{"id":8315,"date":"2021-10-07T08:57:20","date_gmt":"2021-10-07T08:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=8315"},"modified":"2025-06-03T10:32:50","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:50","slug":"leseprobe-4-der-kaplan-aus-kapitel-22","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/leseprobe-4-der-kaplan-aus-kapitel-22\/","title":{"rendered":"Leseprobe 4: Der Kaplan ( aus Kapitel 22)"},"content":{"rendered":"<p><strong> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8366 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-900x571.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-900x571.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-1893x1200.jpg 1893w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-768x487.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-1536x974.jpg 1536w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_20211014_105933-1-2048x1298.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/strong>Der &nbsp;erste Zugriff in einem Wald zwischen Danzig und Warschau misslang, weil Lotkowski misstrauisch wurde. Als pl\u00f6tzlich Personen auf der Fahrbahn standen und den Wagen anhalten wollten, gab der Chauffeur Gas und entkam.<\/p>\n<p>&nbsp; Popie\u0142uszko nahm diesen Vorfall nicht ernst, ganz im Unterschied zu Primas Glemp, der vertrauliche Hinweise erhalten hatte, dass das Leben des Priesters gef\u00e4hrdet war. Wie Andrzej G\u00f3rski von einem Spitzel aus dem erzbisch\u00f6flichen Palais erfuhr, hatte der Primas Popie\u0142uszko empfohlen, sofort zu einem Studienurlaub nach Rom aufzubrechen.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Dass Popie\u0142uszko dieses Angebot ablehnte, passte zu dem Bild, das sich Andrzej G\u00f3rski von Popie\u0142uszko machte. Er war ein ahnungsloses Lamm, dem nicht klar war, dass die W\u00f6lfe schon auf ihn warteten.<\/p>\n<p>&nbsp; Zwei Wochen sp\u00e4ter reiste der Kaplan wieder mit dem Auto nach Bydgoszcz, um an einer Messe und einem Rosenkranzgebet teilzunehmen. Den Wagen steuerte Leszek Lotkowski. Ausweislich der Berichte der \u00f6rtlichen SB-Agenten sollte der Besuch mit einem gemeinsamen Abendessen abschlie\u00dfen. Andrzej G\u00f3rski, Dariusz Wenzel und Zygmunt Rolkowicz gingen davon aus, dass der Priester wie immer noch am gleichen Abend zur\u00fcckfahren w\u00fcrde. Deswegen parkten sie ihren Fiat 125p direkt an der Schnellstra\u00dfe in einem Waldgebiet zwischen Bydgoszcz und Toru\u0144 und warteten.&nbsp; Alle drei trugen Uniformen der Verkehrspolizei und Gummikn\u00fcppel am Halfter. Im Kofferraum lagen Stricke und S\u00e4cke bereit.<\/p>\n<p>&nbsp; Langsam wurde es dunkel. Es war Freitagabend, und es herrschte nur wenig Verkehr.<\/p>\n<p>&nbsp; Dariusz Wenzel war nerv\u00f6s und rauchte eine Zigarette nach der n\u00e4chsten. Zygmunt Rolkowicz&nbsp; zog einen&nbsp; Flachmann in der Brustasche und nahm einen kr\u00e4ftigen Schluck.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eH\u00f6r auf zu saufen\u201c, knurrte Andrzej G\u00f3rski. \u201eWir brauchen f\u00fcr das, was wir vorhaben, einen klaren Kopf.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWenn wir einen klaren Kopf h\u00e4tten, dann w\u00fcrden wir das, was wir vorhaben, \u00fcberhaupt nicht tun\u201c, warf Wenzel ein und steckte sich eine neue Zigarette an. \u201eWenn wir uns den Priester wirklich greifen, dann geht es uns ans Leder. Dann verschwinden wir f\u00fcr immer im Gef\u00e4ngnis oder springen gleich \u00fcber die&nbsp; Klinge.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eBl\u00f6dsinn\u201c, widersprach Andrzej G\u00f3rski&nbsp; \u201eWir folgen einem Befehl von Major Boranzeff, und der empf\u00e4ngst seine Order direkt vom Innenminister. Der wird seine Hand \u00fcber uns halten, da mache ich mir keine Sorgen\u201c, f\u00fcgte G\u00f3rski hinzu. \u201e.Aber wenn ihr Zweifel habt, dann brechen wir hier ab, und ich berichte Broanzeff von euren Bedenken.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein, ist schon in Ordnung\u201c, lenke Zygmunt Rolkowicz&nbsp; ein und steckte den Flachmann wieder in die Tasche. \u201eF\u00fchren wir unseren Auftrag durch. Wir sind Soldaten des Vaterlandes, und was wir tun, ist das Richtige.\u201c Dariusz Wenzel zog an seiner Zigarette und blies den Rauch aus dem Fenster.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Die Zeit verging und es wurde dunkel. Da sie die Fahrzeuge, die aus Bydgoszcz kamen, nicht genau erkennen konnten, mussten sie jeden einzelnen Wagen stoppen. Ihre Tarnung als Verkehrspolizei funktionierte. Die Fahrzeuge, die vor\u00fcberkamen hielten an und wurden gleich weitergeschickt.<\/p>\n<p>&nbsp; Endlich tauchte Popie\u0142uszkos Fahrzeug auf. Andrzej G\u00f3rski trat mit der roten Kelle auf die Stra\u00dfe und winkte. Einen Moment sah es so aus, als wolle der Wagen weiterfahren, dann stoppte er. Andrzej G\u00f3rski trat an das Fahrzeug heran und sah, dass der Kaplan auf dem R\u00fccksitz sa\u00df. Leszek Lotkowski hatte die Fensterscheibe heruntergekurbelt und schaute den Polizisten fragend an. Blitzschnell griff Andrzej G\u00f3rski in das Wageninnere und zog den Schl\u00fcssel aus dem Z\u00fcndschloss. Dann \u00f6ffnete er die Fahrert\u00fcre&nbsp; und riss den Chauffeur vom Sitz. \u201eEndstation\u201c, sagt er und stie\u00df den \u00fcberraschten Lokowski in die Arme von Wenzel und Rolkowicz, die aus dem Dunkeln aufgetaucht waren.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201e\u00dcberfall\u201c,&nbsp; schrie Lotkowski, \u201eVater Popie\u0142uszko, fliehen Sie!\u201c Wenzel zog ihm mit dem Kn\u00fcppel einen Schlag \u00fcber den Kopf, und der Chauffeur sackte zusammen. Zygmunt Rolkowicz schleppte ihn zum Fiat, warf ihn auf den R\u00fccksitz und legte ihm Handschellen an.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Der Kaplan hatte die Szene beobachtet und stieg aus dem Wagen. Er trug eine Soutane und ein Kreuz auf der Brust.&nbsp; \u201eWas geht hier vor?\u201c&nbsp; fragte er Andrzej G\u00f3rski. \u201eDarf ich bitte Ihren Ausweis sehen?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Ohne zu antworten, griff G\u00f3rski den Priester am Kragen und zerrte ihn zum Polizeiwagen. Zuerst wunderte er sich, wie widerstandslos sich der Kaplan abf\u00fchren lie\u00df, dann aber, kurz vor bevor er in den Fiat geschoben werden sollte, riss sich Popie\u0142uszko los und versuchte, in den Wald zu fl\u00fcchten. Seine Soutane behinderter hin, und in wenigen Schritten hatten G\u00f3rski und Wenzel ihn eingeholt. Beide hatten pl\u00f6tzlich Kn\u00fcppel in den H\u00e4nden und begangen auf den am Boden liegenden Priester einzuschlagen. Immer wieder, langsam, konzentriert und mit aller Wucht zielten sie auf Knochen, Schulter, Kopf,&nbsp; Knie und Unterleib des Priesters. Popie\u0142uszko schrie im Takt der Schl\u00e4ge und hielt die H\u00e4nde sch\u00fctzend sein \u00fcber seinen Kopf. Mit voller Wucht traf ihn Andrzejs mit seinem Kn\u00fcppel ins Gesicht, und er wurde ohnm\u00e4chtig.<\/p>\n<p>&nbsp; G\u00f3rski und Wenzel schleppten den Priester zur\u00fcck zum Wagen und warfen ihn in den Kofferraum. Zygmunt Rolkowicz hatte inzwischen Leszek Lotkowski auf dem R\u00fccksitz bewacht.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIhr wisst nicht, was ihr tut\u201c, keuchte der Chauffeur, als G\u00f3rski und Wenzel in den Wagen stiegen.&nbsp; \u201eWenn ihr Vater Popie\u0142uszko etwas antut, wird euch ganz Polen verfluchen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eDie wichtigen Leute in Polen werden uns preisen, du Dummkopf\u201c, antwortete Rolkowicz und verpasste Latkoswki eine Ohrfeige. \u201eUnd jetzt halts Maul, du hast ohnehin nicht mehr lange zu leben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Mit Vollgas verlie\u00dfen sie den Ort des \u00dcberfalls. Sie mussten noch in der gleichen Nacht in Warschau sein, um weitere Instruktionen zu erhalten. Der ganze Wagen wurde ersch\u00fcttert, als Wenzel durch ein Schlaglock fuhr<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eFahr nicht so schnell\u201c, mahnte Andrzej G\u00f3rski, \u201esonst h\u00e4lt uns eine echte Verkehrskontrolle an.\u201c&nbsp; Wenzel knurrte etwas Unverst\u00e4ndliches und reduzierte die Geschwindigkeit. Pl\u00f6tzlich rammte Lotkowski auf dem R\u00fccksitz seinen Ellbogen gegen den T\u00fcrgriff. Die Seitent\u00fcre sprang auf, und der Chauffeur warf sich aus dem Wagen. Andrzej G\u00f3rski sah im R\u00fcckspiegel, dass sich der Chauffeur trotz seiner Handschellen auf der Stra\u00dfe abrollte, aufsprang und im Wald verschwand.<\/p>\n<p>&nbsp; Wenzel verf\u00fchrt eine Vollbremsung. Im Kofferraum war der Priester aus seiner Ohnmacht erwacht und schrie um Hilfe.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWir m\u00fcssen zur\u00fcck und den Kerl wieder einfangen\u201c stie\u00df Wenzel hervor.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDen finden wir in dieser Dunkelheit im Wald nicht mehr\u201c,&nbsp; widersprach Rolkowicz.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWarum haben wir keinen verfluchten Hund dabei\u201c st\u00f6hnte Dariusz Wenzel. Der Kaplan schrie immer lauter und pochte gegen die Innenverkleidung des Kofferraues.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Ein Wagen tauchte in der Dunkelheit auf, fuhr in moderater Geschwindigkeit sie heran, passierte den parkenden Fiat&nbsp; und beschleunigte wieder.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eEs herrscht noch zu viel Verkehr auf dieser Stra\u00dfe. Wir k\u00f6nnen jetzt nicht zur\u00fcckfahren\u201c, entschied Andrzej G\u00f3rski und blickte sich um. \u201eRolkowicz, du Idiot hast den Chauffeur entkommen lassen. Nun geh raus und bring den Priester zum Schwiegen. Dann fahren wir weiter\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp; Rolkowicz stieg aus, \u00f6ffnete den Kofferraum und begann, auf den Priester einzuschlagen. Durch die ge\u00f6ffnete Kofferraumhaube sahen G\u00f3rski und Wenzel nicht, was hinten geschah.. Sie h\u00f6rten nur das dumpfe Klatschen der Schl\u00e4ge, das spitze Schreien des Priesters, das in ein R\u00f6cheln \u00fcberging und schlie\u00dflich verstummte.<\/p>\n<p>&nbsp; Mit einem Knall schloss Rolkowicz den Kofferraum, stieg wieder ein und nahm einen Schluck aus dem Flachmann. Wenzel lie\u00df den Motor aufheulen und gab Gas.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Kurz darauf war Toru\u0144 erreicht. An einer Verkehrskontrolle stoppten sie, zeigten ihre SB-ausweise und durften weiterfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;Hinter Toru\u0144 blinkte auf einmal eine Leuchte auf der Instrumentenanzeige. \u201eWir haben kein \u00d6l&nbsp; mehr\u201c, fluchte Wenzel. \u201eEs ist nicht zu fassen. So kommen wir nicht bis nach Warschau.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIm Kofferraum befindet sich ein Kanister \u00d6l. Halt an, wir f\u00fcllen \u00d6l nach\u201c, sagte G\u00f3rski.<\/p>\n<p>&nbsp; Der Wagen stand noch nicht richtig, da sprang der Kofferraumdeckel wieder auf. Blut\u00fcberstr\u00f6mt und halbtot kletterte der Priester aus dem&nbsp; Kofferraum und wankte in Richtung Wald. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten, ruderte mit den Armen und st\u00f6hnte.<\/p>\n<p>&nbsp; Die drei Polizisten erkannten sofort, dass der Priester nicht weit kommen w\u00fcrde. In aller Ruhe stiegen sie aus dem Auto und zogen ihre Kn\u00fcppel aus dem Halfter. Ohne besondere Eile gingen sie hinter dem Priester her und holten ihn ein.&nbsp; Kurz bevor sie ihn erreichten, drehte sich Popie\u0142uszko um und breitete seine Arme aus, als wolle er sie umarmen. Sein Gesicht war von den schweren Schl\u00e4gen geschwollen, die Augen waren weit aufgerissen mit einem Rest von Unverst\u00e4ndnis \u00fcber das, was mit ihm geschah. Andrzej blickte dem Kaplan in die Augen, als er ausholte und zuschlug. Es krachte, als sein&nbsp; Kn\u00fcppel den Kopf des Priesters traf. Popileuzsko wankte, da traf ihn ein zweiter Hieb von Wenzel. Sein Blick brach, als zu Boden fiel und bewegungslos liegen blieb.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eEr ist tot\u201c, sagte Rolkowicz und stie\u00df mit dem Fu\u00df gegen den reglosen K\u00f6per. \u201eDas w\u00e4re erledigt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber was machen wir jetzt?\u201c fragte Wenzel. \u201eEs sollte noch so aussehen, als w\u00e4re er von Kriminellen \u00fcberfallen und ausgeraubt worden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDie Zeit daf\u00fcr haben wir jetzt nicht mehr\u201c sagte G\u00f3rski. \u201eDer Chauffeur hat bestimmt schon Alarm geschlagen. Wir m\u00fcssen sofort hier weg und den Priester so schnell wie m\u00f6glich loswerden, am besten so, dass er nie mehr gefunden wird.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Sie schleppten den K\u00f6rper des Priesters wieder zum Wagen und warfen ihn erneut in den Kofferraum. Weil Andrzej G\u00f3rski keine \u00dcberraschungen mehr erleben wollte, fesselte er den reglosen K\u00f6rper an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen und legte dem Kaplan eine Schlinge so um den Hals, dass er sich w\u00fcrgen w\u00fcrde, wenn er erwachte.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Wenzel f\u00fcllte \u00d6l nach und fluchte, weil er sich dabei die H\u00e4nde schmutzig machte. Dann fuhren sie weiter. Niemand kam ihnen entgegen. Die n\u00e4chtliche Bew\u00f6lkung hatte sich aufgel\u00f6st. Ein silberner Halbmond stand am Himmel.<\/p>\n<p>&nbsp; In einem Waldgebiet auf halber Strecke nach&nbsp; Warschau, in der N\u00e4he des Ortes W\u0142oc\u0142awek bogen sie von der Stra\u00dfe ab. Zygmunt Rolkowicz kannte eine Zufahrt zum Stausee eines Wasserkraftwerks und schlug vor, die Leiche des Priesters in den Stausee zu werfen.&nbsp; G\u00f3rski stimmte zu. Wenzel hielt den Wagen auf einer Piste oberhalb des Stausees.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Weit und breit war kein Mensch zu Sehen. Es war so still, als hielte die Natur den Atem an, nur ein fahles Mondlicht erhellte die Konturen der Landschaft.<\/p>\n<p>&nbsp; Andrzej \u00f6ffnete den Kofferraum und schob den K\u00f6rper des Priesters in einen der gro\u00dfen S\u00e4cke.&nbsp;&nbsp; Wenzel und Rolkowicz sammelten schwere Steine, die sie in den Sack verfrachteten. Dann ging Wenzel einige Schritte abseits und steckte sich eine Zigarette an. Auch Rolkowicz wandte sich ab. Sein Flachmann war leer. W\u00fctend war er die Flasche in den See.<\/p>\n<p>&nbsp; W\u00e4hrend Andrzej G\u00f3rski den Sack zuband, sp\u00fcrte er eine Bewegung, ein Zucken, begleitet von einem kaum h\u00f6rbaren St\u00f6hnen, Der Priester ist nicht tot, durchfuhr es Andrzej. Zum Teufel mit ihm, das Leben will einfach nicht aus ihm weichen.<\/p>\n<p>&nbsp; Andrzej G\u00f3rski stand auf und rief seine Gef\u00e4hrten. \u201eLos, packt an. Bringen wir es zu Ende.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Zu dritt schleppt sie den Sack mitsamt dem zuckenden K\u00f6rper und den Steinen zur Br\u00fcstung und warfen ihn \u00fcber eine H\u00f6he von 15 m in den Stausee.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-8358\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-900x438.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-900x438.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-1920x933.jpg 1920w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-768x373.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-1536x747.jpg 1536w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/02_20211014_110108-2048x996.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &nbsp;erste Zugriff in einem Wald zwischen Danzig und Warschau misslang, weil Lotkowski misstrauisch wurde. 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