Bei Immanuel Kant, der seine Bestimmung der Natur schon unter dem Einfluss der Rousseauschen Wendung vollzieht, erhalten die bedrohlichen Eruptionen der Natur eine g\u00e4nzlich andere Wertung: &#8222;K\u00fchn aufragende, gleichsam drohende Felsen, am Himmel sich auft\u00fcrmende Donnerwolken, mit Blitzen und Krachen einherziehend, Vulkane in ihrer ganzen zerst\u00f6rerischen Gewalt, Orkane mit ihrer zur\u00fcckgelassenen Verw\u00fcstung, Ozeane, in Emp\u00f6rung versetzt&#8220;, diese und andere Naturerscheinungen sind nach Kant &#8222;erhaben&#8220;, weil &#8222;sie die Seelenst\u00e4rke \u00fcber ihr nat\u00fcrliches Mittelma\u00df erh\u00f6hen, und ein Verm\u00f6gen zu widerstehen und von ganz anderer Art in uns erwecken&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Melange beider Empfindungsweisen d\u00fcrfte der psychologische Hintergrund der letzten gro\u00dfen Entdeckungsreisen zwischen 1760 und 1910 gewesen sein. Ren\u00e9 Cailli\u00e9 und Mungo Park, die ihre Wege kreuz und quer durch Westafrika suchten, taten dies nicht nur, um Timbuktu oder den Niger zu finden; Louis Antoine de Bougainvilles Beschreibungen des fr\u00fchen Tahiti schwankten zwischen einer realistischen Bestandsaufnahme und dem Wunsch, sich von diesem St\u00fcck Erde verzaubern zu lassen. David Livingstones endlose Fu\u00dfwanderungen durch den S\u00fcden Afrikas sind, liest man seine Tageb\u00fccher in dieser Hinsicht, eine einzige Selbsterprobung und Gottsuche. Und die Transhimalaya-Trilogie von Sven Hedin ist voll von Passagen, in denen der schwedische Forscher die H\u00e4rte des tibetischen Klimas als willkommene Herausforderung auffasst und Tibets Grandiosit\u00e4t anschw\u00e4rmt wie eine religi\u00f6se Offenbarung.<\/p>\n<p>Deswegen enden die spektakul\u00e4ren Reisen auch keineswegs in dem Augenblick, als der letzte wei\u00dfe Fleck auf der Landkarte getilgt war. Thor Heyerdahl \u00fcberquert den Pazifik, um eine krude Theorie zu beweisen, Reinhold Messner besteigt den Everest ohne Sauerstoffmaske, und der Schweizer Bertrand Piccard umrundet die Erde im Ballon. Auch wenn jede dieser Aktivit\u00e4ten als eitel und unn\u00fctz verschrien wurde &#8211; eine Sehnsucht nach Entdeckung, Abenteuer und Selbsterfahrung hat die modernen Gesellschaften erfasst.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re deswegen g\u00e4nzlich falsch zu erwarten, dass sich nach den k\u00fcnstlerisch-technischen H\u00f6chstleistungen der Antike und der Reliquienverehrung des Mittelalters nunmehr ein neuer Kanon von erstrangigen &#8222;Naturwundern&#8220; herausbilden w\u00fcrde, der als eine moderne Weltwunderliste anzusprechen w\u00e4re. Auch wenn sich die spektakul\u00e4ren Naturattraktionen, m\u00f6glichst noch durchmischt mit malerisch drapierten Ruinenresten, f\u00fcr diese Stimulierung in besonderer Weise zu eignen scheinen, ist es prinzipiell gleichg\u00fcltig, an welchem Objekt sich der moderne Mensch&nbsp;<em>erhebt<\/em>&nbsp;. Denn im Kern wirft&nbsp;<em>jede<\/em>&nbsp;Konfrontation mit au\u00dferordentlichen Natureindr\u00fccken den Erlebenden auf sich selbst zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ein diffuses Gef\u00fchl von Gl\u00fcck, Erf\u00fcllung oder Gottesbegegnung, aber auch Anmutungen der Leere: Die Gef\u00fchle, die der Mensch im Angesicht des Unerh\u00f6rten hat, m\u00f6gen zun\u00e4chst so unterschiedlich sein wie nur vorstellbar &#8211; ihr gemeinsamer Nenner ist die Selbstbegegnung. Die Hochsch\u00e4tzung der Natur entpuppt sich so auch als ein selbstbez\u00fcgliches, ein narzisstisches Projekt, als einer der H\u00f6hepunkte in der modernen Geschichte der Subjektivierung. Die Umrundung des heiligen Berges Kailash in Tibet, das Erlebnis der Namib-W\u00fcste, die Betrachtung der Szenerien von Angkor Wat und Machu Picchu, in denen die Geschichte gleichsam in die Natur zur\u00fcckkonvertiert, der Anblick der Victoria-F\u00e4lle oder eines kalbenden Riesengletschers in Perito Moreno sind nur einige der bevorzugten Anlaufstellen dieses modernen Pilgertourismus. Im Prinzip sind beliebig viele andere Ziele denkbar, wenn sie nur das Weltwundererlebnis initialisieren.<\/p>\n<p>So bleibt auf die einleitende Frage nach dem Verbleib der modernen Weltwunder nur die Antwort: Sie existieren im Kopf und warten dort, als Drehb\u00fccher der Selbsterfahrung, darauf, verwirklicht zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch bevor die&nbsp;Titanic&nbsp;auf Jungfernreise ging, priesen Experten das Passagierschiff als &#8222;neues Weltwunder des 20. Jahrhunderts&#8220;. 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