{"id":798,"date":"2013-12-19T11:51:05","date_gmt":"2013-12-19T11:51:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=798"},"modified":"2025-06-03T10:32:55","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:55","slug":"der-grosse-buddha-zaehmt-den-fluss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/der-grosse-buddha-zaehmt-den-fluss\/","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Buddha z\u00e4hmt den Fluss"},"content":{"rendered":"<h3>Eine Busreise durch die Provinz Szechuan<br \/>\nzur Riesenstatue des Buddhas von Leshan<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-799 aligncenter\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Der-grosse-Buddha-von-Leshan.jpg\" alt=\"Der grosse Buddha von Leshan\" width=\"516\" height=\"800\" \/><\/p>\n<p>Voltaire vertrat die Meinung, das Wesen einer fremden Gesellschaft k\u00f6nne man an ihren Gef\u00e4ngnissen erkennen. Ohne ihm aus heutiger Sicht direkt widersprechen zu wollen, kann man hinzuf\u00fcgen: Auch an den Busbahnh\u00f6fen fremder L\u00e4nder kann der Reisende Manches lernen. Schon der erste, fl\u00fcchtige Blick auf Busse, Kassen, Wartes\u00e4le vermittelt einen zuverl\u00e4ssigen Eindruck vom Komfort oder vom Stress, den ein Land f\u00fcr seine B\u00fcrger bereit h\u00e4lt.<\/p>\n<p>An diesem Ma\u00dfstab gemessen, befindet sich das Reich der Mitte noch immer am unteren Ende dieser imagin\u00e4ren Wohlstandsskala. Mit einem Wort: Der chinesische Fernreisebus gleicht eher einer mobilen Folterkammer als einem Transportmittel, und kein Einheimischer w\u00fcrde freiwillig auf die Idee verfallen, ein wenig nach Lust und Laune durch die Gegend zu fahren, um sich auf schlagloch\u00fcbers\u00e4ten Pisten die Bandscheibe zu ruinieren oder sich in engen Sitzverschl\u00e4gen Muskelkr\u00e4mpfe zuzuziehen.<\/p>\n<p>Schon aus diesem Grunde blicken uns die beiden Beamten auf dem Busbahnhof von Chengdu fassungslos in die Augen. Ohne dass sie ein Wort von dem verstehen, was wir ihnen erz\u00e4hlen, haben sie doch begriffen, dass wir als nach ihren Ma\u00dfst\u00e4ben steinreiche Touristen mit ihren rostigen Bussen Chengdu verlassen und durch die Provinz Szechuan reisen wollen. Ohne Koffer und Dolmetscher erwecken wir zudem ihren wohlbegr\u00fcndeten Verdacht, denn noch immer wirken die westlichen Touristen, treten sie nicht in straff gef\u00fchrten Gruppen auf, wie eine St\u00f6rung der \u00f6ffentlichen Ordnung.\u00a0\u00a0 Schnell sind wir von drei Dutzend neugierigen Chinesen umgeben. Kleine, sehnige M\u00e4nner im blauen Mao-Kittel, alte Marktfrauen mit pergamentenen Gesichtern, Jugendliche, die in einem westlich gestylten Hongkong-Jackett, aber ohne Str\u00fcmpfe und in Sandalen auf die Reise gehen, betrachten uns mit gro\u00dfem Interesse, winken andere herbei, die bereitwillig aus den Bussen steigen, um sich die unvermutete Attraktion aus der N\u00e4he anzusehen.\u00a0\u00a0 Als wollten sie die Falten unter unseren Augen erkunden oder die Poren unserer Haut studieren, r\u00fccken sie hautnah an uns heran, sto\u00dfen sich an, zeigen auf unsere B\u00e4rte und kichern \u00fcber unsere langen Nasen.<\/p>\n<p>&#8222;Wo, bitte, ist der Bus nach Leshan?&#8220;, vorgetragen in den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Kultursprachen, kann hier nat\u00fcrlich niemand verstehen, und auch als ich eines unserer vorbereiteten kleinen K\u00e4rtchen mit der chinesischen Inschrift &#8222;Nach Leshan&#8220; herumreiche, ernten wir nur ein erheitertes Gel\u00e4chter. Mit spitzen Fingern h\u00e4lt der Bahnhofsvorsteher die kleine Karte in den H\u00e4nden, fast beleidigt dar\u00fcber, dass ich ihn mit einem Zettel ohne Lichtbild, gewisserma\u00dfen einem Pappwisch behellige, und als ich ihm mit einer Landkarte zu Leibe r\u00fccken will, sch\u00fcttelt er \u00e4rgerlich den Kopf.<\/p>\n<p>Wie so oft in China, wenn unsere vorgefertigten K\u00e4rtchen versagen, bringt die Sprache der Bilder den Durchbruch. &#8222;Aiihhehh, aiiheeehh&#8220;, jubelt die Menge, als sie die kolossale Riesenstatue des Leshan-Buddha erkennt. Nach dieser kollektiven Erleuchtung r\u00fccken uns die Zuschauer allesamt zu Leibe, dr\u00e4ngen, schieben, tragen uns fast zu einem der hinteren Busse, von dem ich zuerst gar nicht glauben mochte, dass er sich \u00fcberhaupt noch jemals w\u00fcrde bewegen k\u00f6nnen. Doch er wird uns in einer sechsst\u00fcndigen Fahrt sicher aus der Millionenstadt Chengdu heraus in die kleine Provinzstadt Leshan transportieren.<\/p>\n<p>Ohne jemals einen Fu\u00df auf chinesischen Boden gesetzt zu haben, hatte Voltaire einst das Reich der Mitte enthusiastisch gepriesen: &#8222;Man mu\u00df \u00fcberhaupt nicht auf China versessen sein, um doch anzuerkennen, dass die Einrichtungen ihres Reiches in Wahrheit die vorz\u00fcglichsten sind, die die Welt jemals gesehen hat.&#8220; F\u00fcr die chinesischen Stra\u00dfen au\u00dferhalb der gro\u00dfen St\u00e4dte wird man dieses Urteil vorsichtig modifizieren d\u00fcrfen: vorz\u00fcglich an ihnen ist eigentlich nur, dass man durch ihre chronischen \u00dcberlastungen und die schier unentwirrbaren Staus an jeder Kreuzung genug Mu\u00dfe erh\u00e4lt, die Umgebung genau zu studieren: Ganz China scheint ein einziges Dorf zu sein, und kaum hat der Bus die schwarzen H\u00e4user der einen Siedlung passiert, beginnt schon der n\u00e4chste Ort, dampfend und gesch\u00e4ftig, einer wie der andere, ein Bild unendlichen Lebens. Schweine werden am Stra\u00dfenrand geschlachtet, Gro\u00dfv\u00e4ter tragen ihre Enkel in Bambusst\u00fchlchen auf ihrem R\u00fccken spazieren, und vor unserem Bus radelt in stoischer Ruhe ein chinesischer Bauer mit f\u00fcnfzehn am Lenkrad festgebundenen lebenden G\u00e4nsen. Mauern, H\u00e4user, Scheuern, D\u00e4mme wachsen unter der Arbeit Hunderttausender emsiger H\u00e4nde aus dem lehmigen Boden in den nebligen Himmel.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1554\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/007.jpg\" alt=\"007\" width=\"800\" height=\"438\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eWenn Hunde und Katzen bellen, scheint die Sonne in Szechuan\u201c, sagen die Chinesen, und tats\u00e4chlich regiert Feuchtigkeit den Alltag der Provinz in jeder Jahreszeit. In dieser amphibischen Fruchtbarkeit, die hundert Millionen Menschen ern\u00e4hrt, pflanzen die Frauen allj\u00e4hrlich die Setzlinge in den Schlamm der Reisterrassen zwischen Chengdu und Chongking, und im Rhythmus der Jahreszeiten folgt der Bauer bis zu den Knien im Schlamm seinem Zugochsen \u00fcber die Felder. Reis, Sojabohnen, Weizen, Gerste, Hirse und alle Arten von Gem\u00fcse spendet die gute Erde, und manche meinen, der Tee, diese Gabe Chinas an die Welt, sei im roten Becken von Szechuan entstanden. Feuchtgr\u00fcn und lehmschwarz sind die vorherrschenden Farben in den D\u00f6rfern, und die Spitzen der laubbedeckten Buckelberge verschwimmen in jenem wei\u00dfen Nebeldunst, den die chinesische Malerei immer wieder auf ihren ber\u00fchmten Rollbildern beschw\u00f6rt.<\/p>\n<p>China im Nebel hat durchaus etwas Beschauliches, und auch der Freund der Tropen, der die glei\u00dfende Sonne Javas und die scharfen Schatten Rajastans liebt, k\u00f6nnte sich an den weichen Umrissen szechuanesischer Berge ein wenig laben, w\u00fcrde er nicht in einem Bus \u00fcber Land transportiert, dessen Federung an die einer Holzkiste erinnert. Auch zwischen Chengdu und Leshan gibt es noch immer jene Stra\u00dfenpassagen und jenes Fahrgef\u00fchl, das Martha Gellhorn auf ihrer ber\u00fchmten China-Reise vor zwei Generationen beschrieb: &#8222;Die Stra\u00dfe \u00fcbertraf alles bisher Dagewesene. Wir klammerten uns mit einer Hand auf das Dach der Fahrerkabine, setzten einen Fu\u00df aufs Armaturenbrett, und obwohl wir zusammen gepre\u00dft dasa\u00dfen wie siamesische Vierlinge, wurden wir schlimm zerschlagen.&#8220;<\/p>\n<p>In dieser Stimmung erreichten wir Leshan am sp\u00e4ten Abend, einen expandierenden Marktort am Zusammenflu\u00df von Daduhe und Minjiang, der bis vor kurzem nach der Meinung aller Reisef\u00fchrer eine Enklave des traditionell-l\u00e4ndlichen Chinas war. Nun ist er mit Macht vom wirtschaftlichen Aufbruch des letzten Jahrzehntes ergriffen. Auf der Renminlu- und der Renmindonglu-Stra\u00dfe haben Neonlichtreklamen l\u00e4ngst damit begonnen, die chinesische Nacht mit den Lockungen des Konsums zu erhellen, und sogar Karaoke wird als letzter Schrei in diesem entlegenen Provinzwinkel angeboten. Am traditionellen Szechuan-Topf, einem Gem\u00fcsefondue auf einem dampfenden station\u00e4ren Herd, speisen die besseren Kreise der Stadt in Anz\u00fcgen und Kleidern nach westlicher Mode: ein Ambiente im \u00dcbergang, das teilweise nicht der Komik entbehrt, wenn der europ\u00e4isch gekleidete Gark\u00fcchenkoch in der traditionellen chinesischen Hockstellung mit locker \u00fcber den Knien herabbaumelnden Unterarmen am Stra\u00dfenrand mit den Kundinnen eines Friseurladens parliert, die vor dem Gesch\u00e4ft in der Pracht ihrer kaisergelben Lockenwickler dem \u00f6ffentlichen Treiben folgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Mode-in-Szechuan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-808\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Mode-in-Szechuan.jpg\" alt=\"Mode in Szechuan\" width=\"527\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses \u00f6ffentliche Treiben in Leshan besitzt\u00a0 wenig Idylle, daf\u00fcr aber eine eigent\u00fcmliche Mischung aus Hektik und Deftigkeit. Jedermann scheint genau zu wissen, was er zu tun und wohin er gehen muss, und stets wird der direkte Weg gew\u00e4hlt. Im Unterschied zu Thail\u00e4ndern oder Malaien weichen die Chinesen keinen Fu\u00dfbreit von Stra\u00dfe, rammen und rennen unter dem Diktat einer knappen Zeit, was so gar nicht zum Ruf der H\u00f6flichkeit passen will. Kein Wunder, dass man nirgendwo in Asien so viele Pr\u00fcgeleien auf den Stra\u00dfen sehen kann wie in China: \u00a0Auf der Uferstra\u00dfe von Leshan traten vor unseren Augen zwei komplette Familien zum Handgemenge an, mehr als ein Dutzend K\u00e4mpfer aus insgesamt drei Generationen pr\u00fcgelten sich unter den begeisterten Anfeuerungsrufen einer nach Hunderten z\u00e4hlenden Zuschauermenge. Als die eine Familie endlich fl\u00fcchtete, jagte ihr die siegreiche Sippe drei Stra\u00dfenz\u00fcge lang hinterher, gefolgt von der johlenden Meute. Von der Polizei war nichts zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/071.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1555\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/071.jpg\" alt=\"071\" width=\"800\" height=\"539\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben dem Gark\u00fcchenrestaurant, von dem aus wir diese Szene beobachten, hebt pl\u00f6tzlich ein wildes Kreischen an: In irgendeiner Hausflurecke hat eine Maus sieben Junge geworfen, und die Kinder am\u00fcsieren sich mit diesen kleinfingergro\u00dfen, haarlosen Wesen, an denen nur ihre wild pochenden winzigen Herzen verraten, dass am Leben sind. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit gelingt es den Halbw\u00fcchsigen, die kleinen M\u00e4use vorbeischlendernden Passanten in die T\u00fcten oder Jacken zu stecken, um ihnen einige Sekunden sp\u00e4ter die missliche Nachricht zuzurufen, worauf die Betroffenen in ihre Taschen greifen und die k\u00fcmmerlichen Wesen in hohem Bogen auf die Stra\u00dfe werfen. Hier werden sie, sofern sie noch leben, f\u00fcr eine n\u00e4chste Runde dieses grausamen Spieles wieder eingesammelt.<\/p>\n<p>Tierliebe geh\u00f6rt zweifellos nicht zu den Tugenden Chinas, wahrscheinlich ist daf\u00fcr das eigene Leben zu hart, alles muss zuerst darauf untersucht werden, ob es der eigenen Lebenserhaltung zu dienen vermag. Entsprechend breit gef\u00e4chert ist das Angebot an den Stra\u00dfenst\u00e4nden in den Seitengassen der Dongdajie-Stra\u00dfe: Hier gibt es Kr\u00e4henf\u00fc\u00dfe, Hundeschw\u00e4nze, Schlangenblut und Bambusratten zum Abendessen, die E\u00dfbarkeit der Welt scheint keine Grenzen zu kennen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Nordasien-1999-47.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1556\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Nordasien-1999-47.jpg\" alt=\"Nordasien 1999 (47)\" width=\"661\" height=\"417\" \/><\/a>\u00a0Bietet das allt\u00e4gliche Leben in Leshan also f\u00fcr den Touristen ganz erstaunliche Abenteuer, kommen die meisten Besucher doch nicht nur der provinziellen Deftigkeit wegen in die Stadt am Minjiang. Nur wenige Schiffsminuten jenseits der belebten Marktkais von Leshan befindet sich ein ganz anderes China: eine weltabgelegene Ansammlung kleiner Tempelg\u00e4rten, Kl\u00f6ster, Pagoden, Br\u00fccken, Felseng\u00e4nge, Teeh\u00e4user und Aussichtspunkte, \u00fcber drei H\u00fcgel verstreut, und mitten unter ihnen die gr\u00f6\u00dfte Buddha-Skulptur der Welt. Die chinesischen Dynastien stiegen auf und st\u00fcrzten, doch nahezu alle haben das Ihre zu dem immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Tempelkomplex von Leshan beigetragen. So ist auf den beiden Seiten des Minjiang ein mikroskopisches Abbild des heutigen Chinas entstanden: vom rasenden Wandel selbst in der Provinz ergriffen und zugleich fest verwurzelt in den Tiefen der eigenen Geschichte.<\/p>\n<p>Wenige Kilometer s\u00fcdlich von Leshan und in unmittelbarer Nachbarschaft der Tempelanlagen flie\u00dft der Daduhe in den Minjiang. Die Geschichtsschreiber der fr\u00fchen Tang-Dynastie berichten von gef\u00e4hrlichen Vertiefungen im Flussbett, die zur Bildung unberechenbarer Str\u00f6mungen und Strudel f\u00fchrten und den zentralen Schifffahrtsweg zum gro\u00dfen Yangtsekiang behinderten. Um der Kette von Schiffsungl\u00fccken unterhalb des Lingyun-Berges ein Ende zu bereiten, verfiel man zu Beginn des achten Jahrhunderts auf den Plan, an dieser Stelle ein gigantisches Abbild Buddhas aus dem Berg zu schlagen, eine ortsfeste Gnadenquelle, mit deren Kraft das verh\u00e4ngnisvolle Unheil aus den Tiefen des Minjiang gebannt werden sollte.<\/p>\n<p>Unter der Leitung buddhistischer M\u00f6nche entstand so in neunzigj\u00e4hriger Bauarbeit zwischen 713 und 803 am Westhang des Lingyun-Berges eine Buddha-Skulptur, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte. In den urspr\u00fcnglich fast hundert Meter hohen, steilen Bergabhang wurde eine Nische geschlagen. In dieser Nische erwuchs, aus dem Berg herausgemei\u00dfelt, die gr\u00f6\u00dfte Buddha-Skulptur der Erde, eine Kolossalstatue in sitzender Haltung, die vom Zeh bis zum Scheitel die H\u00f6he von 71 Meter erreicht. Niemand, dem nicht der Atem stockt, wenn das Boot sich dem Lingyun so weit gen\u00e4hert hat, dass man in die Nische sehen und den Dafu-Buddha erblicken kann. Wie mit dem Berg verwachsen thront das Abbild des Erleuchteten inmitten des Gesteins, aus den Massen des Berges herausgehauen mit seinen stilisierten Armen und Beinen und dem fein ausgearbeiteten f\u00fcnfzehn Meter gro\u00dfen Kopf, den neun Meter langen F\u00fc\u00dfen und seinen sieben Meter gro\u00dfen Ohren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1557\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image023.jpg\" alt=\"image023\" width=\"489\" height=\"727\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gewaltig wie dieses Projekt war auch die Epoche, die dieses Werk in Angriff nahm: Der Leshan-Buddha entstand in der Glanzzeit der chinesischen Geschichte unter der Tang-Dynastie, als China seinen bis heute einzigartigen Rang unter allen asiatischen V\u00f6lkern errang. Das Reich der Tang war das Schwergewicht der damaligen Welt, bescheiden wirkt dagegen der Machtbereich der Kalifen von Iran bis Spanien und geradezu von l\u00e4cherlicher Winzigkeit das etwa gleichzeitig entstehende Frankenreich als Keimzelle Europas. Changan, das heutige Xian, war damals als Hauptstadt der Tang mit \u00fcber einer Million Einwohner die gr\u00f6\u00dfte Stadt der Erde, zugleich der Endpunkt der transasiatischen Seidenstra\u00dfe, \u00fcber die China wie selten in seiner Geschichte neuartige Einfl\u00fcsse aufnahm und assimilierte. Nicht \u00fcber Indien oder S\u00fcdasien, sondern \u00fcber die Seidenstra\u00dfe kam der Buddhismus in seiner zentralasiatischen Variante nach China, um hier in einer jahrhundertelangen Vermischung mit Taoismus und Konfuzianismus das Seine zur chinesischen Volksreligion beizutragen.<\/p>\n<p>So ist auch im Unterschied zu den Kolossalstatuen Ramses&#8216; II. in Abu Simbel, die der Leshan-Buddha um das Dreifache \u00fcberragt, seine Verwachsung mit dem Berggestein kein Zufall. Denn nach taoistischer Tradition werden die herausragenden Berge Chinas als g\u00f6ttliche Wesen verehrt, als heilige Riesen, die \u00fcber das Leben der Menschen wachen. Der aus dem Berg herauswachsende Buddha versinnbildlicht nicht mehr und nicht weniger als die innige Verklammerung eines von seinen indischen Urspr\u00fcngen losgel\u00f6sten Buddhismus mit den philosophischen Lehren Lao-Tses zu einer neuen Religion der hunderttausend guten Geister und Ahnen.<\/p>\n<p>Allerdings kennzeichnet die Bauzeit des Leshan-Buddhas zugleich auch den Wendepunkt der chinesischen Geschichte in der Tang-Zeit. Die Bauarbeiten waren noch nicht einmal zur H\u00e4lfte vollendet, als in der Mitte des achten Jahrhunderts die Revolution des An-Lu-shan das Reich in seinen Grundfesten ersch\u00fctterte und das Kaiserhaus zeitweise nach Szechuan vertrieb. Nach der m\u00fchsamen Restitution der Dynastie mit der Hilfe ausl\u00e4ndischer S\u00f6ldnertruppen\u00a0 begann der Niedergang der Tang, vollzogen durch eine immer sch\u00e4rfer angezogene Besteuerungsschraube. Das trieb die Untertanen, \u00e4hnlich wie im sp\u00e4tr\u00f6mischen Reich, als M\u00f6nche in die zahllosen Kl\u00f6ster, die zeitweise von allen Staatsabgaben befreit waren. Inmitten eines finanziell \u00fcberforderten imperialen Staatswesens bildeten Tausende buddhistischer Kl\u00f6ster steuerfreie Enklaven der Meditation, der Kunst und der Architektur, bis der Staat der Tang im Jahre 842 eine viertel Million M\u00f6nche zur\u00fcck in den Laienstand zwang. Vor dem Hintergrund dieser krisenhaften Zuspitzung im Verh\u00e4ltnis von Staatsmacht und buddhistischer Geistlichkeit erscheinen Finanzierung und Bau dieses gewaltigen Projektes um so erstaunlicher: \u00dcber Generationen hinweg waren die immer neu ben\u00f6tigten Gelder vor S\u00f6ldnertruppen, korrupten Beamten und F\u00fcrsten zu sichern, und Tausende von Arbeitskr\u00e4ften mussten untergebracht, verpflegt und auch teilweise versteckt werden, wenn die Zwangsrekrutierungsbataillone des Kaisers durch die Provinzen zogen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wurde der gro\u00dfe Buddha im Jahre 803 dann doch vollendet, mit einem aufwendigen Wartungssystem im Innern des Berges versehen und im Unterschied zu heute durch einen zus\u00e4tzlichen Tempelvorbau vor der Verwitterung gesch\u00fctzt. Zur dankbaren Freude der Bev\u00f6lkerung beruhigten sich tats\u00e4chlich auch die Strudel und Str\u00f6mungen des Minjiang, denn der gro\u00dfe Buddha hatte den Flu\u00df gez\u00e4hmt: ganz einfach dadurch, dass Bauschutt und Felsbrocken generationenlang in den Flu\u00df gesch\u00fcttet worden waren und auf diese Weise die verh\u00e4ngnisvollen Untiefen wunderbarerweise verschwanden.<\/p>\n<p>Die Tang-Dynastie ging unter, die Mongolen vernichteten die Song, die Ming verjagten die Mongolen und erlagen den Mandschus, doch der riesenhafte Buddha blieb. Mit ihm entstand am ehemals gef\u00e4hrlichen Zusammenfluss des Minjiang und des Daduhe der kleine Ort Leshan, in der \u00fcberwiegenden Zeit seiner Geschichte nichts weiter als der Ausgangspunkt zum Besuch des gro\u00dfen Buddhas, um den herum nun durch die Jahrhunderte hindurch ein immer weiter wachsender Komplex von Pagoden, G\u00e4rten und Tempeln entstand, eine Ablagerung der Gl\u00e4ubigkeit an einem heiligen Ort.<\/p>\n<p>Eine Besichtigung des gesamten Komplexes beginnt an der Anlegestelle der F\u00e4hre unterhalb des Wuyou-Berges. Der Weg f\u00fchrt zun\u00e4chst in das gleichnamige Kloster, in dessen gr\u00f6\u00dftem Geb\u00e4ude, dem museal hergerichteten &#8222;Haus der heiligen Schriften&#8220;, der Besucher einen Einblick in die chinesische Kalligraphie erh\u00e4lt. Auch die Kalligraphie, die freie Kunstform des gebildeten Chinesen neben Poesie und Bogenschie\u00dfen, gewann ihren kulturellen Rang in der Tang-Zeit: Als Ausdruck eines moralisch einwandfreien Charakters bestand die Aufgabe des Kalligraphen darin, Individualit\u00e4t und Tradition zu verbinden. Ob es sich bei den ausgestellten Schriftzeichen um Meisterwerke oder Sch\u00fclerarbeiten handelt, wird der westliche Besucher allerdings nur schwer entscheiden k\u00f6nnen, ihm bleibt nur der \u00e4sthetische Reiz der tanzenden Striche.<\/p>\n<p>D\u00fcster ist die Stimmung im &#8222;Tempel der drei Buddhas&#8220;. Sakayamuni, Manjushri und Samantabhadra, drei Bodhisattvas, die auf den Einzug ins Nirwana verzichten, um als gute Geister den Menschen in ihren allt\u00e4glichen N\u00f6ten zu helfen, thronen als meterhohe Goldfiguren einsam in ihren Hallen. Weder ein Besucher noch ein M\u00f6nch ist zu sehen, alles eilt schnurstracks durch das Kloster den Berg wieder hinunter \u00fcber eine kleine Kettenbr\u00fccke, hinter der sich am Fu\u00dfe des eigentlichen Lingyun-Berges der Weg gabelt. Hier entscheidet sich der wohlhabende Chinese in der Regel zwischen den M\u00f6glichkeiten, in einer kleinen Kutsche den Berg hoch zu fahren oder sich und seine Familie zu einem etwas preisg\u00fcnstigeren Tarif in Bambustragegestellen eine steile Treppe emporwuchten zu lassen. Erstaunlicherweise gehen nur wenige einfach nach links weiter, hinein in ein faszinierendes Gewirr von schmalen, in den Fels hineingeschlagenen herauf- und herunterf\u00fchrenden G\u00e4ngen in unmittelbarer Nachbarschaft des glucksenden Flusses. Dort steht man pl\u00f6tzlich vor einem meterhohen Zeh und legt den Kopf in den Nacken, um die gewaltigen Ma\u00dfe des Riesenbuddhas auf sich wirken zu lassen.<\/p>\n<p>Aus der N\u00e4he wirkt die Skulptur des Erleuchteten fast wie ein St\u00fcck Natur, das dabei ist, die geschichtliche Substanz wieder zu \u00fcberwachsen. \u00dcberall sprie\u00dfen Moosgew\u00e4chse und Farnkr\u00e4uter zwischen Zehen und Fingern\u00e4geln, und w\u00fcrde man nicht regelm\u00e4\u00dfig die Ohrmuscheln und die Brust der sitzenden Skulptur vom Bewuchs befreien, erschiene der Buddha l\u00e4ngst wie eine brustbehaarte G\u00f6tterfigur, der die B\u00fcsche aus den Ohren wachsen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/038.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1559\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/038.jpg\" alt=\"038\" width=\"524\" height=\"509\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine steile Treppe zur Linken f\u00fchrt nach oben, vorbei an Knien, H\u00e4nden bis in die H\u00f6he des ausgearbeiteten Kopfes, dessen Gesicht unbeteiligt in die Ferne blickt. Hier befinden sich auch zur Rechten und zur Linken des Kopfes zwei Teeh\u00e4user, von denen aus der Besucher, dem Blick des Buddhas gleichsam folgend, in die weite Ebene auf der anderen Seite des Minjiang hinaussp\u00e4hen kann. So vieles hat der Buddha zu seinen F\u00fc\u00dfen schon gesehen, Schlachten, Handel, Prozessionen, nun sind es vermehrt die Abw\u00e4sser, die aus den neuen Fabriken im S\u00fcden Leshans in den Flu\u00df geleitet werden. In der H\u00f6he seiner metergro\u00dfen Augen standen zw\u00f6lfhundert Jahre lang Kulis und Bonzen, Kaiser, Bauern, Mandarine, und nun fotografieren ihn die Adepten einer neokapitalistischen Gesellschaft mit ihrem bunten Tuch und lauten Gehabe.<\/p>\n<p>Erst gegen Abend leeren sich die Teeh\u00e4user, und in der magischen Stunde Leshans ist man fast allein mit dem Riesenbuddha siebzig Meter \u00fcber dem Fluss. Die Sonne verschwindet hinter den milchigen Wolken, und die Aura des bleifarbenen Himmels verbindet sich mit dem feinen Dunst des Minjiang zu einer unwirklichen Doppelbelichtung. Die Feuchtigkeit des hereinbrechenden Abends zieht sich um die Laternen des Teehauses zusammen wie durchsichtige, schimmernde Zellophant\u00fcten. In diesem milden, nachgiebigen Licht glaubt man sich pl\u00f6tzlich dem Geheimnis Chinas nah: der Gleichzeitigkeit von Lao-tse und Buddha, Courtoisie und Deftigkeit, von Kommunismus und Marktwirtschaft, von Vergangenheit und Gegenwart in einem Bild.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Busreise durch die Provinz Szechuan zur Riesenstatue des Buddhas von Leshan Voltaire vertrat die Meinung, das Wesen einer fremden Gesellschaft k\u00f6nne man an ihren Gef\u00e4ngnissen erkennen. Ohne ihm aus heutiger Sicht direkt widersprechen zu wollen, kann man hinzuf\u00fcgen: Auch an den Busbahnh\u00f6fen fremder L\u00e4nder kann der Reisende Manches lernen. 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