{"id":7329,"date":"2020-04-07T12:57:54","date_gmt":"2020-04-07T12:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=7329"},"modified":"2025-06-03T10:32:51","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:51","slug":"leseprobe-kapitel-13-die-verrhaftete-madonna","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/leseprobe-kapitel-13-die-verrhaftete-madonna\/","title":{"rendered":"Leseprobe Kapitel 13: Die verrhaftete Madonna"},"content":{"rendered":"<p>Auch Direktor Zetzek erhielt Post. Ein Kurier \u00fcberreichte ihm ein Schreiben der vorgesetzten Schulbeh\u00f6rde aus Lublin und bestand darauf, dass der Direktor den Erhalt des Briefes quittierte.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Nach der aufmerksamen Lekt\u00fcre dieses Schreibens rief Direktor Zetzek sein Kollegium zusammen, seine Frau Cecilia Zetzek, den Musiklehrer Flotow, Renata Wolgata, den Polnischlehrer Marian Wamartzki und den Sachkundelehrer Edwin Halndyn. Auch der Hausmeister Paweltschik war als provisorischer&nbsp; Sportlehrer anwesend. Frau Chlub hatte einen d\u00fcnnen Weizenkaffe und zwei Kannen Herbata gekocht.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Direktor Zetzek begr\u00fc\u00dfte das Kollegium und kam gleich zur Sache \u201eGenossen, wie&nbsp; Ihnen allen bekannt ist, steht in diesem Jahr ein bedeutendes Jubil\u00e4um an.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;Der Direktor machte eine Pause und suchte in den Gesichtern seiner Mitarbeiter nach Anzeichen daf\u00fcr, dass sie wussten, wovon er sprach. Aber sie verzogen keine Miene und warteten darauf, dass der Direktor fortfuhr.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eUnser Land, unsere ruhmreiche Nation, feiert Geburtstag\u201c, verk\u00fcndete der Direktor enthusiastisch und hob die Arme, als wolle er sein Kollegium umarmen.&nbsp; \u201eUnd es handelt sich sogar um einen Geburtstag der besonderen Art.&nbsp; Im Jahre 966&nbsp; der Zeitrechnung wurde&nbsp; unser Vaterland Polen gegr\u00fcndet\u201c, erkl\u00e4rte der Direktor. \u201eEs versteht sich von selbst, dass alle Polen dieses Jahrtausendfest mit Freude und Begeisterung begehen werden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eUnbedingt\u201c, \u201eAuf jeden Fall\u201c t\u00f6nte es zur\u00fcck, bis Hausmeister Paweltschik fragte: \u201eAber was sollen wir tun?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Der Direktor griff zu dem Brief, der vor ihm lag und hielt ihn hoch. \u201eHeute habe ich ein Schreiben erhalten, in dem uns die Partei dazu einige Hinweise gibt. Es wird erwartet, dass dieses Jubil\u00e4um in allen Schulen Polens geb\u00fchrend vorbereitet und gefeiert wird. Denn, wie der erste Sekret\u00e4r Gomulka richtig sagte\u201c \u2013 der Direktor bl\u00e4tterte in dem Schreiben, ehe er die Stelle fand: \u201eDurch den Sozialismus wurde die tausendj\u00e4hrige Geschichte Polens auf eine neue Ebene der Zivilisation&nbsp; gehoben. Es ist unverzichtbar, die&nbsp; heranwachsende Generation mit diesem Erbe vertraut zu machen &#8211; auf dass jedem einzelnen von ihnen daraus Kraft und St\u00e4rke f\u00fcr ihren weiteren sozialistischen Lebensweg erwachse.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Die Kollegen nickten eifrig, Frau Chlub stand auf und setzte eine neue Kanne Herbata auf.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eGenossen!\u201c fuhr der Direktor fot. \u201eEine gro\u00dfe Verantwortung liegt also auf unseren Schultern. Wir m\u00fcssen unseren Sch\u00fclern die Bedeutung der geschichtlichen Stunde nahe bringen.&nbsp; Die Tausendjahrfeier Polens muss zu einem H\u00f6hepunkt ihres Schullebens werden.&nbsp; So wie die Dinge liegen, wird die \u00f6rtliche Feier f\u00fcr Zakepie und die umliegenden D\u00f6rfer hier in unserer Schule stattfinden, was f\u00fcr unser Kollegium eine gro\u00dfe Ehre aber auch eine gro\u00dfe Verantwortung beinhaltet.<\/p>\n<p>&nbsp; Der Direktor nahm die ungeteilte Zustimmung seines Kollegiums entgegen. Es nickte sein&nbsp; stumpfsinniges Weib, das ihn jeden Tag mehr zur Wei\u00dfglut brachte, der melancholische Musiklehrer Flotow und die sch\u00f6ne Kollegin Wolgata, auf die der Schulleiter w\u00fctend war, weil ihre Sch\u00f6nheit f\u00fcr ihn unerreichbar blieb.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNat\u00fcrlich wissen wir alle um die Fallstricke dieses Projektes\u201c, fuhr der Direktor fort. \u201eIch darf hier ganz offen sprechen. Wie soll man die&nbsp; Rolle der katholischen Kirche beschreiben, die trotz ihres reaktion\u00e4ren Charakters&nbsp; aus der polnischen Geschichte nicht wegzudenken ist? Und wie die Bedeutung Russlands in der tausendj\u00e4hrigen Geschichte unseres Volkes? Wie leicht k\u00f6nnten hier Irritationen entstehen. Deswegen werde ich selbst, ihr Einverst\u00e4ndnis, liebe Genossen, vorausgesetzt, die Vorbereitung der Sch\u00fcler \u00fcbernehmen und&nbsp; mit dieser Aufgabe von Klasse zu Klasse gehen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Dieser Vorschlag stie\u00df auf einhellige Zustimmung, denn alle waren froh, dass ihnen zus\u00e4tzliche Arbeit erspart blieb. Der Direktor verk\u00fcndete, er werde schon ab der n\u00e4chsten Woche mit seinem Rundgang durch die Klassen beginnen. Allerdings wolle er es bei dieser Vorbereitung nicht bewenden lassen, fuhr der Direktor fort. \u201eWenn tats\u00e4chlich Amtstr\u00e4ger aus Lukow an der geplanten Feuer teilnehmen w\u00fcrden, sollten sie auch einen hinreichenden Eindruck vom hohen Stand des politischen Bewusstseins unserer Sch\u00fclerschaft erhalten. Wer hat eine Idee, wie wir das dokumentieren k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;Verwirrung auf den Gesichtern der Kollegen. Diese Frage \u00fcberraschte alle. Als erster meldete sich Musiklehrer Flotow zu Wort: \u201eEine Gesangsdarbietung der Nationalhymne, mehrstimmig von Sch\u00fclern aller Klassen gesungen\u201c schlug er vor.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNationalhymne geht gar nicht\u201c, wehrte der Direktor ab. \u201eZu viel Altpolnisches, das mit dem Geist der neuen Zeit \u00fcber Kreuz steht. Aber was ist mit der Internationalen?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eZur Feier des tausendj\u00e4hrigen Bestehens der polnischen Nation?\u201c fragte Flotow erstaunt.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWarum nicht. Behalten wir diesen Gedanken im Auge\u201c, gab Zetzek zur\u00fcck, um sich an den Sportlehrer zu wenden. \u201eGenosse Paweltschik, wie w\u00e4re es mit einer Sportvorf\u00fchrung, die den guten k\u00f6rperlichen Zustand unserer Sch\u00fcler beweist?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAn was haben Sie dabei gedachten, Genosse Direktor?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eVieleicht an einen Millenniumspokal, einen Wettbewerb zu Ehren des Jubil\u00e4ums.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eIn welchen Sportarten, Genosse Direktor?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWei\u00df ich doch nicht\u201c gab Zetzek&nbsp; zur\u00fcck. \u201e\u00dcberlegen Sie sich was!\u201c Der Direktor zeigte ein verkniffenes Gesicht, er war mit seinem Kollegium nicht zufrieden. Schlie\u00dflich unternahm er einen letzten Anlauf. \u201eIch habe auch an etwas Darstellerisches gedacht, vielleicht ein Theaterst\u00fcck \u00fcber eine der gro\u00dfen Schicksalsstunden unserer Nation.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eZum Beispiel?\u201c fragte Cecilia Zetzek. Nun fiel ihm auch&nbsp; noch sein Weib in den R\u00fccken.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eEin Beispiel? Hm, ich wei\u00df nicht. Doch, jetzt f\u00e4llt mir etwas ein: die Hochzeit der polnischen &nbsp;Erbprinzessin Hedwiga mit dem litauischen Herzog Jagiello, die zur Entstehung des polnisch-litauischen Gro\u00dfreiches f\u00fchrte.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWann soll denn das gewesen sein?\u201c fragte Paweltschik.<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eIm Mittelalter\u201c, antwortete Zetzek<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eGanz sch\u00f6n lange her\u201c, kommentierte Hladyn.&nbsp; &nbsp;\u201eUnd heikel, denn haben die die Polen-Litauer nicht irgendwann Moskau erobert? Ob man das nicht falsch auffassen kann?\u201c warf Hladyn wieder ein.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIch habe vielleicht eine Idee\u201c, meldete sich Renata Wolgata, die bisher geschwiegen hatte. Sie sah etwas \u00fcbern\u00e4chtigt aus, nicht mehr ganz so tadellos wie sonst, war aber noch immer eine Augenweide, stellte der Direktor fest.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eMan konnte aus der Hochzeit von Jagiello und Hedwiga mit den Kindern ein kleines Theaterst\u00fcck improvisieren. Ich kann mir vorstellen, dass ihnen das Freude bereiten k\u00f6nnte. Eine Szene, in der sich die Prinzessin und der K\u00f6nig &nbsp;sich kennenlernen, eine zweite Szene, in der Hedwiga ihrem Jagielle vom Christentum erz\u00e4hlt und eine&nbsp; dritte Szene, in der sie heiraten und alle jubeln.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eUnm\u00f6glich\u201c, widersprach Cecilia Zetzek. \u201eDas hie\u00dfe ja, den Katholizismus ungeb\u00fchrlich hervorheben. Mit der Kirche haben wir schon genug Probleme, da brauchen wir sie nicht auch noch bei unserer Feier hervorzuheben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eAlso ich finde die Idee nicht schlecht\u201c widersprach der Direktor. \u201eIch denke, wir sollten sie weiter verfolgen. Mehr noch: wir alle sollten \u00fcberlegen, welche Beitr\u00e4ge zur Millenniumsfeier wir aus der Perspektive unserer Schulf\u00e4cher vorbereiten k\u00f6nnten\u201c, f\u00fcgte er hinzu und schloss seine Mappe. \u201cIch erwarte ihre Vorschl\u00e4ge.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Konkret geschah aber nichts. Die Sch\u00fcler hatten zwar erfahren, dass in diesem Jahr eine gro\u00dfe Feier anstand, verstanden aber nicht wirklich, was sie&nbsp; sich darunter vorstellen sollten. Renata Wolgatas Idee eines Theaterst\u00fccks scheiterte schon an der Rollenbesetzung. Andre Gontasch bestand darauf den Jagiello zu spielen, worauf sich die M\u00e4dchen weigerten, die Rolle der Jadwiga zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;Der einzige, der die Vorbereitung ernst nahm, war der Direktor. Er ging von Klasse zu Klasse und sprach mit den Sch\u00fclern \u00fcber die&nbsp; polnische Geschichte. &nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; An dem Tag, an dem Direktor Zetzek in Lilias Klasse kam, hatten die Sch\u00fcler gerade eine Stunde&nbsp; Mathematik bei Cecilia Zetzek erduldet. Wieder hatte die Lehrerin schlecht erkl\u00e4rt und die Fehler der Sch\u00fcler bissig kommentiert. So waren die Kinder nerv\u00f6s und gereizt, als der Direktor die Klasse betrat. Schon die schlampige Art, wie sie sich erhoben und bei der Begr\u00fc\u00dfung des Direktors schief und krumm in den Reihen standen, hatte etwas Aufs\u00e4ssiges.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Die Sch\u00fcler setzten sich wieder, und der Direktor ging einige Schritte schweigend durch die Klasse. \u201eWer von euch wei\u00df, was demn\u00e4chst f\u00fcr ein bedeutsames Ereignis begangen wird?\u201c begann er.<\/p>\n<p>&nbsp; Andre Gontasch meldete sich. In den letzten Jahren hatte sich seine Sp\u00f6tterintelligenz voll entfaltet, und er wusste inzwischen damit umzugehen.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eSprich, mein Junge\u201c, sagte der Direktor.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIn England findet die Fu\u00dfballweltmeisterschaft statt und Russland wird Weltmeister.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Kichern in der Klasse.<\/p>\n<p>&nbsp; Direktor Zetzek verrutschte das Gesicht. M\u00fchsam brachte er ein Grinsen zustande und sagte: &nbsp;&nbsp;\u201eJa, ja, das stimmt nat\u00fcrlich. Da wollen wir unseren russischen Genossen die Daumen halten. Aber es gibt noch etwas Wichtigeres. Na, wer wei\u00df es?\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Krystyna meldete sich und sagte brav: \u201ePolen wird tausend Jahre alt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eStimmt. Sehr gut, mein Kind\u201c, best\u00e4tigte Zetzek und wiederholte mit stolzer Stimme: \u201ePolen wird tausend Jahre alt. Aber woher wei\u00dft du denn das?\u201c fragte der Schulleiter.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWir haben es im Religionsunterricht vom Priester erfahren\u201c&nbsp; gab Krystyna zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber&nbsp; tausend Jahre, wie lange ist denn das?\u201c rief Zusanne pl\u00f6tzlich in die Klasse.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Zetzek rieb sich das Kinn. \u201eHm. Wie soll ich euch das erkl\u00e4ren?\u201c Dann hatte er eine Idee und fragte Zusanne:&nbsp; \u201eWie alt ist denn deine Gro\u00dfmutter?\u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Zusanne erstarrte. Gegenfragen sch\u00e4tzte sie gar nicht. \u201eIch wei\u00df nicht, zweihundert Jahre?\u201c antwortete sie unsicher.<\/p>\n<p>&nbsp; Gel\u00e4chter<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein so alt ist sie nat\u00fcrlich nicht, du Dummchen. Das ist \u00fcbertrieben. Unsere Gro\u00dfm\u00fctter in Zakepie sind meistens f\u00fcnfzig Jahre alt\u201c, verk\u00fcndete der Lehrer. \u201eUnd wenn ihr zwanzig Gro\u00dfm\u00fctter mit ihren f\u00fcnfzig Jahren aneinanderreiht, dann habt ihr tausend Jahre.\u201c Diese Rechnung hatte der Direktor spontan entwickelt, nun kam ihm die Zahl der Gro\u00dfm\u00fctter erstaunlich gering vor. Aber jetzt musste er bei diesem Gedankenmodell bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, aber in Zakepie gibt es doch viel mehr als zwanzig&nbsp; Gro\u00dfm\u00fctter\u201c, widersprach Laura.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas ist doch auch egal\u201c, gab Zetzek etwas unwirsch zur\u00fcck. \u201eWir reden doch von der Vergangenheit. Also: Vor zwanzig Gro\u00dfm\u00fcttern wurde Polen gegr\u00fcndet.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Die Kinder zeigten unzufriedene Mienen. Das Unterrichtsgespr\u00e4ch drohte zu verebben.<\/p>\n<p>&nbsp; Dann meldete sich Emilia und fragte: \u201eWas war denn, bevor Polen war?<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eHm, da gab es auch schon Menschen, aber die nannte man noch nicht Polen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWas bedeutet denn `Polen\u00b4 fragte Adam.<\/p>\n<p>&nbsp; Nun war der Direktor in seinem Element. Schlie\u00dflich hatte er sich gut vorbereitet. \u201eDie Polen wurden nach ihrer Landschaft `polani\u00b4 genant. Und `polani\u00b4 bedeutet: Land der Flachen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWaren die ersten Polen denn flach?\u201c fragte Andre Gontasch mit erheucheltem Interesse.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein, das Land, in, dem sie lebten, war flach.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, aber wie genau wurden denn aus den Einwohnern von Polani die ersten Polen?\u201c wollte Lilia wissen. \u201eDa muss doch irgendetwas Wichtiges passiert sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eEndlich einmal eine Frage, die uns weiterbringt\u201c,&nbsp; lobte Zetzek und breitete die Arme aus. \u201eZwei Dinge mussten geschehen, damit Polen entstand.&nbsp; Zuerst wurde das&nbsp; Gebiet&nbsp; durch einen m\u00e4chtigen Herrscher geeint. Sein Name war Miezko der Alte.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWie, der alte Mirko?\u201c wunderte sich Waldemar Tusla. \u201eDen kenne ich. Der wohnt in der N\u00e4he&nbsp; der Grabuffka.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein, nicht der alte Mirko\u201c, knurrte Zetzek. \u201eEs war Miezko der Alte. Und der lebte schon vor tausend Jahren oder \u2013 wie wir eben sagten \u2013 vor 20 Gro\u00dfm\u00fcttern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eWas war denn das Zweite, das passiert ist?\u201c fragte Zusanna.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas zweite war, dass die Polen das Christentum annahmen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eUnd woher kam das Christentum?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAus Bethlehem\u201c, rief Andre. \u201eAus dem Stall mit den heiligen drei K\u00f6nigen und den K\u00fchen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, nein, das ist nur halb richtig\u201c, widersprach Zetzek.&nbsp; \u201eDas Christentum kam tats\u00e4chlich aus dem Heiligen Land. Aber nach Polen kam das Christentum aus dem Westen. Aus Deutschland und Italien. Fromme M\u00e4nner kamen aus diesen L\u00e4ndern und predigten den Ureinwohnern unserer Heimat die Erl\u00f6sung.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWoran haben denn die ersten Polen vorher geglaubt?\u201c fragte Adam.<\/p>\n<p>&nbsp; An Hexen und Trolle\u201c, gab der Schulleiter vielsagend zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, aber die gibt es doch noch heute\u201c, behauptete Emilia.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein, die gibt es heute nicht mehr.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eDoch, die gibt es\u201c, beharrte Emilia. \u201eMeine Tante kennt sogar eine Hexe.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; In diesem Augenblick sprang&nbsp; Andre Gontasch auf, zog sich seinen Pullover \u00fcber den Kopf und schrie: \u201eHuh, huh, Ich verhexe dich, ich verhexe dich.\u201c &nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eRuhe!\u201c br\u00fcllte Direktor Zetzek und griff zum Lineal.\u201c Noch ein Wort, und ich&nbsp; haue euch die Pfoten gr\u00fcn und blau. Und jetzt merkt euch einfach: \u201ePolen wurde vor zwanzig&nbsp; Gro\u00dfm\u00fcttern gegr\u00fcndet und damit basta!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Die Gro\u00dfm\u00fctter-Chronologie des Direktors machte schnell die Runde, und die \u00e4lteren Sch\u00fcler machten veralberten diese Zeitrechnung. \u201eEin Schwein wird zwanzig Jahre alt\u201c, kr\u00e4hte&nbsp; Wojchiech Joz in die obersten Klasse. \u201ePolen ist also 50 Schweine alt\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;F\u00fcr diesen Vergleich&nbsp; erhielt Wojchiech Joz vom Polnischlehrer Marian Wamartzki eine Ohrfeige. \u201eWenn du schon mit Tieren rechnen willst, du Idiot, dann nimm doch wenigstens Adler. Die werden auch 20 Jahre alt, dann ist Polen eben 50 Adler alt.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Eine Woche verging, bis der Direktor wieder in Lilias Klasse kam. Erneut stand das Fach \u201eTausend Jahre Polen\u201c auf Lilias Stundenplan. Direktor Zetzek musterte die Sch\u00fcler mit strengem Blick. Heute w\u00fcrde er sich durch die Zwischenfragen der Sch\u00fcler nicht mehr aus dem Konzept bringen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eHeute wollen wir uns wieder mit der Geschichte Polens besch\u00e4ftigen\u201c, begann er. \u201eVor tausend Jahren, das hei\u00dft: vor zwanzig Gro\u00dfm\u00fcttern ist Polen entstanden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa\u201c, rief Andre Gontasch, \u201eUnd Mirko der Alte hat Polen geeint,<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein, nicht Mirko es war Miezko der Alte\u201c, korrigierte Zetzek und schrieb den Namen an die Tafel. Dann drehte er sich wieder zur Klasse und sagte: \u201eAls die Polen vereint waren, wurden sie Christen. Sie bestellten ihr Land und lebten gl\u00fccklich und zufrieden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Pause. Erwartungsvolle Gesichter&nbsp; bei den Sch\u00fclern. Das kann doch nicht alles gewesen sein.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eBis die b\u00f6sen Nachbarn kamen\u201c, fuhr der Direktor fort. \u201eMit vielen tausend Kriegern kamen sie von Osten und von Westen und fielen \u00fcber unser Land her. Aus dem Osten kamen die Mongolen, aus dem Westen die Deutschen. Aber der polnische K\u00f6nig, der inzwischen in Krakuw wohnte, wusste Rat. Er sammelte ein Heer und besiegte alle Feinde.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWie hat er das denn gemacht?\u201c fragte Zusanne.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNa, er hat sie eben besiegt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, aber wie?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas ist doch egal. Er hat die Feinde davongejagt, vor allem die deutschen Ritter, die an der Baltischen See sa\u00dfen und unserem Land den Zugang zum Meer versperrten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Wieder meldete sich Zusanne, der Direktor verzog das Gesicht.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWenn die Deutschen besiegt waren, warum wohnten denn fr\u00fcher so viele in unserem Dorf? Ich habe von meinem Vater geh\u00f6rt, dass es fr\u00fcher viele Bauernh\u00f6fe mit Deutschen in Zakepie gab.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, aber das war viel sp\u00e4ter.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWieviel sp\u00e4ter?&nbsp; Neun&nbsp; oder&nbsp; zehn Gro\u00dfm\u00fctter sp\u00e4ter?\u201c frage Zusanna.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Der Direktor straffte sich. Schon wieder entgleiste die Stunde. \u201eAlso passt auf\u201c, begann er, \u201edie polnischen K\u00f6nige besiegten die Feinde aus dem Osten und dem Westen. Polen besa\u00df also viel Land, das sie alleine&nbsp; gar nicht&nbsp; bestellen konnten. Deswegen holte man Einwanderer aus anderen L\u00e4ndern, die das polnische Land bearbeiteten.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAlso auch die Juden? Die sind n\u00e4mlich auch verschwunden\u201c, warf Adam ein. \u201eNicht nur Deutsche lebten fr\u00fcher in Zakepie, auch viele Juden, vor allem in Adamaow und Bielany.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, auch die Juden kamen aus dem Ausland nach Polen\u201c, best\u00e4tigte der Schulleiter. \u201eDa k\u00f6nnt ihr mal sehen, wie beliebt Polen war.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eUnd wo sind sie jetzt hin?\u201c frage Lilia.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDie Deutschen haben sie umgebracht.\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWelche Deutschen? Die, die hier in Zakepie lebten?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein nicht die, sondern Deutsche, die in Polen einmarschiert sind.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eAber wie kann das denn sein\u201c, protestierte Zusanne. \u201eEben haben Sie erz\u00e4hlt, dass die Polen die Deutschen verjagt h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Nun platze dem Direktor der Kragen. \u201eFrag doch nicht immer so ein dummes Zeug, du bl\u00f6de Pute. Die Deutschen, die verjagt wurden, kamen eben sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck.&nbsp; Merkt euch einfach: Polen wurde nach seiner Gr\u00fcndung ein gro\u00dfer und m\u00e4chtiger Staat und verjagte alle Eindringlinge. Der polnische K\u00f6nig herrschte in Krakuw und sein Machtbereich erstreckte sich bis an das Baltische Meer.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber er hat den Bischof erschlagen\u201c, rief Emilia in die Klasse.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWelchen Bischof?\u201c&nbsp; fragte der Direktor \u00fcberrascht<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDen heiligen Stanislaus\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber das ist doch eine ganz andere Geschichte\u201c, widersprach Zetzek.<\/p>\n<p>&nbsp; Unzufriedene Blicke bei den Sch\u00fclern. Diese polnische Geschichte stimmte doch hinten und vorne nicht. Zusannne lief eine Tr\u00e4ne \u00fcber die Wange, weil&nbsp; er Lehrer sie bl\u00f6de Pute genannt hatte.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber ich habe eine gute Nachricht f\u00fcr euch\u201c, versuchte es der Direktor erneut. \u201eIn einigen Wochen,&nbsp; wenn wir das Jubil\u00e4um begehen, wird hier in der Schule ein Film \u00fcber Polen gezeigt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eEin Film?\u201c fragte Emilia. \u201eWas ist denn ein Film?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eEin Film ist eine Geschichte aus bewegten Bildern, die auf einer Leinwand gezeigt wird.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWieso bewegen sich denn die Bilder?\u201c fragte Laura.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWeil wir uns doch auch bewegen, der Film ist ein Abbild unseres Lebens. In Krakuw oder Warszawa werden Filme in&nbsp; besonderen H\u00e4usern gezeigt, die man Kinos nennt. War schon jemand von euch in einem Kino?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eWir haben ein Kino zuhause\u201c, rief Andre in die Klasse. Alle drehten sich um. Emilia zischte \u201eDu Angeber, du spinnst ja.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDoch, mein Vater hat von einer Reise nach Warszawa einen Kasten mitgebracht, in dem bewegte Bilder laufen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDu meinst einen Fernseher\u201c, pr\u00e4zisierte&nbsp; Direktor Zetzek. \u201eImmerhin&nbsp; ist es nicht&nbsp; ganz falsch, was du sagst. Ein Fernseher ist ein kleines Kino, das man zuhause aufstellen kann. In eine paar Jahren werden wir alle kleine Kinos zuhause haben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWas f\u00fcr Bilder zeigt denn dieses kleine Kino bei&nbsp; euch zu Hause?\u201c fragte Adam in Richtung Andre.<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eGestern zeigte es den ersten Sekret\u00e4r Gomulka.\u201c Das ist der Mann auf dem Bild da vorne, erkl\u00e4rte Andre und zeigte auf das Wandbild. \u201eEr sprach dar\u00fcber, dass zu wenig Kartoffeln geerntet wurden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWie langweilig\u201c, t\u00f6nte Waldemar Tulsa.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas ist nicht langweilig\u201c r\u00fcgte Direktor Zetzek. \u201eDas ist sehr wichtig. Und jetzt ist die Stunde zu Ende.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/stammtafel-der-familien-kaminski-wolek-brosz-und-gontasch\/\">Stammtafel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/das-dorf-zakepie\/\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Direktor Zetzek erhielt Post. 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