{"id":1265,"date":"2013-12-23T07:26:32","date_gmt":"2013-12-23T07:26:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=1265"},"modified":"2025-06-03T10:32:54","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:54","slug":"die-stunde-der-mosquitos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/","title":{"rendered":"Die Stunde der Mosquitos"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1268\" alt=\"Brasilien 1989  (167)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg\" width=\"800\" height=\"390\" \/><\/a><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Eine Woche im Pantanal, dem gr\u00f6\u00dften Sumpf der Erde<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">&#8222;Gott gab S\u00fcdamerika die sch\u00f6nsten Str\u00e4nde, die dichtesten W\u00e4lder, den gr\u00f6\u00dften Strom, die stattlichsten M\u00e4nner und die \u00fcppigsten Frauen&#8220; erz\u00e4hlen die Bewohner des brasilianischen Mato Grosso del Sul, und als sich die Einwohner der anderen Kontinente beschwerten, antwortete ihnen der Herr der Sch\u00f6pfung: &#8222;Wartet nur ab, was ich denen in die Mitte lege.&#8220; Unbeeindruckt von diesem zweideutigen Bonmot nimmt die kleine brasilianische Stadt Corumba f\u00fcr sich in Anspruch, genau in der Mitte des s\u00fcdamerikanischen Kontinents zu liegen. Jenseits der nahegelegenen \u00f6stlichen Grenze beginnt hinter Puerto Suarez der bolivianische Dschungel, hinter dem die \u00f6stlichen Ausl\u00e4ufer der Anden in die\u00a0 Hochlandebenen der Puna f\u00fchren, und wer sich nach Norden wendet erreicht \u00fcber Cuiaba die Einzugsgebiete des amazonischen Regenwaldes. Im S\u00fcden beginnt schlie\u00dflich in Paraguay und dem n\u00f6rdlichen Argentinien das &#8222;wei\u00dfe&#8220; S\u00fcdamerika, das Land der Gauchos und der Rinderherden, das sich in bis nach Feuerland erstreckt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Freund S\u00fcdamerikas, der dem Wesen dieses vielfarbigen Kindes der Welt nachsp\u00fcrt, ist es bezeichnend, dass im Herzen dieses Kontinents nichts von der Grandiosit\u00e4t der Kakaok\u00fcste oder der herben Einsamkeit der Pampa zu sp\u00fcren ist. Die indianische Welt der Anden erscheint ebenso weit entfernt wie die be\u00e4ngstigende Undurchdringlichkeit Amazoniens. Im Herzen Lateinamerikas befindet sich der Pantanal, der gr\u00f6\u00dfte Sumpf der Erde. Hier in seinem glitschigen Zentrum hat S\u00fcdamerika sein geschichtliches Kolorit g\u00e4nzlich abgestreift, gesichtslos und unbedeutend wie Garcia Marquez imagin\u00e4res Dorf Macondo bietet sich Corumba dem Besucher dar. Und wie in Macondo stellen die Einwohner die kleinst\u00e4dtischen Attraktionen weit in den Schatten. Was bringt es, in den st\u00e4dtischen Parkanlagen die uns\u00e4glichen Denkm\u00e4ler vergessener B\u00fcrgerkriegsgener\u00e4le oder die rostigen \u00dcberreste alter Dieselloks zu bestaunen, wenn man zugleich in der Currasceria oder am Busbahnhof im Umfeld des huomo lateinamericano seinen Cafezinho trinken kann? Unter dem unabl\u00e4ssig t\u00f6nenden Fernsehempf\u00e4nger sitzt der schnauzb\u00e4rtige <i>Macho <\/i>mit seinem breitkrempigen Hut vor seinem Riesensteak, und die junge Kellnerin tr\u00e4gt eine Frisur wie eine verkohlte, fleischfressende Pflanze durch den dunklen Raum. Matronas in der volumin\u00f6sen W\u00fcrde ihres Alters und dem Wangenrouge unz\u00e4hliger Sonnenunterg\u00e4nge bewachen auf dem Busbahnhof\u00a0 das Reisegep\u00e4ck, Seite an Seite mit Ferkelchen und K\u00e4figh\u00fchnern schlummert der Nachwuchs einem herben Leben entgegen. Nichts scheint dringlich in Corumba, langsam und die H\u00e4nde tief in den Hosentaschen schlendern die Bewohner durch die merkw\u00fcrdig saubereren Stra\u00dfen, bleiben stehen, blicken sich um und verharren an jeder Ecke, als w\u00fcssten sie nicht wirklich, in welcher Richtung sie weitergehen sollten.<i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Die wenigen westlichen Besucher, die es nach Corumba verschl\u00e4gt, h\u00e4lt es nicht lange in dieser Stadt.\u00a0 Sie kamen nicht dieser melancholischen Aura wegen in den Mato Grosso sondern zum Besuch des Gro\u00dfen Sumpfes, der eine der faszinierendsten und zugleich auch unbekanntesten Tierparadiese unserer Erde beheimatet- weniger erschlossen, aber von einer \u00e4hnlichen Urspr\u00fcnglichkeit wie die Savannen-landschaften Ostafrikasoder die Galapagos \u00adInseln. Da es gottlob noch immer keine safari\u00e4hnlichen Organisationen gibt, besuchen die Touristen eine der zahlreichen Fazendas im Pantanal, die eine landwirtschaftliche Erwerbst\u00e4tigkeit mit touristischen Dienstleistungen verbinden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-168.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1272\" alt=\"Brasilien 1989  (168)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-168.jpg\" width=\"705\" height=\"396\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unser Ziel ist die Fazenda Santa Clara, eine etwa einhundert Kilometer von Corumba entfernte Ranch, auf der man sich f\u00fcr umgerechnet etwa zwanzig Dollar DM pro Tag bei voller Kost und Logis f\u00fcr eine knappe Woche einquartieren kann. M\u00fcde sind die sieben Reisenden, die der Jeep an diesem Morgen zur Fazenda bringt, und alle w\u00fcrden auf den R\u00fccksitzen ermattet niedersinken, wenn nicht die bei jeder Kurve durch den Wagen fliegenden Gep\u00e4ckst\u00fccke daf\u00fcr sorgen w\u00fcrden, dass niemand die ersten Eindr\u00fccke vom gr\u00f6\u00dften Sumpf der Welt verpasst. Mit voller Motorleistung prescht der Jeep durch zahllose Wasserfurten, \u00fcberquert Dutzende wackeliger Holzbr\u00fccken und passiert diverse Polizeistationen, von denen aus in dieser Gegend ein aussichtsloser Kampf gegen die Drogenschmuggel aus Bolivien gef\u00fchrt wird. Zun\u00e4chst sieht man noch ab und\u00a0\u00a0 zu bewachsene H\u00fcgel und Berge im gr\u00fcn schillernden Licht des sp\u00e4ten Nachmittags, dazwischen in einem immer flacher werdenden Landschaftsbild Wasser, Palmen, Strauchgew\u00e4chse und Sumpfseen &#8211; eine ebene Topografie, die den Tieren den Sichtschutz erschwert. V\u00f6gel in allen Gr\u00f6\u00dfen, Farben und Schnabell\u00e4ngen, Reiher, St\u00f6rche, Ibisse, jede Menge Erdferkel sind schon vom Jeep aus zu beobachten. Gro\u00dfe Schlangen kriechen gem\u00e4chlich \u00fcber die Stra\u00dfe, w\u00e4hrend der Jeep in respektvollem Abstand wartet, und an den Wassenr\u00e4ndern lagern die\u00a0\u00a0\u00a0 Wappentiere des Pantanals: die Jaquares, die s\u00fcdamerikanischen Krokodile, nicht eines oder zwei, Dutzende, Hunderte warten reglos auf den Anbruch der tropischen Nacht.<\/p>\n<p>Wie alle erstaunlichen Landschaftsformationen unserer Erde verdankt auch der Pantanal seine Entstehung einer erdgeschichtlichen Zuf\u00e4lligkeit. Vor Jahrmillionen wurde das heutige Zentralland S\u00fcdamerikas vom S\u00fcdatlantik getrennt, und eine sich im Zuge geologischer Verwerfungen auft\u00fcrmende Bergkette lie\u00df ein riesiges Binnenmeer entstehen. Ohne Verbindung zu den Ozeanen und ohne die Zufuhr gro\u00dfer Str\u00f6me trocknete dieser urgeschichtliche See schlie\u00dflich weitgehend aus und wurde zum gr\u00f6\u00dften Sumpfbiotop der Welt\u00a0 &#8211;\u00a0 mit einem anderen Gesicht in der Regen- und in der Trockenzeit.<\/p>\n<p>Zwischen Oktober und M\u00e4rz f\u00fchren ergiebige Regenf\u00e4lle zu einer erheblichen Erh\u00f6hung des\u00a0 Wasserspiegels in der gesamten Region. Das Pantanal gleicht in dieser Zeit fast wieder einem\u00a0 Binnenmeer mit Hunderttausenden von &#8222;Inseln&#8220; , auf denen sich die wenigen St\u00e4dte, D\u00f6rfer und\u00a0 Fazendas, vor allem aber die Tiere behaupten m\u00fcssen. Bereisen aber kann man dieses Gebiet nur in\u00a0 der Trockenzeit zwischen April und September. Dann erst wird dieses Gebiet zum eigentlichen\u00a0 Pantanal(=Gro\u00dfer Sumpf), die wenigen Pisten sind wieder leidlich schlammfrei, die Eisenbahnschienen zwischen Campo Grande und Corumba liegen wieder oberhalb des Wasserspiegels, und auch an der so fragw\u00fcrdigen Transpantaneira zwischen Cuiaba und Corumba wird weitergebaut. Wen wundert es, dass ein Drittweltland wie Brasilien mit seinem explosiven Bev\u00f6lkerungszuwachs an der Erschlie\u00dfung dieses ungemein fruchtbaren Raumes auch um den Preis \u00f6kologischer Kahlschl\u00e4ge interessiert ist? Es existiert ein expandierender Mais-, Bohnen- und Reisanbau, und eine ausgedehnte Rinderzucht sorgt dar\u00fcber hinaus f\u00fcr den steten Nachschub jener Riesensteaks, die der Tourist \u00fcber all in Brasilien verzehren kann. Aber in jedem Herbst, wenn die Trockenzeit zuende geht, versinken die Fangarme der Zivilisation, die diesen Naturraum von allen Seiten zu erschlie\u00dfen suchen, wieder im gro\u00dfen Regen. M\u00f6glicherweise ist es nur diese segensreiche &#8222;Widerw\u00e4rtigkeit&#8220; der Natur, die die Weiterexistenz einer der \u00fcppigsten Tierwelten \u00fcberhaupt erm\u00f6glicht. Hier leben Hunderte von Vogel- und Fischarten, allein achtzig verschiedene Reptilienformen, darunter vor allem der s\u00fcdamerikanische Kaiman, den wir als Krokodil und den die Indianer als Jaquares bezeichnen, eine Unterart der Alligatoren, die bis zu anderthalb Meter lang werden kann.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-165.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1274\" alt=\"Brasilien 1989  (165)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-165.jpg\" width=\"649\" height=\"341\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Die Wirtschaftseinheiten, die inmitten dieses Feuchtgebietes ihr Auskommen finden, \u00e4hneln mehr der <i>Ponte Rosa <\/i>als <i>Southfolk, <\/i>und auch die Farmer, die uns am Abend freundlich begr\u00fc\u00dfen, verk\u00f6rpern jenes Finalbild, des rund-massigen Menschenschlages, der wohl in der ganzen Welt aus \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Fleischgenuss erw\u00e4chst. Die Fazenda Santa Clara ist auf den ersten Blick eine gro\u00dfe Farm mit Nutztieren aller Art: Pferden, Papageien, Hausschweinen, K\u00fchen, H\u00fchnern, Truth\u00e4hnen und Touristen, die sich alle miteinander im Ablauf der Tage munter vermischen und n\u00e4herkommen. Am Morgen kommt es darauf an, sich gegen die Truth\u00e4hne ausreichenden Platz in der Hofdusche zu erk\u00e4mpfen, und nach dem Essen muss- man die Hunde aus der H\u00e4ngematte scheuchen. Der Strom auf der Fazenda wird durch Generatoren erzeugt, und sobald diese kurz nach der D\u00e4mmerung ihre Arbeit einstellen, versinkt alles in tiefster Dunkelheit. Man sieht: von Lambada und Karneval keine Spur &#8211; statt dessen ist herbe L\u00e4ndlichkeit und Naturbeobachtung angesagt. Man kann nicht nur allt\u00e4glich den Aufgang des glutroten Sonnenballs im Osten sondern auch die Hackordnung bei den Truth\u00e4hnen oder das mehrt\u00e4gige Liebesspiel der Nandus beobachten \u2013 oder sich unter der F\u00fchrung\u00a0rustikaler Guides auf Tierbeobachtung in den Sumpf begeben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/e-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1273\" alt=\"e (3)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/e-3.jpg\" width=\"531\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sanft und gutm\u00fctig trabend tragen die Pferde die Besucher durch die sumpfigen Ebenen und folgen, unbeeindruckt vom Z\u00fcgelziehen ihres Reiters immer nur dem Pferd des Guides. Schon in einer halbst\u00fcndigen Entfernung von der Ranch haben sich diverse Affenarten breitgemacht, wie entfesselt turnen sie durch die Kronen der B\u00e4ume, \u00fcber ihnen die Nester br\u00fctender St\u00f6rche vor den Umrissen eines tiefblauen Himmels. \u00dcberall, im Gras, am Wasser, am Wegesrand liegen die Jaquares derweil tr\u00e4ge in der Sonne, kaum unterscheidbar von ihrer Umgebung, und als w\u00fcssten die Pferde, dass sie sich vornehmlich von Fr\u00f6schen, Erdferkeln und Piranhas ern\u00e4hren, traben sie mit ihren beunruhigten Reitern seelenruhig an den Krokodilen vor\u00fcber. Mehr Scheu zeigen die Flamingos, und immer, wenn sich eine Reitergruppe ihren Feldern n\u00e4hert, erhebt sich die gesamte Population wie ein wei\u00dfblauer Schleier in die L\u00fcfte, zieht einen Bogen \u00fcber die St\u00f6rer, um dann in einen Bezirk zu verschwinden, in den ihnen so schnell keiner wird folgen k\u00f6nnen. In den mittelgro\u00dfen Wassert\u00fcmpeln befindet sich das irdische Schlaraffenland der St\u00f6rche \u2013 Paradies und Verderben sind aber immer eine Frage des Standpunktes, denn wenn im Pantanal das Hochwasser sinkt und sich ausweglose Riesenpf\u00fctzen bilden, ist der Fisch verloren. Der Storch aber geht mit seinem Schnabel auf Ernte so oft er will.<\/p>\n<p>Interessanter als ein Ausflug mit dem Jeep, der im Vergleich zur Anreise wenig Neues bringt, ist der\u00a0 Bootsausflug. Das gesamte Gebiet um die Fazenda Santa Clara und wohl auch im Pantanal ist von\u00a0\u00a0 unz\u00e4hligen Wasserstra\u00dfen durchzogen, und man k\u00f6nnte wochenlang durch diesen Gro\u00dfraum\u00a0 schippern, ohne je\u00a0 an ein Ende des Gew\u00e4ssersystems zu gelangen. Manchmal, wenn der Bootsf\u00fchrer\u00a0 den Motor\u00a0 ausstellt und das Boot sachte \u00fcber das Wasser treibt, taucht unvermittelt ein Krokodilskopf\u00a0\u00a0 neben uns auf. Am Ufer huschen dicke Erdferkel in die B\u00fcsche, immer in vorsichtiger Entfernung zu\u00a0 den Jaquares, die auf kurze Distanzen eine erstaunliche Geschwindigkeit entwickeln k\u00f6nnen. Wer\u00a0 will, kann vom Boot aus ein wenig angeln, denn es dauert nur wenige Minuten, bis auch der Unbedarfteste einen dicken Fisch aus dem lehmbraunen Wasser ziehen kann. Hin und wider verfangen sich auch Piranhas in den K\u00f6dern, winzige, abgrundtief h\u00e4ssliche Fische, die sich noch im Boot wild in einen Stock verbei\u00dfen, den ihnen unser Guide zwischen die Z\u00e4hne schiebt. Verst\u00e4ndlich, dass unter diesen Umst\u00e4nden niemand wirklich gerne baden will, eine Haltung, die sich auch nicht \u00e4ndert, als unser Bootf\u00fchrer gen\u00fcsslich in das piranhaverseuchte Wasser steigt. Wenn es die G\u00e4ste w\u00fcnschen, startet das Boot auch zu n\u00e4chtlichen Touren. Mit ausgestelltem Motor gleitet es in der stockdunklen Nacht durch das Uferdickicht- kein St\u00e4dter im Boot, den dabei nicht das Gruseln \u00fcberf\u00e4llt, wenn dabei ein Spalier nachtjagender Krokodile durchsteuert wird. Wie \u00fcberlebensgro\u00dfe Gl\u00fchw\u00fcrmchenpaare, die auf dem Wasser gelandet sind, so wirken die Alligatorenaugen, die das langsam vorbeiziehende Boot beobachten. Gottseidank scheinen die meisten weder besonders aggressiv noch neugierig zu sein, und wenn ihnen das Boot zu nahe kommt, schlagen sie wie zur Warnung mit ihrem kr\u00e4ftigen Schwanz einmal auf die Wasseroberfl\u00e4che und verschwinden in der Tiefe. Nur die kleinen Baby-Krokodile lassen sich, durch das helle Licht einer Taschenlampe geblendet, mit etwas Gl\u00fcck und Geschicklichkeit ins Boot ziehen und betrachten. Es sind winzige Gesch\u00f6pfe, gerade mal zwanzig oder drei\u00dfig Zentimeter lang, \u00e4ngstlich wie ein kleine Fr\u00f6sche liegen sie in der Hand und lassen sich notgedrungen ein wenig ins M\u00e4ulchen schauen. Sie besitzen tats\u00e4chlich keine Zunge und k\u00f6nnen deswegen als ausgewachsene Exemplare keinen der f\u00fcr Krokodile vermeintlich so typischen Unterwasserangriffe starten. Mit ihren starken Schw\u00e4nzen schleudern sie stattdessen das Beutetier so hoch wie m\u00f6glich in die Luft und schnappen dann noch oberhalb der Wasseroberfl\u00e4che zu. Ich fahre mit dem Finger \u00fcber die weiche Bauchhaut des kleinen Alligators und denke an die einheimische Krokodillederindustrie. Um dieser weichen und gut gerbbaren Krokodillederbauchhaut willen erlitten die Jaquares in Paraguay in den letzten Jahren beinahe einen Faunenschnitt. Millionenfach abgeschlachtet um einiger Hautparzellen willen., wurden die verarbeitungsf\u00e4higen H\u00e4ute der Jaquares als Schmuggelware nach Argentinien verfrachtet und von dort zur Befriedigung westlicher Luxusbed\u00fcrfnisse in alle Teile der Welt exportiert. Da die Wilderer inzwischen sogar vom n\u00f6rdlichen Paraguay aus in den zentralen Pantanal vorsto\u00dfen, entstand nach einer erfolgreichen Pressekampagne brasilianischer Umweltsch\u00fctzer eine eigene Forstpolizei, deren Aufgabe vornehmlich darin besteht, die einheimischen Jaquares zu sch\u00fctzen. So kraulen wir unserem kleinen Gefangenen nicht ohne Sorge noch ein wenig an seinem weichen B\u00e4uchlein und werfen ihn wieder ins Wasser zur\u00fcck, wo er zappelnd verschwindet.<\/p>\n<p>Im Pantanal ist der Mensch in der Minderheit, das ist eine f\u00fcr den St\u00e4dter v\u00f6llig neuartige Erfahrung. Nicht nur w\u00e4hrend der Exkursionen ist der Besucher verbl\u00fcfft und schlie\u00dflichergriffen von diesem Kaleidoskop des Lebens. Auch auf der Fazenda selbst klopft die Natur klopft die Natur best\u00e4ndig an die Pforten der Aufmerksamkeit. Kleingetier kriecht \u00fcber Schreibpapier und B\u00fccher, ein Hund besteigt den Holztisch, an dem ich gerade sitze und blickt mir fast pr\u00fcfend in die Augen, neben meinem Stuhl balzt ein Truthahnp\u00e4rchen mit gro\u00dfem Gezeter, und meinen Platz in der H\u00e4ngematte haben inzwischen schon wieder zwei Katzen eingenommen. Bezeichnenderweise aber hat man nicht nur an derartiger Naturidylle seinen Anteil, sondern auch an den unangenehmen Seiten der L\u00e4ndlichkeit,\u00a0 Millionenfach erheben sich die Moskitos nach dem Einbruch der D\u00e4mmerung wie eine biblische Plage aus den S\u00fcmpfen, und niemand kann ihnen entrinnen. Sie sind unter den B\u00e4umen, auf der Veranda, in den Zimmern, der Dusche, sie sind \u00fcberall, surren und stechen und saugen den Touristen alln\u00e4chtlich ihren Tribut aus den K\u00f6rpern. Sp\u00e4testens seit dieser allabendlichen Tortouren im Pantanal wird ein jeder zum Freund der Fr\u00f6sche, versichert uns doch ihr n\u00e4chtliches Quaken in den S\u00fcmpfen, dass es f\u00fcr unsere Leiden in der Dunkelheit einen R\u00e4cher gibt.<\/p>\n<p>Die Tage auf den Fazenda Santa Clara sind schon fast vor\u00fcber. Ausfl\u00fcge, Essen, H\u00e4ngematte, Moskitos, Schlafen &#8211; fast nahtlos hat sich der Gast in den Kreislauf des Lebens eingef\u00fcgt. Nur einmal t\u00e4glich am Nachmittag bricht die Au\u00dfenwelt \u00fcber die Fazenda herein: p\u00fcnktlich um 15.00 Uhr, wenn der t\u00e4gliche Besucherbus aus Corumba erscheint, suchen Hunde, Nandus, Truth\u00e4hne und Dauerg\u00e4ste das Weite. Der Reisebus \u00f6ffnet seine T\u00fcren, und s\u00fcdbrasilianische Kurz-Besucher aus Sao Paulo, Curitiba oder Florianopolis st\u00fcrmen das Gel\u00e4nde, die M\u00fctter werfen sich in die freien H\u00e4ngematten, die Kinder jagen die verbliebene Kleintierwelt, und die V\u00e4ter packen die mitgebrachten Bierdosen aus. Ruhig wird es erst wieder, wenn der Essensgong ert\u00f6nt, und der Zivilisationsbesuch zur Verk\u00f6stigung in das Fazenda-Restaurant geleitet wird. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter schleppen sich die Mitglieder der Reisegruppe schon etwas lustloser \u00fcber die Farm, allenfalls die hundert Meter zur Bootsanlegestelle werden absolviert, dann geht es zur\u00fcck zum Bus und heim nach Corumba.<\/p>\n<p>Die Staubwolke des Busses ist schnell verzogen, und alles wird wieder ruhig. Gegen Abend, kurz bevor die Herrschaft der M\u00fccken wieder beginnt, rei\u00dfen die Wolken auf, und ein goldgelber Sp\u00e4tnachmittagslicht ergie\u00dft sich \u00fcber Pflanzen, Tiere und Menschen, durchl\u00e4uft alle Spektralvariationen und gipfelt schlie\u00dflich kurz vor Einbruch der Dunkelheit in ein solch unwirkliches Gr\u00fcn, das man denken k\u00f6nnte, gleich erhebe sich ein Schleier und man erblickte das Wesen der Natur. Ich lege mich wieder in die freie H\u00e4ngematte, zum letzten Mal am letzten Abend. Ich war hier eine Weile wie ein Hospitant der Natur, ein Zaungucker in einem Garten Eden und bin am Ende ein mit Wehmut und Dankbarkeit scheidender Gast aus dem Land der St\u00f6rche und Krokodile.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-152.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1275\" alt=\"Brasilien 1989  (152)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-152.jpg\" width=\"785\" height=\"488\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Woche im Pantanal, dem gr\u00f6\u00dften Sumpf der Erde &#8222;Gott gab S\u00fcdamerika die sch\u00f6nsten Str\u00e4nde, die dichtesten W\u00e4lder, den gr\u00f6\u00dften Strom, die stattlichsten M\u00e4nner und die \u00fcppigsten Frauen&#8220; erz\u00e4hlen die Bewohner des brasilianischen Mato Grosso del Sul, und als sich die Einwohner der anderen Kontinente beschwerten, antwortete ihnen der Herr der Sch\u00f6pfung: &#8222;Wartet nur ab, &hellip; <a href=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Stunde der Mosquitos<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":160,"menu_order":52,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1265","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine Woche im Pantanal, dem gr\u00f6\u00dften Sumpf der Erde &#8222;Gott gab S\u00fcdamerika die sch\u00f6nsten Str\u00e4nde, die dichtesten W\u00e4lder, den gr\u00f6\u00dften Strom, die stattlichsten M\u00e4nner und die \u00fcppigsten Frauen&#8220; erz\u00e4hlen die Bewohner des brasilianischen Mato Grosso del Sul, und als sich die Einwohner der anderen Kontinente beschwerten, antwortete ihnen der Herr der Sch\u00f6pfung: &#8222;Wartet nur ab, &hellip; Die Stunde der Mosquitos weiterlesen &rarr;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ludwig Witzani\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-06-03T10:32:54+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"800\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"390\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/\",\"name\":\"Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/Brasilien-1989-1671.jpg\",\"datePublished\":\"2013-12-23T07:26:32+00:00\",\"dateModified\":\"2025-06-03T10:32:54+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/Brasilien-1989-1671.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/Brasilien-1989-1671.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/die-stunde-der-mosquitos\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Einladung zur Weltreise\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Die Stunde der Mosquitos\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/\",\"name\":\"Ludwig Witzani\",\"description\":\"World Wide Travel\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani","og_description":"Eine Woche im Pantanal, dem gr\u00f6\u00dften Sumpf der Erde &#8222;Gott gab S\u00fcdamerika die sch\u00f6nsten Str\u00e4nde, die dichtesten W\u00e4lder, den gr\u00f6\u00dften Strom, die stattlichsten M\u00e4nner und die \u00fcppigsten Frauen&#8220; erz\u00e4hlen die Bewohner des brasilianischen Mato Grosso del Sul, und als sich die Einwohner der anderen Kontinente beschwerten, antwortete ihnen der Herr der Sch\u00f6pfung: &#8222;Wartet nur ab, &hellip; Die Stunde der Mosquitos weiterlesen &rarr;","og_url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/","og_site_name":"Ludwig Witzani","article_modified_time":"2025-06-03T10:32:54+00:00","og_image":[{"width":800,"height":390,"url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"13\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/","url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/","name":"Die Stunde der Mosquitos - Ludwig Witzani","isPartOf":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg","datePublished":"2013-12-23T07:26:32+00:00","dateModified":"2025-06-03T10:32:54+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/#primaryimage","url":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg","contentUrl":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brasilien-1989-1671.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/die-stunde-der-mosquitos\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Einladung zur Weltreise","item":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Die Stunde der Mosquitos"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/#website","url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/","name":"Ludwig Witzani","description":"World Wide Travel","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P4daYo-kp","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1265"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1277,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1265\/revisions\/1277"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}