{"id":6040,"date":"2017-06-26T14:44:26","date_gmt":"2017-06-26T14:44:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=6040"},"modified":"2025-06-03T10:32:52","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:52","slug":"sardinien-ein-nischenprodukt-der-weltklasse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/sardinien-ein-nischenprodukt-der-weltklasse\/","title":{"rendered":"Sardinien &#8211; ein Nischenprodukt der Weltklasse"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6066 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/India-101-605x800.jpg\" alt=\"India 101\" width=\"268\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/India-101-605x800.jpg 605w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/India-101-768x1015.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/India-101.jpg 908w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/>Sardinien ist eine der gr\u00f6\u00dften Inseln des Mittelmeeres, genau genommen sogar die zweitgr\u00f6\u00dfte nach Sizilien. Aber die bekannteste ist sie ganz bestimmt nicht. Im Hinblick auf kulturelle Sehensw\u00fcrdigkeiten steht sie im Schatten Siziliens, und was die Besuchszahlen betrifft, landet sie weit hinter den Balearen, Korsika und den griechischen Inseln. Grund zum Klagen? Ganz bestimmt nicht. Denn gerade in dieser Nichtmassentauglichkeit liegt die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke der Insel. Sardinien ist ein Nischenprodukt der Weltklasse.<\/p>\n<p>V\u00f6llig zu Unrecht hat Sardinien \u00fcbrigens den Ruf, teuer zu sein. Nach knapp zwei Wochen <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6042 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/210414CC-4CB6-48F2-BAD9-5054116A5444-Kopie-900x675.jpg\" alt=\"210414CC-4CB6-48F2-BAD9-5054116A5444 - Kopie\" width=\"297\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/210414CC-4CB6-48F2-BAD9-5054116A5444-Kopie-900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/210414CC-4CB6-48F2-BAD9-5054116A5444-Kopie-768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/210414CC-4CB6-48F2-BAD9-5054116A5444-Kopie-1600x1200.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/>Sardinien kann ich nur sagen: das stimmt nicht. Wenn man sich nicht gerade im Norden im Umkreis der Costa Smeralda aufh\u00e4lt, sind die Preise mehr als zivil. Ein leckeres Panini mit \u00fcppigem Schinkenbelag kostete in Bosa 2,50 Euro. Ausgezeichnete Ferienwohnungen gibt es schon ab f\u00fcnfzig Euro. Unsere knapp zweiw\u00f6chige Reise durch Sardinien kostete mit Flug, Hotels, zwei Ferienwohnungen, Mietwagen, Benzin und reichlich Wein alles drum und dran um die 2000 Euro f\u00fcr zwei Personen \u2013 (siehe Kosten\u00fcbersicht am Ende dieser Seite).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6054 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-12-807x800.jpg\" alt=\"f (12)\" width=\"246\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-12-807x800.jpg 807w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-12-150x150.jpg 150w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-12-768x761.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-12.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/>Bei der Vorbereitung der Reise assistierte mir Beate Kraus aus Magomadas in Westsardinien, in deren luxuri\u00f6sen Apartment mit Terrasse und Meerblick wir f\u00fcnf wunderbare Tage verbracht haben. Der von ihr empfohlene Autovermieter Fabrizio aus Olbia war einfach Spitze. Er war p\u00fcnktlich, zuverl\u00e4ssig und vor allen Dingen fair (Die in den Sardinien Foren immer wieder berichteten Details von den \u00dcbervorteilungsversuchen der Mietwagenvermieter blieben uns also erspart.) Und das ist unsere Reise Tag f\u00fcr Tag:<\/p>\n<p>TAG 1: Mit dem Flughafenbus von Bonn zum Flughafen K\u00f6ln Bonn (20 Minuten 8,40 Euro pP), von dort mit Eurowings in etwa 2 Stunden nonstop nach Olbia. In Olbia wartete Fabrizio auf uns mit dem Mietwagen. Wir verlie\u00dfen Olbia sofort und fuhren nach Norden <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6045 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/a-22-1-900x600.jpg\" alt=\"a (22)\" width=\"394\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/a-22-1-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/a-22-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/a-22-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/>zur Costa Smeralda. In der Costa Smeralda war in den letzten Jahrzehnten mit Milliardeninvestitionen eine Luxusenklave des internationalen Jetsets entstanden, die weltweit Schlagzeilen gemacht hatte und sie sich jeder gerne ansehen wollte. Eine h\u00fcgelige Landschaft mit stark fragmentierten gr\u00fcnen K\u00fcsten erstreckte sich malerisch ins Mittelmeer, das Wasser besa\u00df eine blaugr\u00fcne Farbe, und eine ganze Galerie kleiner Inseln vor der K\u00fcste des Mittelmeeres rundete den herrlichen ersten Eindruck ab. Porto Cervo, der Hauptort der Costa Smeralda, war ganz in rostrot und wei\u00df gehalten, flach, einladend, nur die Prominenten waren noch nicht eingetroffen. Oder zeigten sich einfach nicht, solange die touristischen Plebejer noch durch den Ort taperten? Eine Stunde n\u00f6rdlich von Porto Cervo erreichte man Santa Theresa de Gallura, einen kleinen Ort an der Stra\u00dfe von Bonifacio, die Sardinien von Korsika trennt. Wer Freude an bizarr geformten Granitfelsen hat, wird hier reichlich f\u00fcndig. Der H\u00f6hepunkt des ersten Tages war Castelldelsardo, ein fantastisch auf einer Halbinsel gelegenere Ort an der Nordk\u00fcste, dessen bunt angemalte H\u00e4user im Licht der Abendsonne funkelten. \u00a0Im ganz ausgezeichneten Hotel Riviera gleich an der Uferstra\u00dfe mit Blick auf Ort und Meer \u00fcbernachteten wir f\u00fcr einen Hunderter. Mit einem Glas Rotwein zur Nacht auf dem Balkon schloss der erste Tag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6047\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/b-21-900x506.jpg\" alt=\"b (21)\" width=\"900\" height=\"506\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/b-21-900x506.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/b-21-768x431.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/b-21.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>TAG 2: Da wir heute unsere vorgebuchte Unterkunft in Westsardinien erreichen mussten, besa\u00dfen wir f\u00fcr diesen Tag ein ganz klares Programm. Nach einem ausgezeichneten Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel Riviera fuhren wir die Nordk\u00fcste weiter entlang in Richtung Porto Torres. Unterwegs hielten wir einfach an einem der Str\u00e4nde und legten uns in die Sonne. In Sardinien weht fast immer ein Wind, so dass man es am Strand gut aushalten konnte. Weit und breit kein Andrang, hier und da ein einsames Touristenpaar, das wie wir ein <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6048 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/c-12-900x506.jpg\" alt=\"c (12)\" width=\"354\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/c-12-900x506.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/c-12-768x431.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/c-12.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/>Nickerchen hielt. Mittags fuhren wir nach Sassari, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Sardiniens. Au\u00dfer Cagliari (aber selbst dort geht es ) sind die St\u00e4dte Sardiniens allesamt \u00fcberschaubar, man findet fast immer einen Parkplatz in Zentrumsn\u00e4he. Sassaris Innenstadt war einfach klasse, wenn man einmal von dem h\u00e4sslichen Viktor Emanuel Denkmal auf dem Hauptlatz absieht: herrliche Palazzos, aber auch enge Gassen, in deren oberen Etagen die W\u00e4sche von Haus zu Haus hing, B\u00e4nke zum Verweilen, kleine Restaurants und sch\u00f6ne, palmenges\u00e4umte Pl\u00e4tze. Unverkennbar italienisch, wenngleich auf eine besondere sardische Weise zugespitzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6049 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/d-17--900x600.jpg\" alt=\"d (17)\" width=\"289\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/d-17--900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/d-17--768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/d-17-.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/>Wer sich in Sassari aufh\u00e4lt sollte nicht vers\u00e4umen, die etwas abgelegene Basilika Saccaria im Umland zu besuchen, eine fast vollst\u00e4ndig erhaltene herrliche Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert. Im Hochmittelalter, bevor die Katalanen kamen und die Insel knechteten, herrschten in Sardinien die Pisaner und Genuesen, ihnen ist der Bau einer ganzen Reihe von Kirchen zu verdanken. Wer die Stimmung alter Kirchen liebt, wird hier f\u00fcndig werden. Wer mehr \u00fcber die Geschichte Sardiniens wissen m\u00f6chte, lese <a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-admin\/post.php?post=6083&amp;action=edit\">hier.<\/a><\/p>\n<p>Schon am Nachmittag, nach zwei Stunden Fahrt zur nordwestsardinischen K\u00fcste erreichten wir Magomadas, einen kleinen Ort auf etwa 300 Metern Meeresh\u00f6he mit unverstelltem Ausblick auf das Meer. Magomadas ist ein Ort zum Verlieben &#8211; mit kleinen Gassen, einer mittelalterlichen und einer etwas neueren Kirche, einem Alimentari, der aber nur zu den Sto\u00dfzeiten aufhat und einem Rundweg am Dorfrand, vom dem aus man auf die bl\u00fchenden Felder und D\u00f6rfer der Umgebung schauen kann. Fast noch sch\u00f6ner war die Ferienwohnung bei Beate (Via Aldo Moro 27), die wir f\u00fcr 70 Euro die Nacht gemietet hatten. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6055 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-27-900x600.jpg\" alt=\"f (27)\" width=\"293\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-27-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-27-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-27.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/>Sie besa\u00df eine voll ausgestattete K\u00fcche, einen regelrechten Salon, ein separates gro\u00dfes Schlafzimmer und vor allen Dingen eine ger\u00e4umige Terrasse, auf der wir jeden Abend \u00a0den Sonnenuntergang beobachten konnten. Beate lie\u00df es sich nicht nehmen, uns touristisch in die Details der Umgebung einzuweisen, au\u00dferdem konnten wir uns aus einem Fundus von etwa einem Dutzend Reiseb\u00fcchern \u00fcber Sardinien (!) bedienen (Am besten: der Sardinienf\u00fchrer aus der Reihe \u201eReise know how\u201c, der immer in der Wohnung zur Benutzung ausliegt). Wer sich f\u00fcr Magomadas und die Ferienwohnung interessiert: hier sind die Kontaktdaten:\u00a0 <a href=\"mailto:kraus.italia@googlemail.com\">kraus.italia@googlemail.com<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6056\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-10-900x383.jpg\" alt=\"f (10)\" width=\"900\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-10-900x383.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-10-768x327.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-10.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>TAG 3: Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Stadt Bosa, die viele f\u00fcr die sch\u00f6nste Stadt Sardiniens halten. Bosa ist geteilt in den Badeort Bosa Marina, wo sich zahlreiche Hotels gleich in der N\u00e4he der Str\u00e4nde befinden, und das eigentliche Bosa mit seiner malerischen <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6057 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/i-11-900x600.jpg\" alt=\"i (11)\" width=\"336\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/i-11-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/i-11-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/i-11.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/>Altstadt. Der Ort liegt am Ende eines durchgr\u00fcnten, fruchtbaren Tales an einem Fluss (Temu), den eine malerische Br\u00fccke, die Ponte Vecchio, \u00fcberspannt. \u00dcberragt wird die Stadt von dem gro\u00dfen Castell der genuesischen Malaspina, das man von der Altstadt aus durch ein System steil aufsteigender Gassen erklimmen kann.\u00a0 Extrem sehenswert ist die alte Kirche San Petro Extamuros zwei Kilometer au\u00dferhalb der Stadt. Wir haben diese Kirche auf einem Spaziergang vorbei an Oliven- und Obstfeldern erwandert.<\/p>\n<p>TAG 4: Zwischen Bosa und dem etwa f\u00fcnfzig Kilometer entfernten Alghieri kann man seit einigen Jahren eine Panoramastra\u00dfe befahren, die direkt am Meer entlangf\u00fchrt. Allein diese Stra\u00dfe und ihre imposanten Ausblicke auf Meer und K\u00fcste lohnen die Fahrt, aber <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6058 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/k-46-900x510.jpg\" alt=\"k (46)\" width=\"385\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/k-46-900x510.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/k-46-768x435.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/k-46.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/>auch Alghieri ist einen Besuch wert. Alghieri steht f\u00fcr die spanische, genauer gesagt: die katalanische Epoche Sardiniens. Bis vor kurzem gab es sogar noch Stra\u00dfenschilder in Italienisch und Katalanisch in Alghieri. Die h\u00fcbsche Altstadt befindet sich gleich am Meer und ist zu Fu\u00df bequem zu durchwandern. \u00a0Wieder dieses\u00a0 wunderbare Ensemble von kleinen Pl\u00e4tzen und Gassen mit jeder Menge geschichtlicher Patina und aktueller Pasta.<\/p>\n<p>Tag 5: Heute unternahmen wir von Magomadas aus einen Ausflug ins Landesinnere. Wie \u00fcberall au\u00dfer im Umkreis der s\u00fcdlichen Hauptstadt Cagliari war der Verkehr moderat, und schon nach einer Stunde erreichten wir unsere erste Nuraghe: die Nuraghe de Orolo. Nuraghen, m\u00e4chtige Megalitht\u00fcrme aus Granit- und Basaltsteinen,\u00a0 sind das architektonische Wahrzeichen Sardiniens. Urspr\u00fcnglich soll es siebentausend davon auf der ganzen Insel gegeben haben, und auch heute noch sieht man sie auf Schritt und Tritt. Bei den Nuraghen handelt es sich um wuchtige Wehrt\u00fcrme, in die sich die altvorderen Einwohner im Konfliktfall vor den Angriffen der Nachbard\u00f6rfer zur\u00fcckzogen. Gegen R\u00f6mer <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6059\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-19-900x361.jpg\" alt=\"l (19)\" width=\"900\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-19-900x361.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-19-768x308.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-19.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>und Karthager hatten die Nuraghen aber nichts genutzt. Heute sind sie teilweise instandgesetzt, teilweise dienen sie in den Bergen den Hirten als Unterschlupf. Nicht weit von der Nuraghe de Orolo entfernt befand sich in der N\u00e4he des Orte Silanus eine weitere alleinstehende Nuraghe in einer Ebene, neben der die fr\u00fchen Christen eine kleine Kapelle errichtet hatten. Das habe ich immer wieder erlebt: Die Religionen und Kulturen kommen und gehen, die Heiligkeit die an einen bestimmten Ort <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6060\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-24-900x272.jpg\" alt=\"l (24)\" width=\"900\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-24-900x272.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-24-768x232.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/l-24.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>gekn\u00fcpft ist, aber bleibt bestehen. Einmal in der Gegend fuhren wir in die Berge nach Bonatuna, Burgos und Bono, kleinen D\u00f6rfern ohne gro\u00dfe Sehensw\u00fcrdigkeiten, an denen das einzig Bemerkenswerte ihre idyllische Lage war. Und vielleicht die Enge der Stra\u00dfen, die mir manchmal den Schwei\u00df auf die Stirn trieb. Burgos, nicht zu verwechseln mit dem <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6061 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/m-23-900x600.jpg\" alt=\"m (23)\" width=\"379\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/m-23-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/m-23-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/m-23.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/>nordspanischen Burgos, lag stattlich an einem Abhang und wurde durch eine weithin sichtbare Burg gekr\u00f6nt. Die Stadt Bono war der Ursprung der Protestaktionen freiheitlicher B\u00fcrger, die sich als Anh\u00e4nger der Franz\u00f6sischen Revolution im Jahre 1796 gegen die Piemontesen erhoben hatten.<\/p>\n<p>TAG 6. Jeden Tag ein wolkenloser Himmel, ein sachter, erfrischender Wind, ein glei\u00dfendes Licht, das der Seele guttat. Heute war reine Entspannung angesagt, wir legten uns auf der Terrasse in die Sonne und verd\u00f6sten den gr\u00f6\u00dften Teil des Tages. Am Nachmittag besuchten wir unsere Vermieter Beate und Peter zum Kaffee. Beate und Peter haben sich nach einem wechselvollen Leben in Sardinen niedergelassen und verbringen ihre Tage in einem prachtvollen Anwesen. Beate erz\u00e4hlte, dass die Nachfrage nach \u00f6rtlichen Immobilien aus Deutschland zunehme. Noch seien zwar die Preise moderat, aber das k\u00f6nnte sich \u00e4ndern. Am Abend \u00f6ffneten wir einen der herrlichen sardischen Wei\u00dfweine auf unserer Terrasse und genossen unseren letzten Sonnenuntergang in Magomadas<\/p>\n<p>TAG 7: Langsam d\u00e4mmerte uns, wie gro\u00df Sardinien wirklich ist und dass wir uns ein anspruchsvolles Besichtigungsprogramm vorgenommen hatten. Deswegen war heute ein intensiver Reisetag vorgesehen. Nach dem Abschied von Magomadas fuhren wir \u00fcber <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6062 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-12-900x675.jpg\" alt=\"n (12)\" width=\"339\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-12-900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-12-768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-12.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/>kleine, aber gut ausgebaute Bergstra\u00dfen zun\u00e4chst nach S\u00fcden nach Cuglieri, das als besonders sch\u00f6nes St\u00e4dtchen im Inselwesten galt. Warum, konnten wir in der K\u00fcrze der Zeit leider nicht feststellen. Von Cuglieri aus f\u00fchrte die Stra\u00dfe an die K\u00fcste nach Santa Catalina, einem malerischen kleinen Ferienort, der sich ersichtlich noch in der Vorsaison befand. Eine kleine Bucht, von zwei Landzungen eingerahmt, einer der zahlreichen \u201eSarazenent\u00fcrme\u201c, von denen\u00a0 in den altvorderen Seiten die Ankunft von Seer\u00e4ubern gemeldet worden war. Hinter Santa Catalina erstreckte sich die Provinz Arborea, die Kornkammer Sardiniens, eine flache, gut bew\u00e4sserte und fruchtbare Landschaft. An der \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdspitze der Halbinsel Sinis besichtigten wir die Ruinen von <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6063 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-34-900x600.jpg\" alt=\"n (34)\" width=\"330\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-34-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-34-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/n-34.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/>Tharros, einem Ort, den die Karthager gegr\u00fcndet hatten und den sp\u00e4ter die R\u00f6mer \u00fcbernahmen.\u00a0 Viele erhalten war nicht mehr, zwei S\u00e4ulen, eine ausgebesserte Pflasterstra\u00dfe, die \u00a0zwischen den Ruinen hindurchf\u00fchrte, das wars. Vom karthagischen Tophet, der Verbrennungsst\u00e4tte der Kinder, die als Menschenopfer den G\u00f6ttern dargebracht worden waren, war nichts mehr zu sehen.\u00a0 Nur etwas f\u00fcr Leute mit einem Ruinenfimmel wie mich. \u00a0Abwechslungsreicher war Oristano, die Hauptstadt der Provinz Arborea. Hier spazierten wir eine Stunde durch die Innenstadt, a\u00dfen wieder eines der schmackhaften Panini, nahmen einen Espresso ( 80 Cent!) und betrachteten die Staue der ber\u00fchmten Eleonore von Arborea, die im sp\u00e4ten 14. Jhdt. eine sardische Rechtssammlung hatte herausgeben lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6064\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/0-16--900x675.jpg\" alt=\"0 (16)\" width=\"900\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/0-16--900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/0-16--768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/0-16-.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Von Oristano aus nahmen wir die Nords\u00fcdautobahn, die Sassari und Olbia im Norden mit <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6067 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/p-18-533x800.jpg\" alt=\"p (18)\" width=\"331\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/p-18-533x800.jpg 533w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/p-18-768x1152.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/p-18.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/>der Hauptstadt Cagliari verbindet. Auf ihr ist es \u00fcbrigens kein Problem die ganze Insel in zwei, drei Stunden zu durchqueren. Unterwegs machten wir einen Abstecher von etwa 25-30 km zu den gr\u00f6\u00dften Nuraghen von Sardinien, den \u00dcberresten der Megalithstadt von Barumini. Es handelte sich um die Ruinen einer wuchtigen Burganlage, die gleich aus mehreren Nurgahen bestand. Diese Anlage, von der noch zweieinhalb T\u00fcrme in einer H\u00f6he von fast f\u00fcnfzehn Metern erhalten waren, wurden von den \u00dcberresten kleinerer Rundbauten aus Basalt und Granit umgeben. Ansonsten sah die ganze Anlage aus wie ein riesiger Schutthaufen, optisch gab dieser Besuch also wenig her. Schande auf mein Haupt, dass ich hier eine solch banausenhafte Bemerkung mache. Dieses Gel\u00e4nde war \u00fcbrigens nur mit F\u00fchrung zu besichtigen, wof\u00fcr man elf Euro pP herausr\u00fccken musste.<\/p>\n<p>Als wir Barumini verlie\u00dfen, war es schon Nachmittag und wir gaben Gas, um unsere n\u00e4chste Ferienwohnung in Domus de Maria nicht zu sp\u00e4t zu erreichen. Je weiter wir nach S\u00fcden kamen, desto mehr dichter wurde der Verkehr. Wir passierten die Umgehungsautobahn von Cagliari und fuhren noch etwa eine Stunde die S\u00fcdk\u00fcste entlang bis zu den Str\u00e4nden von Chia. Wie schwierig es war, unsere Unterkunft zu finden will ich nicht erz\u00e4hlen, nur soviel: unbedingt am Tag der Ankunft immer das Handy empfangsbereit halten, sonst kann der Vermieter keinen Treffpunkt ausmachen. Sorry, sorry, Aldo. Aber es hat dann doch noch mit Ach und Krach geklappt. Die Wohnung lag etwas im Landesinneren in der Seitengasse eines kleinen Dorfes und war gut ausgestattet und ruhig. Von unserer Bleibe aus war noch 7 km bis zu \u00a0K\u00fcste.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6068\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/q-13--900x323.jpg\" alt=\"q (13)\" width=\"900\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/q-13--900x323.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/q-13--768x276.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/q-13-.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>TAG 8:\u00a0 Nach dem langen Reisetag stand heute Erholung auf dem Programm. Bei den Str\u00e4nden von Chia und Campana handelte es sich um eine Reihe von kleinen und gr\u00f6\u00dferen Buchten mit wei\u00dfem Sand und flachen K\u00fcsten, meist auf das Entz\u00fcckendste umgeben von<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6069 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/r-27--900x675.jpg\" alt=\"r (27)\" width=\"304\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/r-27--900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/r-27--768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/r-27-.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/> Felsnasen und mit schattigen B\u00e4umen. Besonders der langgezogene Strand von Campana lie\u00df keine W\u00fcnsche offen, er war ein richtiger Augen\u00f6ffner und sah aus, als bef\u00e4nde er sich auf den Malediven.<\/p>\n<p>TAG 9: Von Domus de Maria ben\u00f6tigt man eine Stunde auf der Schnell- und Landstra\u00dfe bis nach Cagliari. Wegen der petrochemischen Industrie am Wegesrand ist diese Fahrt nicht \u00fcberall ein Vergn\u00fcgen, au\u00dferdem ist jede Menge auf den Stra\u00dfen los.\u00a0 Wenn man aber gegen 9,30 Uhr von Domus <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6070 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-26-900x539.jpg\" alt=\"s (26)\" width=\"334\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-26-900x539.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-26-768x460.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-26.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/>de Maria aus losf\u00e4hrt, vermeidet man den Berufsverkehr und kommt gut durch. Kurz vor Cagliari f\u00fchrt die Schnellstra\u00dfe direkt am ebenerdigen Ufer vorbei und biete einen fantastischen Blick auf die gro\u00dfe Bucht von Cagliari. \u00dcber eine halbe Million Menschen leben in Cagliari, trotzdem war die Innenstadt zu Fu\u00df gut zu erkunden. Am besten stellt man den Wagen auf den gro\u00dfen Parkpl\u00e4tzen direkt am F\u00e4hrhafen f\u00fcr eine kleine Geb\u00fchr ab und marschiert los. Wir spazierten durch das <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6071 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-49-900x675.jpg\" alt=\"s (49)\" width=\"335\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-49-900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-49-768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/s-49.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/>Hafenviertel, dann die Festung hoch zur Bastione San Remy mit ihrer monumentalen Aussichtsempore. Weiter ging der Weg zum mittelaltergerecht restaurierten pisanischen Dom Santa Maria und den \u00dcberresten des r\u00f6mischen Kolosseums. Eine wohnliche, sch\u00f6ne Stadt, die sich f\u00fcr ihr Alter ( fast 3000 Jahre) exzellent gehalten hat. Auf dem R\u00fcckweg machten wir in Pula Station und besuchten die Ruinen von Nora. Hier sah es genauso aus wie in Tharros: S\u00e4ulen, Mauerreste, holprige Wege. Wieder nur was f\u00fcr Ruinenfreaks wie mich.<\/p>\n<p>TAG 10: Costa del Sud. Die Costa des Sud, der \u00e4u\u00dferste S\u00fcden Sardiniens wurde in den letzten Jahren mehrfach zur sch\u00f6nsten Strandregion Europas \u00a0gew\u00e4hlt. Wenn man die Panoramastra\u00dfe der Costa del Sud abf\u00e4hrt, versteht man, warum. Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch, geradezu unwirklich in ihrer Vollkommenheit. Eine zauberhaft geschwungene Bucht folgte der n\u00e4chsten, fast jede mit einem wei\u00dfen Sandsaum am Meer, an der man bis zum Ende seiner Tage liegen m\u00f6chte. Die ganze Reise f\u00fchrte die Panoramastra\u00dfe direkt am Meer entlang und bot die fantastischsten Aussichten. Diese Strecke kann man getrost hin- und zur\u00fcck befahren, weil jede Ecke in jeder Beleuchtung <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6072\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/u-11-900x478.jpg\" alt=\"u (11)\" width=\"900\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/u-11-900x478.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/u-11-768x408.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/u-11.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/>(Vormittags und Nachmittags) einmalig und neu wirkt. Wir fuhren bis Porto Pino, einem echten Surfereldorao, wo einem der Wind die Sonnenbrille von der Nase riss, pennten eine Stunde im Sand und kehren dann wieder um.<\/p>\n<p>TAG 11: R\u00fcckreise aus dem \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden nach Olbia im Norden. Anstatt der schnellsten Verbindung \u00fcber die Autobahn w\u00e4hlten wir die Strecke entlang der Ostk\u00fcste. Das hatte den <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6073 alignright\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-16-900x526.jpg\" alt=\"v (16)\" width=\"313\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-16-900x526.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-16-768x449.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-16.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 313px) 100vw, 313px\" \/>Nachteil, dass wir durch Cagliari mussten, was uns eine halbe Stunde im Stau kostete. Insgesamt hat es sich aber gelohnt. Der Osten Sardiniens kam mir urt\u00fcmlicher vor als der Westen. Wir passierten Bergd\u00f6rfer und K\u00fcstenstra\u00dfen und erreichten Artabax mit seiner weitgeschwungen Bucht und den roten Porphyrfelsen, einem der Wahrzeichen der Insel. \u00dcberall waren die Geb\u00e4ude und Restaurants mit rosa Schleifen f\u00fcr <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6074 alignleft\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-50-900x600.jpg\" alt=\"v (50)\" width=\"348\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-50-900x600.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-50-768x512.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-50.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/>das bevorstehende Pfingstfest geschm\u00fcckt. \u00a0Nach dem Besuch von Artabax wandten wir uns in die Berge. In dem ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Banditenort Orgonoslo gab es keine Banditen mehr, daf\u00fcr aber jede Menge Kneipen, deren Auenfassaden mit Lobpreisen der Bader-Meinhof Gruppe und der Roten Brigaden bemalt waren. \u00a0Wem das gef\u00e4llt, nur zu, daf\u00fcr war der Espresso doppelt so teuer wie in Cagliari.<\/p>\n<p>Hinter Orgonsolo f\u00fchrte die Bergstra\u00dfe nach Nuoro in den Bergen. Nun befanden wir uns im Zentrum der sardischen Hirtenwelt. Endlich erblickten wir auch links und rechts der Stra\u00dfe einige der drei Millionen Schafe, die sich jetzt im Fr\u00fchling bereits wieder in den Bergen befanden. Wer sich \u00fcbrigens f\u00fcr das traditionelle Leben der sardischen Hirten interessiert, dem empfehle ich die Lekt\u00fcre des autobiografischen Romans von <a href=\"http:\/\/adrian-ambrer.de\/ledda-padre-padrone\/\">Gavino Ledda: Padre Padrone.<\/a> Hinter Nuoro gaben wir Gas und erreichten schon vor 1800 Uhr Olbia. Das Hotel Royal, in dem wir die letzte Nacht verbrachten, bot <em>good value for money:<\/em> Zimmer mit Klimaanlage, Fr\u00fchst\u00fcck\u00a0 und Balkon in Zentrumsn\u00e4he f\u00fcr unter 50 Euro. Den letzten Abend verbrachten wir im Hafen von Olbia<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6075\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-63-900x506.jpg\" alt=\"v (63)\" width=\"900\" height=\"506\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-63-900x506.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-63-768x431.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/v-63.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li>TAG Morgens um sieben Uhr checkten wir am Flughafen ein und gaben den Wagen zur\u00fcck. Um 8 Uhr ging der Flieger, um 10 Uhr waren wir in K\u00f6ln, um 11 Uhr zuhause.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend kann ich nur sagen, dass die Reise nach Sardinien einfach Klasse gewesen ist. Am besten h\u00e4tten wir ein paar Tage mehr gebucht, dann h\u00e4tten wir im S\u00fcden noch etwas intensiver abh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Aber sei dem wie es sei: Hier ist die Endabrechnung f\u00fcr zwei Personen auf der Basis von Selbstverpflegung \u00fcber Eink\u00e4ufe in Gro\u00dfm\u00e4rkten von Sassari und Cagliari:<\/p>\n<p>Fl\u00fcge 650 Euro<\/p>\n<p>Mietwagen f\u00fcr 12 Tage 330 Euro<\/p>\n<p>Hotel Castelldelsardo 100 Euro<\/p>\n<p>Mietwohnung Magomadas 5 N\u00e4chte 370 Euro<\/p>\n<p>Mietwohnung Domus de Maria 4 N\u00e4chte 240 Euro<\/p>\n<p>Hotel Royal Olbia 50 Euro<\/p>\n<p>Tanken\u00a0 100<\/p>\n<p>Essen und Trinken (Eink\u00e4ufe in Superm\u00e4rkten) unter 200 Euro<\/p>\n<p><strong>SUMME PLUS MINUS F\u00dcR ZWEI PERSONEN 2000 Euro <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6076\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-19-900x675.jpg\" alt=\"f (19)\" width=\"900\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-19-900x675.jpg 900w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-19-768x576.jpg 768w, https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/f-19.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sardinien ist eine der gr\u00f6\u00dften Inseln des Mittelmeeres, genau genommen sogar die zweitgr\u00f6\u00dfte nach Sizilien. Aber die bekannteste ist sie ganz bestimmt nicht. Im Hinblick auf kulturelle Sehensw\u00fcrdigkeiten steht sie im Schatten Siziliens, und was die Besuchszahlen betrifft, landet sie weit hinter den Balearen, Korsika und den griechischen Inseln. Grund zum Klagen? 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