{"id":7319,"date":"2020-04-07T12:48:14","date_gmt":"2020-04-07T12:48:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=7319"},"modified":"2025-06-03T10:32:51","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:51","slug":"leseprobe-kaitel-11-die-wunderlichen-kinder-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/leseprobe-kaitel-11-die-wunderlichen-kinder-2\/","title":{"rendered":"Leseprobe Kapitel 12: Die wunderlichen Kinder (2)"},"content":{"rendered":"<p><strong>&nbsp;Inhalt des Kapitels:<\/strong> Lilias Schwester Anja Wolek wurde an einem verregneten Apriltag geboren. Sie sah rund und verquollen aus, weinte viel und war krank vom ersten Tage an.&nbsp; Keiner wusste,&nbsp; woran das Kind litt, aber es erbrach die Milch und sein K\u00f6pfchen gl\u00fchte wie ein kleiner Ofen. Manchmal verschwand das Fieber auch, dann war einige Wochen Ruhe, ehe sich die&nbsp; Haut des Kindes wieder ins Bl\u00e4uliche verf\u00e4rbte und der Zyklus aufs Neue einsetzte.<\/p>\n<p>&nbsp; So verging das erste Lebensjahr im Rhythmus von Fieber, Verf\u00e4rbung und Erholungsphasen. Maria h\u00fctete das Kind wie ihren Augapfel, behandelte es mit allen bekannten Kr\u00e4uterextrakten, betete&nbsp; zur Madonna und legte erkleckliche Szlotybetr\u00e4ge in den Opferstock. Scheu schlich Lilia durch das Haus, als k\u00f6nnten ihre Ger\u00e4usche der kleinen Schwester schaden.<\/p>\n<p>&nbsp; Ein weiteres Jahr verging, und Anja schien sich zu erholen. Sie verlie\u00df ihre Wiege, begann zu krabbeln und entdeckte \u00e4hnlich wie Lilia einige Jahre zuvor die Geheimnisse des Hofes.&nbsp; Aber im Unterschied zu Lilia hatte sie wenig Freude daran, \u00fcber die Felder und durch den Wald zu laufen. In ihrem dritten und vierten Lebensjahr&nbsp; sa\u00df sie am liebsten in der K\u00fcche und beobachtete, wie ihre Mutter Maria oder Tante Halka das Essen zubereiteten.&nbsp; Waren die Eltern oder die Tante auf dem Feld, musste Lilia auf die kleine Schwester achtgeben, was ihr wenig Freude bereitete. Denn Anja war ein merkw\u00fcrdig zur\u00fcckhaltendes Kind, dem es an Zutraulichkeit &nbsp;mangelte. Zu viel N\u00e4he war ihr nicht angenehm, und gerade bei Lilia wehrte sie sich, wenn die \u00e4ltere Schwester sie zu umarmen versuchte. Auf der anderen Seite beschlagnahmte Anja selbstverst\u00e4ndlich Lilias Spielzeug, zuerst die Puppen, dann die dazu passenden Kleidchen, schlie\u00dflich den Holzreifen und die Baukl\u00f6tze, die der Vater geschnitzt hatte.&nbsp; Als sich Lilia bei den Eltern beschwerte, stie\u00df sie auf Unverst\u00e4ndnis. Wie war es nur m\u00f6glich, dass Vater und Mutter so ungerecht sein konnten und so vollst\u00e4ndig f\u00fcr Anja Partei ergriffen? Zum ersten Mal war sie auf ihre Eltern zornig, aber nur kurz, dann siegte wieder ihr schlechtes Gewissen. &nbsp;Lilia wusste, dass die die kleine Schwester h\u00e4tte lieben sollen, und das gleich aus mehreren Gr\u00fcnden. Erstens, weil&nbsp; es ihre Schwester war, zweitens, weil sie&nbsp; kr\u00e4nkelte und drittens weil man, wie es der junge Priester ausdr\u00fcckte, alle Menschen lieben sollte.&nbsp; Das mochte die Wahrheit sein, doch in der Nacht tr\u00e4umte Lilai, dass Anja pl\u00f6tzlich verschwunden sei. &nbsp;Merkw\u00fcrdigerweise schien das im Traum weder&nbsp; Mutter noch Vater aufzuregen. Alle&nbsp; verhielten sich wie immer und es war, als habe Anja niemals existiert.&nbsp; Am n\u00e4chsten Morgen &nbsp;sch\u00e4mte sich Lilia f\u00fcr diesen Traum bis in den Grund ihrer Seele und beichtete ihn sogar dem alten Pfarrer. Der nahm es wie immer auf die leichte Schulter und verordnete die \u00fcbliche Zahl von \u201eVater unser\u201c als Bu\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp; Dann wurde Anja pl\u00f6tzlich wieder krank. Es war im letzten Jahr vor ihrer Einschulung, als die Symptome des ersten Lebensjahres von einem auf den anderen Tag zur\u00fcckkehrten. Mit Schrecken erkannte Maria die bl\u00e4ulichen&nbsp; Verf\u00e4rbungen wieder, die sie an der gerade neugeborenen Anja so beunruhigt hatte, auch der Wechsel von Fieber und Sch\u00fcttelforst kehrte zur\u00fcck.&nbsp; Mit glasigen Augen lag Anja schwei\u00dfgebadet im Bett und keuchte, als fiel ihr das Atemholen schwer.&nbsp; Sie hatte keinen Appetit und wenn sie etwas zu sich nahm, erbrach sie es meist wieder.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dr. Herlitschek wurde gerufen, verordnete kalte und warme Umschl\u00e4ge und verabreichte dem Kind einige seiner Pillen. Als er bei seinem n\u00e4chsten Besuch keine Besserung feststelle, empfahl er die Einweisung in das Krankenhaus in Lukow.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas h\u00e4tten wir schon l\u00e4ngst machen sollen\u201c, schimpfte Maria und leerte die Geldschatulle.<\/p>\n<p>&nbsp; Leise weinend in eine Decke eingewickelt sa\u00df Anja neben der Mutter, als Jozef und Maria mit der Kutsche nach Lukow fuhren. Bolla zog den Wagen schneller als sonst, als f\u00fcrchte auch sie um das Leben des Kindes.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;Im Aufnahmebereich der Klinik warteten sie einige Stunden. Links von ihnen sa\u00df ein einbeiniger Bauer, dessen Stumpf sich entz\u00fcndet hatte, Er kr\u00fcmmte sich vor Schmerzen, w\u00e4hrend ihn seine Familie umringte. Einer uralten Frau, die ihnen gegen\u00fcber sa\u00df, wuchs ein grotesk gro\u00dfer Tumor wie ein Haarteil aus dem Kopf. Sie litt an einem leichten Tremor und zitterte, ohne wahrzunehmen, was um sie herum geschah.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Der Name des Arztes, der Anja untersuchte war Dr. Trusk. Er war ein hagerer, nerv\u00f6ser Mann mit tiefen Ringen unter den Augen. Ihm assistierte eine Krankenschwester, die Anja entkleidete.&nbsp; Der Arzt horchte Anja ab, blickte ihr in Mund und Augen und dr\u00fcckte ihr hier und da seinen Daumen in den Leib, worauf Anja laut aufschrie. \u201eDas Kind leidet an einer Entz\u00fcndung\u201c, verk\u00fcndete&nbsp; er,&nbsp; w\u00e4hrend er das Stethoskop weglegte.&nbsp; \u201eAn welcher, kann ich&nbsp; nicht feststellen. Achten sie darauf, dass es Ruhe hat, und geben sie ihm kalte und warme Umschl\u00e4ge.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber das haben wir getan\u201c, widersprach Jozef. \u201eUnd genutzt hat es nichts. Haben sie denn keine Medikamente, die seinen Zustand verbessern?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDoch, aber sie sind nur f\u00fcr Schwerkranke vorgesehen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber das Kind ist schwerkrank, es wird sterben, wenn sie ihm nicht helfen\u201c, schaltete sich Maria ein. Unvermittelt hatte sie die H\u00e4nde des Arztes ergriffen und ihm unter der Hand ein&nbsp; ganzes B\u00fcndel Szlotyscheine&nbsp; zugesteckt. Die Schwester verzog keine Miene.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;Dr. Trusk&nbsp; blickte beil\u00e4ufig auf die Scheine in seiner Hand&nbsp; und steckte das Geld ein. Dann z\u00f6gerte er einen Moment, als w\u00fcrde er \u00fcberlegen. \u201eWarten Sie einen Augenblick\u201c, sagte schlie\u00dflich. \u201eIch will sehen, ob ich doch noch eine Spritze bekomme.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Wenige Minuten sp\u00e4ter erhielt Anja eine Spritze. \u201eAm besten, sie bleibt einige Tage hier\u201c, meinte der Arzt. \u201eAber diese Behandlung ist nicht kostenfrei.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Maria und Jozef blickten sich kurz an. Dann holte Maria den Rest des Geldes aus ihrer Tasche und \u00fcberreichte dem Arzt das ganze B\u00fcndel.<\/p>\n<p>&nbsp; Dr. Trusk sch\u00e4tzte den Wert des Geldb\u00fcndels ab. \u201e Das reicht bis Ende der Woche\u201c, sagte er. \u201eAber vielleicht geht es dem Kind dann schon etwas besser.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Aber diese Hoffnung sollte sich nicht erf\u00fcllen. Als Jozef und Maria Ende der Woche im Krankenhaus erschienen, teilte ihnen&nbsp; Dr. Trusk&nbsp; mit, dass sich Anjas Befinden verschlechtert habe. Das Fieber sei zwar zur\u00fcckgegangen, aber die beunruhigende bl\u00e4uliche Verf\u00e4rbung der Haut habe sich intensiviert.&nbsp; Dr. Trusk f\u00fchrte sie zur Kinderstation, die aus einem einzigen gro\u00dfen Raum bestand, in dem zw\u00f6lf Kinder unterschiedlichen Alters &nbsp;in ihren Betten lagen. Unter ihnen waren Neugeborene und Kleinkinder, Anja geh\u00f6rte mit irhen f\u00fcnf Jahren schon zu den \u00c4lteren. Der ganze Raum hallte wieder vom Heulen der kleinen Patienten, den besorgten Stimmen der Eltern und den Ermahnungen&nbsp; der Krankenschwerster, die den Raum \u00fcberwachte.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Anja lag abseits mit weit ge\u00f6ffneten Augen im Bett. Die Blauverf\u00e4rbung war so stark wie noch nie. Maria sp\u00fcrte, wie sich ihr Herz zusammenkrampfte.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWir k\u00f6nne nichts weiter machen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Trusk. \u201eDie Spritzen schlagen nicht an. Eine weitere Behandlung mit unseren Mitteln ist sinnlos.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eSinnlos?\u201c wiederholte Maria. \u201eSie wollen das Kind sterben lassen?\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eVon Wollen kann keine Rede sein\u201c, widersprach der Arzt. \u201eAber wir k\u00f6nnen nichts mehr tun. Unsere Behandlungsm\u00f6glichkeiten sind begrenzt. Wir sind hier nicht in Warszawa oder Lublin.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDann \u00fcberweisen sie das Kind doch in eine bessere Klinik nach Warszawa oder Lublin\u201c, forderte Jozef.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas d\u00fcrfen wir nicht, erwiderte Dr. Trusk. \u201e\u00dcberweisen d\u00fcrfen wir nur in ganz wenigen, ausgew\u00e4hlten F\u00e4llen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eEtwa bei den Kindern von Parteikadern?\u201c fragte Jozef. Sein Gesicht hatte sich&nbsp; ger\u00f6tet.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDiese Bemerkung habe ich nicht geh\u00f6rt\u201c, gab der Arzt zur\u00fcck.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Jozef trat an ihn heran und war kurz davor, ihm ins Gesicht zu schlagen. \u201e\u00dcberweisen Sie meine Tochter!\u201c forderte er.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIch kann es nicht.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Maria schob Jozef zur Seite. \u201eHerr Doktor, bitte helfen Sie uns\u201c, bat sie und schob ein B\u00fcndel Szlotys in die Handinnenfl\u00e4chen des Arztes.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Wieder steckte Dr. Trusk das Geld ein, als w\u00e4re es das Normalste der Welt. Seine Miene war v\u00f6llig neutral, als er einen Zettel aus der Tasche nahm und einige Worte auf das Papier schrieb. \u201eIch kann sie nicht offiziell \u00fcberweisen, das ist uns verboten. Ich&nbsp; kann ihnen aber den Namen einer \u00c4rztin in Lublin geben, die in der dortigen Kinderklinik Dienst tut. Sie ist ein guter Mensch. Vielleicht wird sie ihnen helfen.\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; So kehrte Anja ebenso krank nach Zakepie zur\u00fcck, wie sie das Dorf verlassen hatte. Maria z\u00fcndete eine Kerze f\u00fcr ihre Genesung in der Kirche an, der junge Priester Igor Selenski erschien an Anjas Bett und&nbsp; betete f\u00fcr das Kind. Lilia pfl\u00fcckte Blumen und brachte sie in Anjas&nbsp; Krankenzimmer. Seit Tagen konnte Lilia kaum noch schlafen, weil sie sicher war, dass ihr Traum von Anjas Verschwinden und Anjas erneute Erkrankung zusammenhingen.&nbsp; Marta Buruwska schlug vor, gemeinsam nach Czenstochau zu pilgern, doch Maria wollte ihr Kind nicht verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp; Jozef lief einen halben Tag lang mit versteinerter Miene durch das Haus, dann schirrte er Bolla an und fuhr zum Geldverleiher Adamtschek nach Adamaow. Juri Adamtschek war ein verwitweter Pole aus Vilnius, der sich nach der Vertreibung der Polen aus Litauen im Bezirk Lukow niedergelassen hatte. Offiziell betrieb er einen Tr\u00f6delladen, inoffiziell war er der Geldverleiher des Bezirks, bei dem man sich gegen Sicherheiten und hohe Zinsen Kredite besorgen konnte. Niemand wusste, woher das Geld stammte, das er verlieh, und niemand fragte danach, weil es Adamtschek verstand, die zust\u00e4ndigen Stellen in Lukow zu schmieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Jola Adamtschek, die Tochter des Geldverleihers \u00f6ffnete die T\u00fcre und bat Jozef herein. Sie trug eine Sch\u00fcrze, ihre schwarzen Haare waren hinter dem Kopf zu einem Knoten zusammengebunden.&nbsp; Juri Adamtschek, ein schwerer, glatzk\u00f6pfiger Mann mit einer Knollennase, sa\u00df in einem Sessel in der abgedunkelten Stube.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Jozef stellte sich vor und bat ohne gro\u00dfe Vorrede um einen Kredit, damit er die Behandlung seiner Tochter in der Kinderklinik in Lubin bezahlen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWas brauchst du Geld f\u00fcr eine Krankenhausbehandlung?\u201c wunderte sich Adamtschek. \u201eIm Sozialismus ist die Behandlung kostenlos.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eJa, mag sein\u201c, erwiderte Jozef. \u201eAber nicht f\u00fcr Bauern. Bauern m\u00fcssen jede Untersuchung und jedes Medikament bezahlen. Wir mussten dem Arzt in Lukow bereits eine hohe Summe geben. Nun haben wir kein Geld mehr und wissen nicht, wie wir die Behandlung in Lublin bezahlen sollen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWieviel braucht Ihr?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Jozef nannte eine Summe, die seinem Jahreseinkommen entsprach.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eHast du Sicherheiten?\u201c fragte Adamtschek.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eMeine Hof, mein Land und mein Vieh.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Adamtscheks Tochter Jola betrat den Raum und brachte zwei Gl\u00e4ser Herbata. Der Tee war d\u00fcnn, Adamtschek nipppte an ihm und machte ein zweifelndes Gesicht.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eIch kenne deinen Hof nicht und auch nicht deinen Tierbestand. Ich muss mir deinen Hof ansehen, ehe ich dir Geld leihen kann\u201c, erkl\u00e4rte Adamtschek. \u201eGib mir deine Adresse, ich komme morgen vorbei.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Am n\u00e4chsten Vormittag sah Lilia, wie eine alte Droschke vor dem Hofeingang hielt. Auf dem Kutschbock sa\u00dfen zwei Personen, ein Mann und ein M\u00e4dchen. \u00dcberrascht erkannte Lilia in dem M\u00e4dchen ihre ruhige, etwas absonderliche Mitsch\u00fclerin Jola, die&nbsp; sich von allen andern fernhielt.&nbsp; Der Mann musste ihr Vater sein, der ber\u00fcchtigte Geldverleiher.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Jozef und Maria erschienen vor dem Haus&nbsp; und begr\u00fc\u00dften Adamtschek, der&nbsp; schwerf\u00e4llig vom Karren stieg. Obwohl Lilia ihre Mitsch\u00fclerin einlud ins Haus zu kommen, lehnte Jola ab und blieb auf dem Kutschbock sitzen.<\/p>\n<p>&nbsp;Der Geldverleiher verzichtete auf den angebotenen Herbata und lie\u00df sich gleich \u00fcber den Hof f\u00fchren.&nbsp; Nur ein leises Knurren, das Kritik oder Zustimmung gleicherma\u00dfen bedeuten konnte, war von ihm zu h\u00f6ren. Er betrachtete die K\u00fche, die Schweine und die H\u00fchner und \u00fcberblickte die Felder des Wolekhofes.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eDu bist kein armer Bauer, Wolek\u201c, sagte er schlie\u00dflich. \u201eHast du denn gar eine Reserven? Kannst du kein Land verkaufen?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eNein\u201c, antwortete Jozef. \u201eMeine Schwester Janka hat einen Teil des Landes f\u00fcr ihren neuen Hof erhalten, meinem Schwager Janek habe ich ebenfalls Land \u00fcberschreiben m\u00fcssen. Meinen Schwager&nbsp; Eugenius, der in Gdansk lebt, werde ich auch noch auszahlen m\u00fcssen. Vielleicht heiratet bald auch meine Schwester Halka, auch sie ben\u00f6tigt Land.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWie man h\u00f6rt, ist dein Schwager ein hoher Kader. Kannst du ihn nicht um Geld bitten?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas will ich nicht\u201c, antwortete Jozef und wunderte sich, woher Adamtschek das wusste.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Adamtschek nickte und schaute sich noch einmal um. Schlie\u00dflich willigte er ein, legte den Eltern einen vorbereiteten Vertrag vor, den sie unterschrieben und \u00fcberreichte Jozef einen Umschlag, in dem sich der geforderte Szlotybetrag befand.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eIch leihe dir das Geld auf zwei Jahre, Wolekbauer\u201c, sagte Adamschek. \u201eDer Zins betr\u00e4gt zw\u00f6lf Prozent.&nbsp; Ein Prozent erhalte ich jeden Monatsersten vom Gesamtbetrag. Am Ende des Jahres zahlst du mir den Betrag zur\u00fcck. Tust du das nicht, kann ich dein Vieh und dein Land pf\u00e4nden lassen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ohne zu z\u00f6gern nahm Jozef das Geld \u201eHabt Dank, Adamtschek\u201c, sagte er. \u201eWir werden die Zinsen p\u00fcnktlich entrichten und mit der R\u00fcckzahlung nicht in Verzug geraten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Schon am n\u00e4chsten Morgen r\u00fcsteten sich Maria und Jozef f\u00fcr die Reise nach Lublin. Lilia weinte, als die Eltern das in dicke Decken eingewickelte Kind aus dem Haus trugen.&nbsp; Anja sah aus wie eingeschrumpelt, ein kleines runzeliges Wesen, aus dem langsam das Leben entwich.<\/p>\n<p>&nbsp; Janek kutschierte Maria, Jozef und Anja nach Serokomla, wo sie in den Bus nach Lublin umstiegen.&nbsp; Bauern aus der Umgebung, die einen Teil der Strecke mit dem gleichen Bus fuhren, w\u00fcnschten den Woleks Gottes Segen f\u00fcr ihre Reise. Maria sa\u00df blass neben ihrem Mann und schwieg.&nbsp; Anja schlief auf dem Scho\u00df ihrer Mutter mit schwei\u00dfbedecktem Gesicht.<\/p>\n<p>&nbsp; Auf dem Busbahnhof von Lublin gerieten sie in eine Personenkontrolle. F\u00fcnf Soldaten versperrten den Ausgang und kontrollierten die Papiere.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eWas wollt ihr in Lublin?\u201c fragte der Befehlshaber, der Jozef die Papiere zur\u00fcckgab.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Stumm wies Jozef auf das K\u00f6rbchen mit der winzigen Anja. \u201eWir m\u00fcssen dringend in die Kinderklinik, sonst stirbt unsere Tochter.&nbsp; Jede Stunde ist wichtig.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Der Offizier sah das Kind an, dann gab er einen kurzen Befehl nach hinten. Ein junger Soldat eilte herbei,&nbsp; salutierte und f\u00fchrte Maria und Jozef zu einem Wagen, der sofort losfuhr. \u201eDer Jungfrau sei Dank\u201c, murmelte Maria, als der Wagen die Stadt durchquerte. Jozef blickte aus dem Fenster und versuchte sich an seinen Aufenthalt in Lublin zu erinnern. Die Tr\u00fcmmer des Krieges waren verschwunden, die meisten H\u00e4user waren wieder aufgebaut worden, doch es waren kaum Menschen auf den Stra\u00dfen zu sehen. Die Stadt war zu gro\u00df f\u00fcr die Zahl ihrer Bewohner, dachte Jozef. Die hunderttausend Juden, die den Deutschen zum Opfer gefallen waren, fehlten. Sie waren nicht mehr da und hatten leere Pl\u00e4tze hinterlassen.<\/p>\n<p>&nbsp; Die Kinderklinik von Lublin war ein modernes dreist\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit einem gro\u00dfz\u00fcgigen Eingangsbereich. \u201eAm besten geht ihr sofort zur Notaufnahme\u201c, riet ihnen der Soldat. \u201eSonst lassen sie euch gar nicht erst herein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; In der Notaufnahme warteten sie&nbsp; zwei Stunden, dann wurden sie vorgelassen.&nbsp; Als sie erkl\u00e4rten, dass sie aus Zakepie aus dem Bezirk Lukow k\u00e4men, sch\u00fcttelte der diensthabende Arzt den Kopf. \u201eDann sind sie hier falsch. Wenden sie sich an das Krankenhaus in Lukow.\u201c&nbsp; Er war ein junger, hochaufgeschossener Mann, trug einen wei\u00dfen Kittel und zeigte ein uninteressiertes Gesicht.&nbsp; Im Hintergrund warteten zwei Krankenschwestern auf eine Entscheidung.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber da kommen wir her. Man hat uns an dieses Krankenhaus verwiesen\u201c, sagte Jozef.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eGut, und wo ist die \u00dcberweisung?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eWir haben keine \u00dcberweisung erhalten\u201c, schaltete sich Maria ein, \u201eaber wir sollten und bei einer Frau Dr. Trocha melden. Das hat uns der leitende Arzt in Lukow empfohlen.&nbsp; Bitte benachrichtigen Sie Frau Dr. Trocha und sagen sie ihr, Patienten von Dr. Trusk seien hier.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Der diensthabende Arzt z\u00f6gerte. In seinem desinteressierten Gesicht zeigten sich Z\u00fcge von Unwillen.&nbsp; Ehe er etwas sagen konnte, trat eine der beiden Schwestern vor. \u201eIch hole Frau Dr. Trocha\u201c, sagte sie. \u201eSie befindet sich in der Nachbarstation. Sie kann entscheiden.\u201c Ehe der diensthabende Arzt etwas sagen konnte, hatte die Schwester den Raum verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; \u201eNur falls wir das Kind aufnehmen, zeigen sie mir ihren Krankenversicherungsnachweis\u201c,&nbsp; verlangte der Arzt<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWir sind nicht krankenversichert. Wir sind Bauern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDann m\u00fcssen sie die Behandlung bezahlen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eDas wissen wir, und wir haben genug Geld\u201c, antwortete Maria.<\/p>\n<p>&nbsp; Eine Frau in mittleren Jahren betrat, von der Krankenschwester begleitet, den Raum. Sie hatte scharfe Gesichtsz\u00fcge, graue, gelockte Haare und wandte sich sofort Anja zu.&nbsp; Maria klopfte das Herz bis zum Hals, sich die&nbsp; \u00c4rztin dem zitternden&nbsp; Kind zuwandte und sein blau verf\u00e4rbtes Gesicht musterte.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWahrscheinlich An\u00e4mie\u201c, diagnostizierte sie, um sich dann der Schwester zuzuwenden.&nbsp; \u201eBitte Blutentnahme vorbereiten, wiegen, waschen und einweisen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eSie haben keine \u00dcberweisung\u201c, wandte der behandelnde Arzt ein.<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eAber wir k\u00f6nne die Behandlung bezahlen\u201c, sagte Maria.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zwei Monate lang lag Anja in der Kinderklinik in Lublin, und nur ganz langsam besserte sich ihr Befinden. Die Runzeln, die sich in ihrem Gesicht festgesetzt hatten,&nbsp; verschwanden ebenso wie die&nbsp; bl\u00e4uliche Verf\u00e4rbung ihrer Haut. Nach zwei Wochen&nbsp; war Anja wieder in der Lage, Nahrung bei sich zu behalten, und sie nahm wieder zu. Sie schlief nun l\u00e4nger und ruhiger, ihre Augen wurden klarer, und manchmal redete sie mit den Schwestern, die sich um sie k\u00fcmmerten, wie ein ganz normales Kind.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; So oft es Maria und Jozef m\u00f6glich war, fuhren sie nach Lublin, meistens nur einer von beiden, damit der andere die Arbeiten auf dem Hof erledigen konnte. Einmal kam Lilia mit Maria ins Krankenhaus und erkannte die Schwester nicht wieder. \u201eDas ist nicht Anja\u201c, sagte sie. \u201eSie sieht ganz anders aus.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\u201eDoch, das ist deine Schwester. Sie wird langsam gesund.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Lilia sah noch einmal hin und begann zu weinen.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; \u201eWarum weinst du?\u201c fragte Maria. \u201eAnja geht es doch gut.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp; Lila sch\u00fcttelt den Kopf und schwieg. Sie dachte an Elzbietta, die weniger Gl\u00fcck gehabt hatte als Anja Warum war der Herrgott in ihrem Fall so ungerecht gewesen? Er h\u00e4tte doch auch Anja nehmen k\u00f6nne, dachte sie und erschrak&nbsp; bei diesem Gedanken. W\u00fcrde sie ihn beichten m\u00fcssen?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; Als Jozef die H\u00f6he der Krankenhausrechnung sah, wurde ihm fast schwindelig. Dr. Trocha hatte die Summe so niedrig wie m\u00f6glich angesetzt, trotzdem musste Jozef fast den&nbsp; gesamten Kredit f\u00fcr die Begleichung des Rechnungsbetrages&nbsp; aufwenden. F\u00fcr den unbedeutenden Rest erwarb Jozef in Lukow ein Radio und ein gebrauchtes Fahrrad mit extra dicken Gummireifen f\u00fcr Lilia. Das M\u00e4dchen hatte so lange hiner ihrer kranken Schwester zur\u00fcckstehe m\u00fcssen, daf\u00fcr verdiente sie eine Entsch\u00e4digung. Maria protestierte gegen diese Ausgaben, aber Jozef setzte sich durch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/stammtafel-der-familien-kaminski-wolek-brosz-und-gontasch\/\">Stammtafel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/das-dorf-zakepie\/\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Inhalt des Kapitels: Lilias Schwester Anja Wolek wurde an einem verregneten Apriltag geboren. Sie sah rund und verquollen aus, weinte viel und war krank vom ersten Tage an.&nbsp; Keiner wusste,&nbsp; woran das Kind litt, aber es erbrach die Milch und sein K\u00f6pfchen gl\u00fchte wie ein kleiner Ofen. 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