{"id":6957,"date":"2019-10-07T12:03:20","date_gmt":"2019-10-07T12:03:20","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=6957"},"modified":"2025-06-03T10:32:51","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:51","slug":"von-rapa-nui-nach-rio-suedamerika-2019-der-reisebericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/von-rapa-nui-nach-rio-suedamerika-2019-der-reisebericht\/","title":{"rendered":"Von Rapa Nui nach Rio (S\u00fcdamerika 2019)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6960 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Route-900x505.jpg\" alt=\"\" width=\"419\" height=\"235\"\/><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/suedamerika-2019-die-reiseplanung\/\">Diese&nbsp; Reise habe ich lange geplant<\/a>, zweimal verlegt und einmal abgesagt. Irgendwie hatte ich Bammel davor, weil es ganz schon hoch gehen w\u00fcrde. Aber dann war es endlich soweit. Am 13. August brachen wir auf zu unserer S\u00fcdamerikatour 2019.&nbsp; Hier ist der Bericht.&nbsp;<\/p>\n<p>Der Flug&nbsp; \u00fcber Atlantik und S\u00fcdamerika dauerte 13 Stunden und&nbsp; erforderte wegen der engen Sitzgestaltung bei Iberia erhebliche Leidensf\u00e4higkeit. Wir starteten gegen Mittag in <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6976 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1017-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1017-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1017-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1017-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/>Madrid und landeten&nbsp; (nach Ortszeit) gegen 21:00 in Santiago de Chile. Der Flughafen lag etwa 25 km von der Innenstadt entfernt, der Transfer mit dem Taxi kostete umgerechnet etwa 25 USD. Das kam uns zuerst gar nicht so viel vor, r\u00fcckblickend betrachtet war es der h\u00f6chste Taxipreis, den wir auf der ganzen Reise bezahlen sollten &#8211;&nbsp; wie sich \u00fcberhaupt Chile als das wirtschaftlich fortgeschrittendste Land S\u00fcdamerikas &nbsp;als das mit Abstand teuerste herausstellen sollte. &nbsp;In Santiago de Chile blieben wir einen Tag und &nbsp;wohnten in einem <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/acero-apart.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Apartmenthaus in der Innenstadt<\/a>. Diese Unterkunft, ein kleines Appartment mit zwei Zimmern und einer kleinen K\u00fcche, kostete etwa 50 Euro die Nacht und war f\u00fcr eine fu\u00dfl\u00e4ufige Erkundung der Stadt ideal positioniert. <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/buecher\/der-fremde-spiegel-2\/\">Ich war zwar schon 2007 in Santiago de Chile gewesen, hatte aber damals l\u00e4ngst nicht alles gesehen.<\/a> Au\u00dferdem ist ein Tag Akklimatisierung nach Langfl\u00fcgen nie verkehrt. Wir spazierten durch die Innenstadt, zur Plaza de Armas und a\u00dfen im Mercado eine erstklassige Fischsuppe. Der H\u00f6hepunkt des <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6963 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1033-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"346\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1033-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1033-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1033-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/>Tages in Santiago war der Besuch des Conceptionsh\u00fcgels mit der Seilbahn und der Ausblick auf eine von Gebirgsketten umgebende Millionenstadt.&nbsp; Von irgendeiner Unruhe, die sich zwei Wochen nach unserer Abreise in einem gewaltigen Rabbatz entladen sollte, war w\u00e4hrend unseres Aufenthaltes in Santiago nichts zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Schon am n\u00e4chsten Morgen hie\u00df es in aller Fr\u00fche wieder zur\u00fcck zum Flughafen. Wegen des heftigen Gegenwindes ben\u00f6tigte die voll ausgebuchte D\u00fcsenmaschine volle sechs Stunden bis zu den Osterinseln. Die Osterinseln, in der Sprache der Einheimischen Rapa Nui genannt , bilden die \u00f6stliche Grenze Polynesiens (Die s\u00fcdliche markiert Neuseeland, die n\u00f6rdliche Hawaii und die westliche Samoa). Kein Ort der Welt ist weiter von irgendeinem anderen Ort entfernt als diese Insel. Umso erstaunlicher, dass sich hier die weltbekannte Moai-Kultur entwickelt hat, deren monumentale Kopfskulpturen zu den fremdartigsten Ansichten geh\u00f6ren, die man in der ganzen Welt erleben kann. Bekannterma\u00dfen haben die Bewohner der Osterinseln ihren Lebensraum durch die <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6964 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1075-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1075-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1075-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1075-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/>jahrhundertelange Abholzung in eine \u00f6kologische Katastrophe gef\u00fchrt. Deswegen bietet heute Rapa Nui auch alles andere als ein typisch polynesisches Ambiente. Die Insel ist kaum bewaldet, k\u00fchl, \u00fcberwiegend flach und weltenweit entfernt von der \u00dcppigkeit Hawaiis oder Tahitis. Der Hauptort Rapa Nuis ist Hanga Roa, in dem einige tausend Einwohner leben.&nbsp; Hier wohnten wir im <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/cabanas-tojika.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Tonjika Ressort<\/a> f\u00fcr happige 110 USD die Nacht. Das Zimmer war im Grunde <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/u70w8o8z4ap3qa1\/002%20Ludwig%20\u00fcber%20die%20Unterkunft%20auf%20den%20Osterinseln.MP4?dl=0\">unzumutbar winzig,<\/a> aber es gab eine Gemeinschaftsk\u00fcche und einen sch\u00f6nen Sitzbereich mit Aussicht auf den Ozean.<\/p>\n<p>Wer die Osterinseln auf eigene Faust bereisen m\u00f6chte, kann in zwei oder drei Tagen einen durchaus hinreichenden Eindruck gewinnen. Am besten, man mietet sich einen Wagen (45 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6965 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1135-006-900x594.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"259\"\/>USD pro Tag, allerdings ohne Versicherung, also keinen Bruch bauen!) und f\u00e4hrt die kleine Insel (mit 117 qkm kleiner als K\u00f6ln) ab. Die Top Sehensw\u00fcrdigkeiten waren der Orongo Kultplatz hoch \u00fcber dem Meer, an dem in den altvorderen Zeiten allj\u00e4hrlich der Vogelmann-Wettbewerb stattfand, der &nbsp;Rao Kano Krater und der geheimnisvolle Steinschlag von Rano Raraku, wo die Mais direkt aus dem Stein herausgeschlagen wurden. Etwas f\u00fcrs Herz und Gem\u00fct boten die wieder <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6966 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1103-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1103-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1103-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1103-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/>aufgerichteten Moais von Ahu Tahai in der N\u00e4he von Hanga Roa, an denen man allabendlich den Sonnenuntergang genie\u00dfen konnte, und der Besuch der Ahu Tongariki zu Sonnenaufgang. &nbsp;Wer sich f\u00fcr die Geschichte der Osterinseln interessiert, den verweise ich auf das entsprechende Kapitel in dem Klassiker von <a href=\"http:\/\/adrian-ambrer.de\/aus-der-buecherkiste\/geschichte\/diamond-kollaps-warum-gesellschaften-untergehen\/\">Jared Diamond \u201cKollaps. Wie Gesellschaften \u00fcberleben oder untergehen\u201c<\/a>. Wer es etwas anschaulicher m\u00f6chte, ist mit Kevin Costners Hollywoodfilm \u201eRapa Nui\u201c auch nicht schlecht bedient.<\/p>\n<p>&nbsp; &nbsp;Nur am Rande: Seit einigen Jahren kann man einmal w\u00f6chentlich von Rapa Nui weiter nach <a href=\"http:\/\/udwig-witzani.de\/backpackers-welt\/der-erste-sextourist-in-nder-suedsee\/\">Tahiti<\/a> fliegen. Die Distanz betr\u00e4gt wieder etwa viertausend Kilometer, die in f\u00fcnf bis sechs Stunden Flugzeit zur\u00fcckgelegt werden. Wir aber hielten uns wieder ostw\u00e4rts und flogen nach drei Tagen auf den Osterinseln zur\u00fcck nach Santiago de Chile Da wir sp\u00e4t am Abend&nbsp; ankamen, \u00fcbernachteten wir in einem erstklassigen F<a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/lq-by-la-quinta-santiago-aeropuerto.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">lughafenhotel<\/a> und genossen wieder reichlich Auslauf zwischen Bett und Badezimmer. Schon am n\u00e4chsten Morgen flogen wir weiter nach Antofagasta, Chiles zweitgr\u00f6\u00dfter Stadt im Norden. Da man nach einer Reise immer alles besser wei\u00df als vorher, hier eine Anmerkung zur Reiseplanoptimierung. Wir h\u00e4tten von Santiago aus auch gleich nach Calama fliegen k\u00f6nnen, der Kupferstadt im nordchilenischen Inland in der N\u00e4he der gro\u00dfen Kupfermine von Chuquiquamata, weil es von Calama aus nur noch etwa einhundert Kilometer bis San Pedro de Atacama ist. Auf der anderen Seite war das Erlebnis des rauen Antofagasta durchaus eine Reise wert. Die Stadt gleicht einem lang gestreckten schmucklosen urbanen Lindwurm unter einem ewig <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6971 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1320-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"401\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1320-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1320-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1320-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/>bedeckten grauen Himmel. In ihre N\u00e4he befanden sich das Felsenmonument von La Portada vor der K\u00fcste und der Artefakt \u201eEl Desierto\u201c achtzig Kilometer weiter s\u00fcdlich. Ansonsten gab es in der Stadt nichts weiter zu erleben als das Gef\u00fchl einer weltverlassenen Melancholie, der man sich aus Gesundheitsgr\u00fcnden nicht l\u00e4nger als ein oder zwei Tage lang aussetzen sollte&nbsp; Wir machten schon am n\u00e4chsten Morgen, dass wir weiterkamen und nahmen den Bus zuerst nach Calama, wo wir in einen zweiten Bus nach&nbsp; San Pedro umstiegen. Einen Direktbus von Antofagasta nach San Pedro de Atacama gab es nicht. D<a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/pb8dnum5x1vyuft\/010b%20Fahrt%20nach%20San%20Pedro.mp4?dl=0\">iese Reise dauerte insgesamt etwa f\u00fcnf Stunden, die wir gr\u00f6\u00dftenteils im Obergeschoss eines&nbsp; erstklassigen Doppeldeckerbusses zur\u00fccklegten.<\/a> Schon in dieser Phase der reise konnte ich feststellen, dass das Busreisen in S\u00fcdamerika noch komfortabler geworden war. Die Busse, mit denen wir unsere Reisen in Chile, Bolivien und Argentinien absolvierten, waren fast alle gro\u00dfz\u00fcgig ausgestattete Doppeldecker, vorbuchbar p\u00fcnktlich, ger\u00e4umig und mit Toiletten versehen. &nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7033 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20190821_161421-900x438.jpg\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20190821_161421-900x438.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20190821_161421-768x373.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20190821_161421-1920x933.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/>San Pedro de Atacama lag 320 km von Antofagasta entfernt &nbsp;in einer etwa 2600&nbsp; Meter hohen &nbsp;bizarren W\u00fcstenlandschaft in der N\u00e4he der bolivianischen Grenze. Geschichtsinteressierte wissen, dass die Chilenen den gesamten Norden Chiles im 19. Jhdt. im Rahmen des Salpeterkrieges (1878-1882) von Bolivien abgetrennt hatten. Im Grunde legten die Chilenen damals mit der Okkupation dieses extrem rohstoffreichen Gebietes den Grundstock f\u00fcr die wirtschaftliche Bl\u00fcte ihres Landes. Verst\u00e4ndlicherweise sind die Bolivianer bis auf den heutigen Tag sauer \u00fcber diesen Verlust und fordern ihren Meereszugang zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7036 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1457-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1457-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1457-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1457-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/>San Pedro de Atacama hat sich in den letzten Jahren zu einem Top-Anlaufpunkt des internationalen <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/backpackers-welt\/backpackers-welt-2\/\">Backpackertums<\/a> entwickelt. Der kleine Ort liegt &nbsp;pittoresk am Fu\u00dfe des fast sechstausend Meter hohen Vulkans Lecancabour, bietet Unterk\u00fcnfte in allen Preisklassen und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt zur Erkundung des nordchilenischen und s\u00fcdbolivianischen Hochlandes. &nbsp;&nbsp;Ich rate allerdings dringend, an den Unterk\u00fcnften in San Pedro&nbsp; nicht zu sparen. Ein Traveller erz\u00e4hlte mir, wie er sich in einem Dormitorium ohne Heizung und nur mit einer d\u00fcnnen Decke versehen alln\u00e4chtlich buchst\u00e4blich den Hintern zufror. Wir hatten es mollig warm in unserer sch\u00f6nen Unterkunft <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/cl\/hostal-etnica.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3;dist=0;group_adults=2;group_children=0;hapos=1;hpos=1;no_rooms=1;room1=A%2CA;sb_price_type=total;sr_order=distance_from_search;srepoch=1570451816;srpvid=668d58b364d30258;type=total;ucfs=1&amp;#hotelTmpl\">Hostel Etnica,<\/a> zahlten daf\u00fcr aber auch einen stattlichen Preis.<\/p>\n<p>I<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7037 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1461-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1461-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1461-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1461-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/>ch hatte schon von Deutschland aus Kontakt zu den Reiseagentur <a href=\"contacto@turismoelrelincho.cl\">El Relincho<\/a> aufgenommen und die Tour zum Taito Geysir und die Salar de Uyuni Tour nach&nbsp; S\u00fcdbolivien gebucht. F\u00fcr Leute die n unseri\u00f6sen Agenturen f\u00fcrchten, kann ich diesen Anbieter &nbsp;vorbehaltlos empfehlen. F\u00fcr die Tour zum Taito Geysir und die Reise nach S\u00fcdbolivien zahlten wir etwa 180 USD pro Person, Verpflegung und Unterkunft inklusive.<\/p>\n<p>Zum Taito Geiser, dem h\u00f6chstgelegenen Geysir der Welt, startete die Exkursion gegen 4:00 Uhr in der Nacht (!), was selbst f\u00fcr einen Fr\u00fchaufsteher wie mich eine Herausforderung <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6974 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1424-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"318\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1424-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1424-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1424-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/>darstellte. &nbsp;Daf\u00fcr erreichten wir den Taito Vulkan mach einer rasanten Nachtfahrt von anderthalb Stunden noch in der D\u00e4mmerung und hatten Gelegenheit, dem Sonnenaufgang bei 20 Grad unter null entgegenzufrieren. Dann wurden wir Zeuge, wie \u00fcber einem Hochplateau mit Dutzenden blubbernder &nbsp;Geysire langsam die Sonne aufging. Wie sich die wei\u00dfen Dampfschwaden sich in den eiskaltem Himmel verloren w\u00e4hrend die aufgehende Sonne scharfe Konturen in die Berge fr\u00e4ste, hatte etwas, doch ob es sich wirklich lohnte, sich daf\u00fcr gr\u00fcn und blau zu frieren, will ich mal offen lassen.<\/p>\n<p>Ein Besuch des Hochlands von Bolivien z\u00e4hlt neben <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/autor\/kontakt\/aktuelle-reisen\/patagonien-2014\/\">Patagonien<\/a>, Amazonien und dem <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/backpackers-welt\/die-rueckkehr-der-geschichte-in-die-natur\/\">Inka-Trail<\/a> zu den H\u00f6hepunkten jeder S\u00fcdamerikareise. Sie wird als \u201eSalar de Uyuni Tour\u201c von San Pedro aus meist als viert\u00e4gige Exkursion angeboten, wobei der vierte Tag nur in der R\u00fcckreise von Uyuni in Bolivien nach San Pedro in Chile besteht. Wir hatten nur eine dreit\u00e4tige Tour gebucht und vereinbart, dass wir die Gruppe in Uyuni verlassen w\u00fcrden, <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6989 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1492-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"329\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1492-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1492-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1492-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/>um selbstorganisiert nach Potosi und Sucre weiterzureisen. Die Exkursion vollzog sich in einem Toyota Jeep mit Allradantrieb und drei Sitzreihen. &nbsp;Zu unserer Gruppe geh\u00f6rten die beiden Spanier Manuel und Rodrigo, zwei Studenten, die trotz der K\u00e4lte niemals ihre gute Laune verloren, Melania und Federico aus Norditalien und Bernhard und ich als Oldies. Unser F\u00fchrer war der Bolivianer Saul, ein kleiner, kompakter, ungemein kompetenter Mann in den Vierzigern, der uns in den drei Tagen sicher ann\u00e4hernd tausend Kilometer kreuz und quer durch S\u00fcdbolivien kutschierte. Auch ihn kann ich vorbehaltlos empfehlen, seine Mail-Adresse ist saul.cayoquispe@gmail.com. Als die Fahrt in das Hochland noch vor Morgengrauen begann, ahnten ich allerdings noch nicht, wie strapazi\u00f6s diese Tour werden w\u00fcrde. Mein Kardiologe hatte mir H\u00f6hen von 4000 Metern erlaubt &nbsp; dass wir bis auf fast 5000 H\u00f6henmetern fahren w\u00fcrden, &nbsp;wusste ich &nbsp;noch nicht. R\u00fcckblickend w\u00fcrde ich sagen, dass es nur das Koka war, das uns \u00fcber die h\u00e4rtesten Passagen hinweghalf. Saul hatte eine T\u00fcre voller Koka Bl\u00e4tter bereitgelegt, aus dem sich jede bedienen konnte, wenn das Herz gar zu sehr raste oder der Atem stockte.&nbsp; Auch die Unterk\u00fcnfte waren eher etwas f\u00fcr hard-core-Traveller.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;Am ersten Tag passierten wir die bolivianische Grenze im Schatten des m\u00e4chtigen Lecancabour und besuchten die&nbsp; Lagunen des S\u00fcdens, die Lagune &nbsp;Blanca, die Laguna&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6978 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1499-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1499-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1499-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-1499-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/>Verde und vor allem die weltber\u00fchmte Laguna Colorado, deren Wasser wegen der Algen, die im See leben, rot gef\u00e4rbt ist. &nbsp;Im Kontrast zu den abgefr\u00e4sten Steinlandschaften und den erloschenen &nbsp;Vulkanen, die die gesamte Landschaft s\u00e4umen, bilden sie diese Lagunen der faszinierendsten Kulissen des Kontinents. Der zweite Tag, so Saul war der \u201eTag der Steine\u201c. Wir fuhren zu diversen Steinlandschaften, die mit einiger Fantasie&nbsp; \u201eCiudad\u201c oder <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6979 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1044-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1044-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1044-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1044-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/>als \u201eCopa del Mundo\u201c&nbsp; bezeichnet werden konnten. Wir blickten in den Schlund des gigantischen \u201eCanyon del Inca\u201c und wanderten einmal rund um eine Lagune und am Ende quer durch eine Vicunyaherde.<\/p>\n<p>Der dritte Tag f\u00fchrte uns zur Salar de Uyuni, einer der gr\u00f6\u00dften und hochgelegendsten Salzw\u00fcsten der Erde, eine absolut unwirkliche Welt in der sich die Wahrnehmung von Weite und Horizont verwirrt, eine Endlosigkeit von Salz mit einzelnen &#8222;Inseln&#8220; voller Riesenkakteen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6981\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1097-900x465.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1097-900x465.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1097-768x397.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1097-1920x992.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Am Nachmittag des dritten Tages hie\u00df es, Abschied von der Gruppe zu nehmen. Saul fuhr uns mit dem Jeep in das Stadtzentrum von Uyuni, wo wir in einer Art fliegendem Wechsel aus dem Jeep in den Fernverkehrsbus nach Potosi umstiegen. Fr\u00fcher ben\u00f6tigte man f\u00fcr die Strecke von Uyuni nach Potosi&nbsp; mit dem Bus sechs Stunden, seit dem Bau der neuen Hochgebirgsstra\u00dfe bew\u00e4ltigt man die &nbsp;200 km lange Distanz in drei Stunden. Man kann \u00fcber Boliviens linkspopulistischen Diktator Evo Morales sagen was man will, die Infrastruktur jedenfalls ist unter einer \u00c4gide besser geworden. Allerdings klagten die Leute, mit dneen wir ins Gespr\u00e4ch kamne, \u00fcber Korruption und Selbstherrrlichkeit des linkspopulistischen Regimes. Als Morales vier Wochen nach unserer Reise auch noch versuchte, die Wahlen zu f\u00e4lschen, wurde er im November 2019 gest\u00fcrzt. Wer sich \u00fcbrigens landeskundlich f\u00fcr Bolivien interessiert, dem empfehle&nbsp; ich das Buch von <a href=\"http:\/\/adrian-ambrer.de\/katharina-nickoleit-bolivien-ein-laenderprotrait\/\">Katharina Nickoleit: &#8222;Bolivien. ein L\u00e4nderportrait.&#8220;<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6983 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1176-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1176-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1176-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1176-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/p>\n<p>Potosi liegt in 4300 H\u00f6henmetern zu F\u00fc\u00dfen des \u201eCero Rico\u201c, des reichen Silberberges, der wie ein Schweizer K\u00e4se von Abertausenden Stollen durchl\u00f6chert ist. Seit 1545 wurden die Ertr\u00e4ge der Silbermine von &nbsp;Potosi mit den spanischen Silberflotten nach Europa gebracht, wo sie einen Nachfrage- und Wachstumsschub (aber auch die erste Inflation) ausl\u00f6sten. Potosis Innenstadt mit ihren Plazas, bunten Fassaden und Kirchen erinnerte mich an La <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6984 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1157-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"316\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1157-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1157-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1157-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/>Paz, das &nbsp;Museum \u201eCasa Nacional de Moneda\u201c war leider geschlossen. Das war misslich, aber noch viel misslicher war, <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/fin39hiid7a4uz7\/016b%20Ludwig%20erz\u00e4hlt%20im%20Bett%20wie%20kalt%20es%20ist%20-%20Kopie.mp4?dl=0\">dass die Heizung in unserem Hotel&nbsp; nicht richtig funktionierte, so dass wir auch in Potosi erb\u00e4rmlich froren.<\/a> Unser Hotel \u201eEl Libertador\u201c war ein totaler Schuss in den Ofen, das Fr\u00fchst\u00fcck das k\u00fcmmerlichste meines Lebens.<\/p>\n<p>Wiederum nur drei Stunden dauerte die Busreise von Potosi nach Sucre. &nbsp;Die wenigsten wissen, dass&nbsp;&nbsp; Sucre die nominale Hauptstadt Boliviens ist (auch wenn faktisch die <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6985 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1260-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"403\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1260-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1260-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1260-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/>Regierung in La Paz sitzt). Die gute Nachricht war, dass wir langsam wieder tiefer kamen, n\u00e4mlich auf 2800 H\u00f6henmeter, und dass es unverkennbar&nbsp; w\u00e4rmer wurde. Sucre war eine bezaubernde Kolonialstadt, die man sich eher in Argentinien als in Bolivien vorgestellt h\u00e4tte. Der Anteil der Indios, die in Potosi die Mehrheit &nbsp;gestellt hatten, war in Sucre niedriger. Sehenswert waren herrliche gro\u00dfe Platz des 25. Mai, die strahlend wei\u00dfen Kl\u00f6ster, Konvente und Kirchen. Wir wohnten optimal im <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/bo\/villa-antigua.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Villa Antigua Hotel<\/a>, nur wenige Gehminuten vom Platz des 25. Mai entfernt. &nbsp;<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Reiseabschnitt hatte mir schon bei der Planung Kopfschmerzen bereitet. Denn&nbsp; s\u00fcdlich von Sucre f\u00fchrten nur zweifelhafte Serpentinenstra\u00dfen kreuz und quer durch die Berge, nach S\u00fcden &#8211;&nbsp; entweder nach Tarija, dem Weinanbauzentrum Boliviens oder nach Tupiza, der Hauptstadt der bolivianischen Rinderzucht. Nach meinen Sch\u00e4tzungen w\u00e4ren wir von Sucre aus zwei Tage mit dem Bus nach S\u00fcden unterwegs gewesen, was den ganzen Zeitplan gef\u00e4hrden w\u00fcrde. Um uns das zu ersparen, liefen wir in Sucre als erstes ins Reiseb\u00fcro, wo es uns mit etwas Gl\u00fcck gelang, f\u00fcr den \u00fcbern\u00e4chsten Tag den <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6986 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1274-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1274-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1274-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1274-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/>Inlandsflug mit Air Boliviano von Sucre nach Tarija zu ergattern. Diesen Flug h\u00e4tte ich in Deutschland f\u00fcr 192 Euro buchen &nbsp;k\u00f6nne, vor Ort erhielten wir ihn pro Peron f\u00fcr 45 USD.Der Flug selbst dauerte eine gute Stunde. Als wir in Tarija das Flugzeug verlie\u00dfen, begr\u00fc\u00dfte uns ein \u00fcberlebensgro\u00dfe Pappmonument Papst Johannes Pauls II mit ausgebreiteten Armen. Wir hatten endlich die warme Zone erreicht und genossen auf &nbsp;1900 H\u00f6henmetern und die mollige Temperaturen der Subtropen. Ansonsten war Tarija eine quirlige Stadt, deren Unordentlichkeit <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6987 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1339-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1339-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1339-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1339-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/>sympathisch wirkte. Wirklich sehenswert waren die Weinfelder des&nbsp; nahegelegenen Valle de la Conception, auf denen die h\u00f6chstgelegenen Weine der Welt wachsen sollen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: herausragende Gran Cru wachsen hier nicht, und das, was wir probierten, schmeckte etwas s\u00e4uerlich.&nbsp;<\/p>\n<p>Der Nachtbus von Tarija nach Salta kostete so viel wie ein Flug, bot aber Ledersitze wie in der First &nbsp;Class im Flugzeug und so viel Platz, dass man w\u00e4hrend der Fahrt bequem und tief schlafen konnte. Auch diesen Bus hatten wir bereits in Sucre vorgebucht, was \u00fcberhaupt kein Problem gewesen war. Wieder wunderte ich mich \u00fcber die Fortschritte, die Boliviens <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6997 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1342-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"454\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1342-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1342-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1342-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/>Infrastruktur in den letzten Jahren gemacht hatte. Au\u00dfer der Stunde an der bolivianisch-argentinischen Grenze habe ich die Nachtfahrt wieder komplett verschlafen. Ich erwachte erst, als der Bus in aller Fr\u00fche um 5:00 Uhr auf dem Busbahnhof von Salta stoppte. &nbsp;F\u00fcr eine Handvoll Dollar (wir besa\u00dfen noch keine Pesos) fuhr uns der Taxifahrer zum Hotel&nbsp; , das wir einen Tag vorher gebucht hatten. \u00dcbrigens war die tageweise Vorbuchung von Hotels per Handy anhand der&nbsp; booking.com-App kein Problem, weil praktisch alle Hotels auf unserer Reise \u00fcber W-Lan verf\u00fcgten. Das&nbsp; Hotel <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/ar\/brizo-salta.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Brizo Salta<\/a> erwies sich als durchaus kulant, lie\u00df uns schon um 6:00 Uhr in der&nbsp; Fr\u00fche auf das Zimmer und erlaubte uns am Abreisetag bis 3 Uhr zu bleiben.<\/p>\n<p>Die Stadt Salta trug ihren Beinamen \u201eDie Sch\u00f6ne\u201c zu Recht. In ganz Argentinien habe ich keinen einladenderen Platz&nbsp; gefunden wie den zentralen \u201ePlatz des 9. Juli\u201c mit seinen <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6998 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1368-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"345\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1368-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1368-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1368-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/>Brunnen, Palmen, Standbildern und gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Fassaden.&nbsp; Umgeben war der Platz von der gro\u00dfen Kathedrale, dem Stadthaus und dem \u201eMuseum des Nordens\u201c, in dem sich die drei ber\u00fchmten Kindermumien aus den Anden befinden. Den ganzen Tag lang kann man durch Salta flanieren, sich in kleinen Restaurants bei Tangomusik verw\u00f6hnen lassen oder sich einfach nur am Ambiente laben. Was uns in Salta allerdings auch auffiel, waren die langen Menschenschlangen vor den Banken, denn die Bewohner der Stadt versuchten, angesichts der aktuellen eskalierenden Staatspleite, ihre Dollars abzuheben. Es war ein Jammer, diese bedauernswerten Menschen zu sehen, die praktisch alle paar Jahre durch eine korrupte Politik um die Fr\u00fcchte ihrer Arbeit gebracht wurden. Wen dies l\u00e4nderkundlich interessiert, den verweise ich auf das Buch von <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/waldmann-argentinien-schwellenland-auf-dauer\/\">Peter Waldmann &#8222;Argentinien. Schwllenland auf Dauer&#8220;<\/a>. W\u00e4hrend unserer&nbsp; Anwesenheit in Argentinien st\u00fcrzte der Peso Kurs ins <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6999 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1481-900x738.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1481-900x738.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1481-768x629.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1481-1464x1200.jpg 1464w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/>Bodenlose, bis wir schlie\u00dflich \u00fcber 60 Pesos f\u00fcr einen Dollar &nbsp;erhielten.&nbsp; Auf meiner letzten Argentinienreise vor f\u00fcnf Jahren waren es noch 15 gewesen. Schwarz zu tauschen, bereite keinerlei Schwierigkeiten. Ganz offen standen die Schwarzmarkth\u00e4ndler mit ihren Peso-B\u00fcndeln unter den Arkaden der Innenstadt und sprachen die Touristen an. Ein gutes Abendessen kostete auf der Grundlage des Schwarzmarktkurses nicht mehr als vier oder f\u00fcnf Dollar, und die teuren Bustickets fielen angesichts des t\u00e4glich fallenden Peso Kurses nicht ins Gewicht. Dementsprechend preiswert waren auch die Touren, die wir in&nbsp; von Salta aus unternahmen.&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Eine Tagestour in die Quebrada de Humahuaco im Norden von Salta mit einem <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7000 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1437-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"327\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1437-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1437-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1437-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/>Besuch von Humahuaco, der Inkaruinen von Tilcara und der Indiostadt Purmamarca. Sie dauerte 10 Stunden, umfasse eine strecke von 600km und kostete 1200 Pesos \u2013 umgerechnet gut 20 Dollar. Diese Schlucht hatten wir schon w\u00e4hrend unserer n\u00e4chtlichen Anreise aus Bolivien im Tiefschlaf durchfahren. &nbsp;<\/li>\n<li>Eine Tagestour ins Indiodorf Cachi in die N\u00e4he der chilenischen Grenze f\u00fcr 1000 Pesos pro Person (acht Stunden, 1000 Pesos) und als H\u00f6hepunkt:<\/li>\n<li>eine Fahrt mit dem \u201eTren alas Nubes\u201c auf \u00fcber viertausend H\u00f6henmetern zum Viadukt von La Polvorilla. Diese Fahrt mit dem Tren alas Nubes gilt als eine der ultimativen Reiseerfahrungen \u00fcberhaupt. Schon in Deutschland hatte ich mit Hilfe des K\u00f6lner Reiseb\u00fcros <a href=\"https:\/\/www.distinctravel.de\/start\">Distinctravel<\/a> die Zug-Agentur in Salta kontaktiert und eine Vorabreservierung vorgenommen.&nbsp; Als wir in Salta eintrafen, war es kein Problem, <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7002 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1344-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1344-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1344-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1344-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/>die Tickets auf der Stelle einzul\u00f6sen (Kostenpunkt: knapp viertausend Pesos, das waren 60 bis siebzig Dollar.) Allerdings w\u00e4re dieser Vorlauf gar nicht n\u00f6tig gewesen, weil noch reichlich Pl\u00e4tze verf\u00fcgbar waren. Au\u00dferdem, das war die zweite Erkenntnis, lief die Exkursion ganz anders ab, als erwartet. Ich hatte gedacht, wir w\u00fcrden in Salta in den Zug steigen und &nbsp;langsam immer h\u00f6her \u201ein die Wolken\u201c fahren. Es verhielt sich aber so, dass wir von Salta aus erst einmal <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/9vfkh4qg0q7ark6\/019%20Quebrada%20de%20Tores%20%281%29%20-%20Kopie.MP4?dl=0\">stundenlang mit einem Bus durch die Quebrada de Tores fuhren, eine einhundertf\u00fcnfzig Kilometer lange unterh\u00f6rt malerische Schlucht,<\/a> ehe wir das Hochland und den Ort San Antonio de los Cobres erreichten, wo der Zug auf uns wartete. Die eigentliche Zugreise hin und zur\u00fcck zum Viadukt La Polvorilla dauerte <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7003 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1377-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"338\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1377-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1377-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1377-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/>dann knapp drei Stunden. Sowohl die Busfahrt wie die Zugreise waren ihr Geld wert. &nbsp;Das Besondere an der Quebrada de Tores (wie auch schon an der Quebrada de Humahuaco) waren die farbig gescheckten Berge, die monumentalen Ausma\u00dfe der Schlucht sowie die weltabgelegene Stimmung der kleinen Orte am Wegesrand.&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/i6sxuuu07yenp3o\/020%20Tren%20de%20las%20Nubes%20%284%29%20-%20Kopie.MP4?dl\">Die Eisenbahnreise \u00fcber die nach Tibet zweith\u00f6chste Hochebene der Welt war ein unvergessliches, wenn auch kr\u00e4ftezehrendes Erlebnis<\/a>, denn wieder qu\u00e4lte uns die H\u00f6he. Zwei \u00e4ltere Reisende &nbsp;mussten w\u00e4hrend der Zugfahrt mit Sauerstoffmasken versorgt werden. &nbsp; <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/xd5130f30sv2ft5\/021%20Viadukt%20Tren%20de%20las%20Nubel%20%20%20%20%282%29\">Als wir schlie\u00dflich ganz langsam \u00fcber den Viadukt furhen, wurde mir doch etwas schummrig.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7004\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1398-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1398-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1398-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1398-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>Insgesamt haben wir uns eine gute halbe Woche in Salta aufgehalten. Leider qu\u00e4lten mich die Nachwirkungen einer schweren Erk\u00e4ltung, die ich mir im Hochland von Bolivien geholt hatte. Kaum war die Erk\u00e4ltung abgeklungen, \u00fcberfiel mich ein gnadenloser Zahnschmerz, den ich mit starken Schmerztabletten und Antibiotika bek\u00e4mpfte. Erst alswir Salta verlie\u00dfen, ging es mir aber wieder einigerma\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/ohni0ouxarye384\/024%20Chaco.mp4?dl=0\">Der folgende Reiseabschnitt f\u00fchrte uns durch den Chaco,<\/a> eine zentals\u00fcdamerikanische Region aus flachem Trockenwald und Buschland. Der Chaco bildet als W\u00e4rmezentrum des Kontinents den \u00dcbergang von Amazonien und dem Pantanal zur Pampa des S\u00fcdens. Nordargentinien, Ostbolivien und fast ganz Paraguay werden durch die Landschaftsform <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7038 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1487-900x572.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1487-900x572.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1487-768x488.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1487-1888x1200.jpg 1888w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/>des Chaco gepr\u00e4gt.&nbsp; Zwischen 1932 bis 1935 massakrierten sich Bolivianer und Paraguayaner gegenseitig zu Zigtausenden im \u201eChaco Krieg\u201c, weil man Chaco (f\u00e4lschlicherweise) ergiebige \u00d6lfelder vermutete. Zu sehen gab es&nbsp; im Chaco nichts, so dass wir nichts verpassten, als wir wieder den Nachtbus nahmen.&nbsp; \u00dcber achthundert Kilometer f\u00fchrte die Nationalstra\u00dfe 35 durch plattes Land von Salta nach Resistencia. Diese Strecke haben wir im Wesentlichen verschlafen. Wir wachten gegen 5:00 Uhr in der Fr\u00fche aus dem Busbahnhof von Resistencia auf, packten unser Gep\u00e4ck und rannten zur Nachbarrampe, wo bereits der Anschlussbus nach Posada an der argentinisch-bolivianischen Grenze <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7006 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1045-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1045-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1045-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1045-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/>wartete. Wir \u00fcberquerten den Rio Paraguay, passierten die gro\u00dfe Stadt Corrientes und erlebten nach zwei weiteren Stunden <a href=\"http:\/\/www.dropbox.com\/s\/nf3bers0za6164e\/024a%20Sonnenaufgang9%20-%20Kopie.mp4?dl=0\">einen wunderbaren Sonnenaufgang \u00fcber der argentinischen Provinz Misiones<\/a>, ehe wir gegen 11 Uhr am Vormittag nach insgesamt 19st\u00fcndiger Busreise in die Stadt Posada am Parana einfuhren. &nbsp;Die meisten Leute haben vom Parana noch niemals etwas geh\u00f6rt, dabei handelt es um &nbsp;einen der drei gewaltigen Str\u00f6me, die zusammen mit dem&nbsp; Rio Paraguay und dem Rio Uruguay&nbsp; den gesamten Kontinent s\u00fcdlich Amazoniens&nbsp; entw\u00e4ssern.&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Wer den Film \u201eThe Mission\u201c mit Jeremy Irons und Robert de Niro kennt, wei\u00df, dass&nbsp; in dieser abgelegenen Region am Parana im 17. und 18. Jhdt. die Jesuiten Dutzende bl\u00fchender Missionszentren gegr\u00fcndet hatten. Diese Reduktionen waren selbstverwaltete Wirtschaftseinheiten&nbsp; &nbsp;in denen die Jesuiten die Guarini Indianer in Landwirtschafft und <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7007\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1548-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1548-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1548-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1548-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>Viehzucht, aber auch in Musik und Kunst unterrichteten. Diese Kulturzentren mit ihren teilweise pr\u00e4chtigen Barockkirchen waren einmalige und bewundernswerte Sch\u00f6pfungen menschlicher Humanit\u00e4t, und es ist eine Schande, dass die europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rer in v\u00f6lliger&nbsp; Verkennung der Sachverhalte, mit daf\u00fcr sorgten, dass die Jesuiten 1767 S\u00fcdamerika verlassen mussten, womit die Reduktionen zusammenbrachen. &nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Reiseplanung hatte ich nicht absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, wie schwierig der Besuch der vier gro\u00dfen Jesuitenreduktionen und der Grenz\u00fcbertritt von Argentinien nach Paraguay sein w\u00fcrden. Die Reisef\u00fchrer berichteten von horrorartigen Zust\u00e4nden und <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7009 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1554-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1554-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1554-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1554-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/>&nbsp; langen Warteschlangen an den Grenzen. Dann aber stellte sich alles als sehr einfach heraus. &nbsp;Yacare Travel in Posada, die ich schon von zuhause aus kontaktiert hatte, organsierten uns einen&nbsp; Taxifahrer, der uns einen Tag lang zu den vier gro\u00dfen Reduktionen links und rechts des Parana fuhr. Der Taxifahrer war ein fideler Fr\u00fchsechziger, der seine jugendliche Geliebte mit auf Tour nahm und mit ihr herumschmuste, w\u00e4hrend wir uns <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7010 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1566-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1566-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1566-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2-1566-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/>Kultur reinziehen mussten. Aber er machte seinen Job tadellos, &nbsp;holte uns am Hotel ab, organisierte den Grenz\u00fcbertritt und die F\u00e4hrfahrt \u00fcber den Parana und brachte uns mitsamt unserem Gep\u00e4ck am Ende zu unseren Hotel in der paraguayiscchen &nbsp;Grenzstadt Encarnacion. Der Preis f\u00fcr diesen umfassende Rundumservice betrug 3600 Pesos pro Person, was einem Betrag von gerade mal 60 USD entsprach. &nbsp;&nbsp;Den Besuch der Jesuitenreduktionen kann ich unbedingt empfehlen. Sie geh\u00f6ren vielleicht zu den &nbsp;unbekanntesten der wirklich herausragendsten gro\u00dfen Reiseziele S\u00fcdamerikas.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>In Encarnacion h\u00e4tten wir locker ein oder zwei Tage am goldgelben Flussstrand direkt am Parana abh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Der m\u00e4chtige Strom war hier &nbsp;kilometerbreit, und man konnte <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7012 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1055-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1055-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1055-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1055-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/>am anderen Ufer die Skyline von Posada erkennen. Aber mittlerweile dr\u00e4ngte die Zeit, und da wir noch einen Abstecher nach Asuncion unternehmen wollten, packten wir schon am n\u00e4chsten Morgen unsere Sachen. Der Busbahnhof von Encarnacion &nbsp;lag mitten in der Stadt, auf den B\u00e4nken sa\u00dfen die Schwarzmarkth\u00e4ndler und boten miserable Kurse f\u00fcr den lokalen Guarini. In der Wartehalle trafen wir vier junge Missionare aus den USA, die in Paraguay als evangelikale Missionare unterwegs waren. Es waren freundliche, junge Burschen, die wie Pinguine in wei\u00dfen Hemden und dunklen Hosen im Dienste der \u201eChurch of Jesu Christ\u201c unterwegs waren. &nbsp;<\/p>\n<p>Paraguay gilt machen als das langweiligste Land S\u00fcdamerikas, so langweilig, dass es fast schon wieder eine Reise wert ist. Au\u00dferdem soll das Land einen der h\u00f6chsten Indio-Anteile Lateinamerikas haben. Keines von beiden stimmte. F\u00fcr mich war Paraguay ein Argentinien im Bonsai-Format mit farbenfrohen M\u00e4rkten, freundlichen Menschen und extrem <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7013 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1132-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"343\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1132-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1132-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1132-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/>g\u00fcnstigem Preisniveau. Und besonders viel Indios habe ich in Paraguay auch nicht gesehen. Entweder hielten sie sich von der Hauptstadt fern oder sie waren inzwischen mit den eingewanderten Wei\u00dfen zu einer mehr oder weniger homogenen Mestizen Bev\u00f6lkerung verschmolzen. Sieben Stunden dauerte die Busreise von Encarnacion quer durch das Land nach Asuncion. Der Bus durchquerte eine intensiv landwirtschaftlich genutzte &nbsp;Region, deren Ortsnamen anzeigten, dass hier auch viele Deutschst\u00e4mmige lebten. Vor Asuncion wurden wir Zeuge eines pr\u00e4chtigen Sonnenuntergangs, den wir vom ersten Stock unseres Doppeldeckerbussses wie auf einer Leinwand beobachten konnten. Dann qu\u00e4lten wir uns fast eine ganze Stunde lang durch die Peripherie eines urbaner Molochs am Rande des Verkehrskollapses. Eine weitere Stunde dauerte die Fahrt vom Busbahnhof von Asuncion zu unserem <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/py\/las-margaritas.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Hotel Las Margaritas in der Innenstadt<\/a>. Diese Unterkunft war ihr Geld wert, sie war optimal in der Innenstadt gelegen, besa\u00df eine Sauna und einen Pool auf dem Dach und bot ein erstklassiges Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr umgerechnet schlappe 20 USD. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7014 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1116-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"342\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1116-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1116-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1116-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px\" \/>Sehensw\u00fcrdigkeiten nennenswerter Art gab es in Asuncion allerdings nicht. Die Stadt erstreckte sich \u00fcber mehrere H\u00fcgel am Ufer des Rio Paraguay und umfasste als Gro\u00dfraum \u00fcber drei Millionen Einwohner. Allerdings besa\u00df ihre Verfallenheit im Zentrum durchaus morbiden Charme, und es war kein Problem, einen Tag lang durch ihre &nbsp;Gassen zu schlendern, auf den Stufen der Kathedrale zu sitzen oder auf der Plaza de la Independencia an einem Stra\u00dfenfest teilzunehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7015 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1122-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1122-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1122-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1122-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/>Am Nachmittag traf ich Enrique Ballasch, den Vetter einer guten Bekannten aus Bonn, dessen Adresse ich mir besorgt hatte, um auch einmal mit einem&nbsp; Auswanderer aus Deutschland zu plaudern. Enrique Ballasch war ein sympathischer, gut erhaltener Mitsechziger, dessen Vater in den fr\u00fchen Drei\u00dfiger Jahren nach Paraguay ausgewandert war. Als Facharbeiter im Maschinenbau hatte er schnell eine gute Stellung gefunden und mit zwei Frauen im Laufe seines Lebens neun Kinder gezeugt, unter ihnen Enrique Balllasch, der seinerseits mit zwei Frauen vier Kinder in die Welt gesetzt hatte (oder waren es sechs?). Enrique selbst hatte als junger Mann vom Parkplatzw\u00e4chter bis zum Lufthansa-<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7017 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1136-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1136-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1136-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1136-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/>Angestellten alle m\u00f6glichen Jobs ausge\u00fcbt, bis er sich nach einem Deutschland-Aufenthalt selbst\u00e4ndig machte. Mittlerweile handelt er mit Autoersatzteilen im brasilianisch-paraguayischen Grenzverkehr&nbsp; und lebt in einem Vorort von Asuncion. Nach Deutschland wollte er nicht zur\u00fcck, das Wetter sei zu schlecht und was derzeit an Massenzuwanderung nach Deutschland ablaufe, k\u00f6nne keiner verstehen. Vielleicht w\u00fcrde er demn\u00e4chst seinen Grundbesitz in Paraguay liquidieren und&nbsp; sich in Barcelona zur Ruhe setzen. Leider sei die wirtschaftliche &nbsp;Lage in Paraguay gerade nicht optimal, woran seiner Ansicht nach die notorische Korruption der Politiker Schuld sei. So h\u00e4tte der B\u00fcrgermeister von Asuncion in den letzten vier Jahren keinen Finger ger\u00fchrt, um das triste Erscheinungsbild der Stadt zu verbessern. Es stimmte zwar, dass die Leute in Paraguay kaum Steuern zahlten \u2013 f\u00fcr das wenige, das sie zahlten, erhielten sie aber praktisch nichts.&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7018 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1142-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"397\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1142-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1142-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1142-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/>Vom Busbahnhof in Asuncion fuhren wir wieder sechs bis sieben Stunden lang durch das ganze Land in Richtung Osten. Besonders viel zu sehen gab es nicht, im Grunde sah es genauso aus wie auf unserer Reise von Encarnacion nach Asuncion zwei Tage vorher. Schon fast am Ziel der Reise gerieten wir in der&nbsp; paraguayischen Grenzstadt Puerta del Este in einen zweist\u00fcndigen Stau, in dem es nur zentimeterweise voran ging. Endlich in Foz de Iguacu in Brasilien angekommen, tauschten wir erst einmal Geld&nbsp; und fuhren mit dem Taxi &nbsp;ins Zentrum. Der Taxifahrer war ein Schlitzohr und setzte uns einfach vor irgendeinem Hotel ab, so dass wir uns unsere vorgebuchte Unterkunft zu Fu\u00df erlaufen mussten.<\/p>\n<p>Foz de Iguacu war eine moderne gesichtslose <strong>&nbsp;<\/strong>Gro\u00dfstadt, die man nur wegen der benachbarten Iguacu-Wasserf\u00e4lle besuche. Von der Innenstadt aus fuhren halbst\u00fcndlich <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7019\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1186-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1186-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1186-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1186-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>Busse zum etwa 25km entfernten Nationalpark Iguacu.&nbsp; Der Iguacu ist ein etwa 1300 km langer Fluss (etwa so lange wie der Rhein), der im in der N\u00e4he der brasilianischen Gro\u00dfstadt Curitiba entspringt und im Dreil\u00e4ndereck Paraguay-Argentinien-Brasilien in den Parana m\u00fcndet. Kurz vor seiner Einm\u00fcndung st\u00fcrzt er in mehreren Stufen und in kilometerlanger Breite in eine fast einhundert Meter tiefe Schlucht. Gemessen an der &nbsp;herabst\u00fcrzenden Wassermenge gelten die Wasserf\u00e4lle von Iguacu neben den Victoriaf\u00e4llen in S\u00fcdafrika als die gr\u00f6\u00dften Wasserf\u00e4lle der Erde. Besichtigen kann man die Wasserf\u00e4lle in zwei Tagesexkursionen. Von der brasilianischen Seite aus ergeben sich die <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7021\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1170-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1170-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1170-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1170-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>sch\u00f6nsten Panoramaaussichten, auf der argentinischen Seite kommt man den eigentlichen Abst\u00fcrzen sehr nahe. Ich hatte die Wasserf\u00e4lle von Iguacu schon einmal 1989 besucht, hatte aber die Details komplett vergessen und <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/r118zx8bc1v5vow\/035%20Iguacu%20Wasserf\u00e4lle%20%288%29%20-%20Kopie.MP4?dl=0\">erlebte die Wucht und \u00fcberw\u00e4ltigende Pr\u00e4senz der gro\u00dfen F\u00e4lle wie zum ersten Mal.<\/a> Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in Foz de Iguacu wollten wir eigentlich die argentinische Seite erwandern, aber wir waren mittlerweile so groggy, dass wir eine Pause einlegten und uns einen faulen Tag am Pool g\u00f6nnten. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Einmal erschlafft, versp\u00fcrten wir pl\u00f6tzlich auch keine Lust mehr, von Foz de Iguacu aus <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7022 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1199-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"174\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1199-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1199-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1199-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/>vierzehn Stunden lang weitere tausend Kilometer bis zu Atlantik mit dem Bus zu fahren. So bequem die s\u00fcdamerikanischen Busse auch sein mochten, inzwischen reichte es uns. &nbsp;Deswegen besorgten wir uns am Flughafen ein Flugticket nach Rio. Auch das h\u00e4tte ich f\u00fcr 325 Euro in Deutschland bereits vorbuchen k\u00f6nne, vor Ort erhielten wir es auf der Stelle f\u00fcr 170&nbsp; Euro pro Person.<\/p>\n<p>\u00dcber eine der sch\u00f6nsten Regionen S\u00fcdamerikas flogen wir deswegen nur hinweg. Der ganze S\u00fcdbrasilienteil au\u00dfer Rio, den ich urspr\u00fcnglich hatte mitnehmen wollen, war also gestrichen. Allerdings hatte ich diese Strecke von Curitiba \u00fcber Sao Paulo, Parati und die <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7023 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Brasilien-1989-232a-8.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Brasilien-1989-232a-8.jpg 800w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Brasilien-1989-232a-8-768x452.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/>gesamte K\u00fcste bis nach Rio de Janeiro bereits auf meiner ersten Brasilienreise erkundet. Ich erinnerte mich an Kolonialst\u00e4dte im Donr\u00f6\u00dfchenschlaf, malerische Str\u00e4nde, ein mildes subtropisches Klima und eine bizarr fragmentierte K\u00fcstenlandschaft. Ich blickte aus&nbsp; dem Flugzeugfenster auf den Atlantischen Ozean und dachte mir: die Tour von Buenos Aires und Montevideo bis nach Rio ist eine eigene Reise wert. &nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7024\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1274-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1274-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1274-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1274-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Rio de Janeiro ist f\u00fcr mich die sch\u00f6nste Stadt der Welt. Bei aller Fragw\u00fcrdigkeit im Detail ist die&nbsp; Verklammerung von Meer, Bergen und Urbanit\u00e4t einfach einzigartig. Allerdings will ich nicht verhehlen, dass wir uns wegen der Kriminalit\u00e4t Sorgen machten. Von den hundert gewaltt\u00e4tigsten St\u00e4dten der Welt liegen f\u00fcnfzig in Brasilien. Im Jahre 2002 hatte <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7025 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1238-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1238-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1238-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1238-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/>die Mordrate in Rio 60 auf 100.000 Menschen betragen, womit die Stadt neben Johannesburg die gef\u00e4hrlichste Stadt der Welt gewesen war. Inzwischen, so war jedenfalls zu lesen, war die Mordrate auf 19 pro 100.000 Einwohnern gesunken. Dass das keine wirklich gute Nachricht war, kann jeder verstehen, der bedenkt, dass die Mordrate in Deutschland nur 1 auf 100.000 betr\u00e4gt. Wir nahmen deswegen vom Flughafen aus ein teures lizensiertes Taxi, das uns sicher zur Copacabana &nbsp;brachte. Aber auch hier mussten wir unsere Erwartungen korrigieren. Von irgendeiner Bedrohung war weder am Stadtstrand von Copacabana noch <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7026 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1210-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"406\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1210-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1210-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1210-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/>im Umkreis von Zuckerhut und Corvovado etwas zu sp\u00fcren. \u00dcberall war Polizei pr\u00e4sent und kontrollierte jeden, der auch nur ein wenig abgerissen daherkam.&nbsp; Man mochte zu dieser Art von \u201eracial profiling\u201c stehen wie man wollte, die Brasilianern in ihrer Mehrheit st\u00f6rte es nicht, wenn dadurch die Zahl der Morde und \u00dcberf\u00e4lle zur\u00fcckging.<\/p>\n<p>So waren die letzten beiden Tage in Rio Erholung angesagt. Das Wetter war mild und fr\u00fchlingshaft (obwohl kalendarisch Winter war), die Str\u00e4nde waren gut besucht, und es war die reine Freude einen Capirinha in einem der zahlreichen Strandrestaurants zu trinken und dem Strandleben zuzusehen. Wir wohnten in unmittelbarer Meeresn\u00e4her im&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/br\/acapulco-copacabana.de.html?aid=304142;label=gen173nr-1FCAEoggJCAlhYSDNiBW5vcmVmaDuIAQGYAQe4AQjIAQ_YAQHoAQH4AQuoAgM;sid=659df5c9a9ba0d291f6791ec07ad2bc3\">Acapulco Copacabana Hotel<\/a>, das ich ebenfalls empfehlen kann. Allerdings sollte man bei der Buchung darauf bestehen ein Zimmer mit Ausblick auf den Strand der Copacabana zu erhalten.&nbsp;<\/p>\n<p>Weil ich Rio bei meinem letzten Besuch eine ganze Woche lang&nbsp; kreuz und quer erkundet <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7027 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1267-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1267-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1267-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1267-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/>hatte. beschr\u00e4nkte ich mich w\u00e4hrend der beiden Tage auf den Besuch des Zuckerhutes und des Corcovados. Von unserem Hotel war der Zuckerhut in f\u00fcnf bis zehn Minuten f\u00fcr umgerechnet vier oder f\u00fcnf Dollars zu erreichen. Der Besuch des Cocovados war inzwischen vollkommen professionalisiert worden. F\u00fcr 63 Reales (unter 15 USD) bestieg man direkt am Strand von Copacabana einen Bus, der einen in einer guten halben Stunde direkt bis unterhalb der gro\u00dfen Christusstatue fuhr. \u00dcbrigens passierte der Bus bei der Auffahrt zum Corcovado mehrere Favelas, die sich abseits vom Zentrum die Moros <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7028 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/100-4.jpg\" alt=\"\" width=\"405\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/100-4.jpg 800w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/100-4-768x498.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/>hochzogen.&nbsp; &nbsp;Wie wir h\u00f6rten, war dieser Transport erst &nbsp;m\u00f6glich geworden, seitdem die Armee das Kommando in den Favelas \u00fcbernommen hatte. Inzwischen konnte man sogar im Rahmen respektvoll durchgef\u00fchrter Touren Tagesausfl\u00fcge in die Favelas unternehmen. Das h\u00e4tte mich interessiert, leider entdeckte ich diese M\u00f6glichkeit zu&nbsp; sp\u00e4t.&nbsp; Der Blick von der Aussichtsplattform des Corcovado unterhalb des Cristo Redentor \u00fcber die gewaltige <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-7029\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1276-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1276-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1276-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1276-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>Guanabarabucht war der letzte H\u00f6hepunkt dieser Reise.&nbsp; Wenige Anblicke gibt es in der Welt, die diesem Ausblick gleichkommen. Die&nbsp; Heimreise klappte wie am Schn\u00fcrchen. Inklusive der Zeitverschiebung waren wir &nbsp;am Samstag, dem 14.9. gegen 18:00 wieder in Frankfurt.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend w\u00fcrde ich die Reise als Erfolg bewerten &#8211;&nbsp; Erfolg in erster Linie im Hinblick auf das, was wir erlebten, Erfolg auch im Hinblick auf Transport und Unterkunft \u2013 und, last not least, auch im Hinblick auf den Reisepartner. Da dies ein heikles Thema des selbstorganisierten Reisens ist, dazu&nbsp; eine Anmerkung. &nbsp;Ganz allgemein w\u00fcrde ich <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7030 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1041-900x600.jpg\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1041-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1041-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/3-1041-1800x1200.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px\" \/>sagen: <em>Sehr lange mit einem Reisepartner auf sehr engem Raum und unter gelegentlichem Stress zusammen zu sein, ist wie Tag und Nacht Bratwurst essen. <\/em>Im Grunde mag man die Wurst, aber &nbsp;irgendwann&nbsp; hat man sie auch mal \u00fcber. So ist der Mensch, und da macht niemand eine Ausnahme.&nbsp;&nbsp; Daran gemessen war die Reise mit dir, lieber Bernhard, ein uneingeschr\u00e4nkter Erfolg. Im Nachherein bewundere ich deine unersch\u00fctterliche Gelassenheit (\u201eMaster of Tranquility\u201c) und wohltuende Selbstkontrolle und danke dir f\u00fcr diese Reisepartnerschaft.<\/p>\n<p>Last not least die Kosten. &nbsp;Wer wissen will, was die Reise gekostet hat, klicke <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/suedamerika-2019-die-kosten\/\">hier<\/a>. Wer den&nbsp; genauen Reiseverlauf erfahren m\u00f6chte, kann sich <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/suedamerika-2019-das-reise-itenerar\/\">hier<\/a> informieren. Und allen, die \u00c4hnliches planen, w\u00fcnsche ich: <em>Gute Reise. &nbsp;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese&nbsp; Reise habe ich lange geplant, zweimal verlegt und einmal abgesagt. Irgendwie hatte ich Bammel davor, weil es ganz schon hoch gehen w\u00fcrde. 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