{"id":1260,"date":"2013-12-23T07:17:26","date_gmt":"2013-12-23T07:17:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=1260"},"modified":"2025-06-03T10:32:54","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:54","slug":"der-see-der-legenden","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/der-see-der-legenden\/","title":{"rendered":"Der See der Legenden"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1910\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d12.jpg\" alt=\"d12\" width=\"800\" height=\"532\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Wenn der Gott von Tiahuanaco weint, regnet es<\/h3>\n<div>Selten schien die Entdeckung eines Schnurrbartes in der V\u00f6lkerkunde Bahnbrechenderes zu verhei\u00dfen. Thor Heyerdahl, der mit seiner Crew gut hundert Tage lang auf dem Balsaflo\u00df &#8222;Kon Tiki&#8220; den Pazifik in westlicher Richtung befahren hatte und damit bewies, da\u00df es zumindest m\u00f6glich war, mit den schiffbauerischen Mitteln der altperuanischen Kulturen Polynesien zu erreichen, stand bei seinem Besuch in der bolivianischen Ruinenst\u00e4tte Tiahuanaco dem steinernen Abbild des Sch\u00f6pfergottes Kon Tiki Viracocha gegen\u00fcber. Dort, wo Hunderte nichts gesehen hatten, entdeckte er unter der stilisierten Nase des G\u00f6ttergesichts einen Schnurbart. Aber nicht irgendeinen Schnurbart, sondern dern zur steinernen Kunst gewordenen Beweis f\u00fcr die Existenz eines in den Mythen der V\u00f6lker ausdr\u00fccklich als Schnurrbarttr\u00e4ger gekennzeichneten hellh\u00e4utigen Seefahrers,\u00a0 der nach Heyderdahl sein Volk der untergehenden Sonne und damit den Inseln der S\u00fcdsee entgegengef\u00fchrt hatte.<\/div>\n<div>\u00a0 Leider entpuppte sich dieser Schnurbart, der es gestattete, eine Br\u00fccke zwischen polynesischen und altperuanischen Mythen zu schlagen, die R\u00e4tsel der Osterinsel und die scheinbare R\u00fcckkehr Viracochas in der furchtbaren Gestalt Francisco Pizarros zu verbinden, nach eingehender Untersuchung als ordin\u00e4rer Nasenschmuck.<\/div>\n<div>\u00a0 Die Ruinenst\u00e4tte Tiahuanaco in der N\u00e4he des Titicacasees gibt dennoch Anla\u00df zu mancherlei R\u00e4tsel, und zu den merkw\u00fcrdigsten geh\u00f6rt wohl der Umstand, da\u00df viele Besucher die Antworten gleich mitbringen. So auch Erich von D\u00e4niken. Nur wenige Sekunden dauert der Kameraschwenk in seinem Filmerstling &#8222;Erinnerungen an die Zukunft&#8220;, dann erscheint bereits das G\u00f6tterfries des Sonnentores, und der Zuschauer vernimmt die geheimnisvoll dahingeraunte Botschaft: &#8222;Eine undeutbare Gestalt &#8211; ist es ein Wesen au\u00dferirdischer Herkunft?&#8220; Ohne die Frage am Objekt zu vertiefen, folgt der Hinweis, da\u00df es sich bei den Ruinen von Tiahuanaco um &#8222;eine der \u00e4ltesten geschichtlichen St\u00e4tten \u00fcberhaupt&#8220; handele, eine These, die der Autor mit der heutigen Entfernung der einstmals an den Ufern des Titicacasees gelegenen Kultst\u00e4tte begr\u00fcndet. &#8222;Tats\u00e4chlich geht das Wasser des Titicacasees j\u00e4hrlich um drei Millimeter zur\u00fcck. Wenn also Tiahuanaco jetzt drei\u00dfig Kilometer entfernt liegt, wieviel Zeit mu\u00df vergangen sein, seitdem die Wasser des Sees die Mauern der Tempel umsp\u00fclten?&#8220; Eine mittelschwere Dreisatzaufgabe, die eher diffus beantwortet wird: &#8222;In geschichtliche Zeitr\u00e4ume ist es nicht einzuordnen.&#8220; Dabei ermittelt der Taschenrechner, etwas respektlos mit den heiligen Daten gef\u00fcttert, in Sekundenschnelle das Alter: 9,9 Millionen Jahre. Der Ort also f\u00fchrt uns in eine Zeit zur\u00fcck, in der es weder Menschen noch einen Titicacasee gab und in der den &#8222;G\u00f6ttern&#8220;, die in ihrer Erscheinungsweise als Au\u00dferirdische offensichtlich etwas zu fr\u00fch gelandet waren, nichts anderes \u00fcbrigblieb, als den Tempel, gleichsam als Gru\u00df an eine sp\u00e4tere Menschheit, selbst zu bauen.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1909\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d25.jpg\" alt=\"d25\" width=\"519\" height=\"800\" \/><\/a><\/div>\n<div>Auch der indianische F\u00fchrer, der an diesem Tag durch Tiahuanaco f\u00fchrt, erz\u00e4hlt Geschichten aus uralten Zeiten. Nun haben die Kelten die Mauern des Tempels errichtet, und das sei zwar nicht Jahrmillionen, aber auch schon einige Jahrhunderttausende her. Dankbar nicken die Touristen aus Graz, und w\u00fcrden sie das Trinkgeld nur ein wenig erh\u00f6hen, bek\u00e4men sie m\u00f6glicherweise zu h\u00f6ren, da\u00df es vielleicht die alten \u00d6sterreicher waren, die vor undenklichen Zeiten an dieser St\u00e4tte Hand anlegten. Da war der erste Europ\u00e4er, der nach gesicherter geschichtlicher \u00dcberlieferung im Jahre 1540 die Tr\u00fcmmer von Tiahuanaco besuchte, schon etwas vorsichtiger. Cieza de Leon, der unmittelbar nach dem Sturz des Inkareiches seine &#8222;Chronica de Peru&#8220; verfa\u00dfte und dabei die erste Beschreibung dieses breitfl\u00e4chigen Areals von Mauerresten, H\u00fcgeln und umgest\u00fcrzten Monolithen mit dem merkw\u00fcrdigen Inka-Namen Tiahuanaco (setz Dich, Huanaco) festhielt, konnte von den Anwohnern schon keine zuverl\u00e4ssige Auskunft mehr \u00fcber die Erbauer der Anlage erhalten. Ob es sich noch um ein Werk der fr\u00fchen Inkas handelte oder, wie der \u00e4lteste ortsans\u00e4ssige Indianer behauptete, um ein Volk &#8222;m\u00e1s viejas que los incas&#8220;, war dem fr\u00fchen Chronisten letztlich egal, denn auf jeden Fall bestand Grund zur Dankbarkeit, hatten die unbekannten Erbauer doch f\u00fcr den Bau der Anlagen gewaltige Steinquader auf Balsafl\u00f6\u00dfen \u00fcber den See herangeschafft und so einen wohlfeilen Steinbruch hinterlassen, aus dem sich die D\u00f6rfer der Umgebung, aber auch die Erbauer der nahe gelegenen Metropole La Paz bei Bedarf gerne bedienten. Noch in den drei\u00dfiger Jahren dieses Jahrhunderts sprengte man die stabileren Steinkonstruktionen des Ruinenfeldes mit Dynamit in die Luft, und nur dem hingebungsvollen Interesse des deutschen Tiahuanaco-Enthusiasten Artur Posnansky ist es zu danken, da\u00df heute im Tiahuanaco-Museum von La Paz Originalansichten der Ruinenst\u00e4tten zu besichtigen sind. Unbedarfte Besucher, die in unseren Tagen die Ruinen im Rahmen einer Stippvisite von La Paz aus besichtigen, sind bisweilen entt\u00e4uscht dar\u00fcber, wie klein die Ruinen sind &#8211; zumindest im Vergleich mit Sacsayhuaman oder Machu Picchu. In Wahrheit aber mu\u00df man sich sogar \u00fcber die relativ exakten Rekonstruktionen wundern. Allein auf der Grundlage gefundener Lavasteinmodelle und der Forschungsergebnisse der altperuanischen Tempelarch\u00e4ologie wurde die gesamte, etwa zirka 450 000 Quadratmeter gro\u00dfe Kultst\u00e4tte in aufopferungsvoller Kleinarbeit so weit wieder hergestellt, da\u00df die Grundrisse der urspr\u00fcnglichen Anlage erkennbar werden: der pyramidenf\u00f6rmige Apakana-H\u00fcgel mit seinen Tempelresten und dem ausgetrockneten k\u00fcnstlichen See, der gro\u00dfe, ummauerte Kalasasaya-Komplex mit dem vorgelagerten, halb versenkten Osttempel und die Reste der sogenannten Hafenanlage von Puma Puncu. Auf der fast 18 000 Quadratmeter gro\u00dfen, von riesigen Mauern umzogenen Kalasasaya-Tempelfl\u00e4che befindet sich einer der herausragenden arch\u00e4ologischen \u00dcberreste Altamerikas: das aus einem einzigen Andesitstein herausgeschlagene 3,75 mal drei Meter gro\u00dfe und etwa acht Tonnen schwere Sonnentor von Tiahuanaco mit dem Fries des &#8222;weinenden Gottes&#8220;. Gegen\u00fcber dem d\u00fcsteren vorkolumbianischen Pantheon, all der Schlangen-, Panther- und Vogelwesen, die als Quellen der Furcht und Adressaten von Menschenopfern \u00fcber ihre V\u00f6lker ein strenges Regiment zu f\u00fchren schienen, wirkt der weinende Gott von Tiahuanaco seltsam vermenschlicht, und doch haben die &#8222;Tr\u00e4nen&#8220;, die dem Auge des Gottes entstr\u00f6men, nichts mit Sentimentalit\u00e4t zu tun: Es handelt sich vielmehr um die symbolische Darstellung des Regens, unter dessen Ausbleiben die altperuanischen V\u00f6lker in der Tiahuanaco-Periode wahrscheinlich in besonderer Weise hatten leiden m\u00fcssen. Das erste nachchristliche Jahrtausend war in den Anden eine Epoche der D\u00fcrre, die einen Gott erzeugte, in dessen H\u00e4nden Blitz und Donner liegen und dem das Wasser aus seinen Augen auf die d\u00fcrstende Erde l\u00e4uft. Die Hoffnung, die diesem Gottesbild zugrunde lag, verbreitete sich mit der variierten Darstellung des Gottes von Tiahuanaco \u00fcber den gesamten Andenraum. Auf Textilien, Keramikfl\u00e4chen, Tempelw\u00e4nden beschworen die Menschen unter der lebensverzehrenden Glut der Hochandensonne die Gnade des wasserspendenden Gottes. Ebensowenig wie der Kultort des mexikanischen Quetzalcoatl, das noch gewaltigere Teotihuacan in Mittelamerika, war Tiahuanaco die Hauptstadt eines imperial organisierten Gebildes oder auch nur eine dicht besiedelte altperuanische Hauptstadt. Am besten ist Tiahuanaco in seiner Bl\u00fctezeit zwischen dem vierten und zehnten Jahrhundert nach Christus nach dem Vorbild Delphis oder Mekkas zu begreifen, als amphiktioner Mittelpunkt einer weitgespannten Kulturgemeinschaft der Andenv\u00f6lker vor den Inkas.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1911\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d24.jpg\" alt=\"d24\" width=\"800\" height=\"534\" \/><\/a><\/div>\n<div>Sowenig Genaues sich \u00fcber die Urspr\u00fcnge und die Gr\u00fcnder Tiahuanacos herausfinden l\u00e4\u00dft, so wenig wei\u00df man \u00fcber den Untergang dieser Kultur. Etwa um die Jahrtausendwende verschwinden die charakteristischen Stilelemente, die Tempelanlagen werden verlassen, und im Laufe der Jahrhunderte wird der Ort zur Geisterstadt. Ob die Stadt im Zuge gr\u00f6\u00dferer V\u00f6lkerverschiebungen im s\u00fcdperuanischen Andenraum zerst\u00f6rt wurde, ob sich der Kult \u00fcberlebte, ob die Bewohner Tiahuanacos wie die Mayas im s\u00fcdlichen Guatemala auswanderten und sich mit anderen V\u00f6lkern vermischten, l\u00e4\u00dft sich nicht mehr ermitteln. Der geschichtliche Widerschein Tiahuanacos bleibt im Verschwinden nicht minder diffus wie w\u00e4hrend seiner Existenz, und es ist nicht zuletzt dieses nicht mehr aufzuhellende Dunkel, das den Ort zum Ankerplatz moderner M\u00e4rchenerz\u00e4hler hat werden lassen. Die M\u00e4rchen und Legenden der indianischen V\u00f6lker sind auch nach dem Untergang Tiahuanacos im Umkreis des Titicacasees verblieben.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1912\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d021.jpg\" alt=\"d02\" width=\"800\" height=\"536\" \/><\/a><\/div>\n<div>Gl\u00e4sern und unwirklich glei\u00dft das Licht \u00fcber Wasser und Bergen, und die Konturen und Winkel, von \u00fcberscharfen Schatten flankiert, treten hervor wie die Grenzscheiden imagin\u00e4rer Welten. Nirgendwo sonst auf der Erde schimmert das Wasser in dieser T\u00f6nung von tiefblauem Samt. Die lehmbraune Puna ver\u00e4ndert ihr Bild unter dem Licht der Hochandensonne zu einem Mosaikteppich aus safrangelben T\u00f6nen. Wie auf die R\u00e4nder eines Zauberlandes blickt der Reisende zu den schneegl\u00e4nzenden Gipfeln der K\u00f6nigskordilleren auf der Nordseite des Sees, hinter denen in den Tiefen des Dschungels die Welt in einem dampfenden Chaos versinkt. Auf diesem hochgelegenen Tablett des Lebens erschuf nach der Mythologie der Inkas der Sch\u00f6pfergott Viracocha Sonne, Mond und Menschen. Wie an vielen heiligen Sch\u00f6pfungsst\u00e4tten der Menschheit gibt es die Fu\u00dfspuren der G\u00f6tter zu sehen, die \u00fcber die Erde wandelten, als sie noch jung war. Garcilaso de la Vega, der inkast\u00e4mmige Adelige, der in seiner &#8222;Historica general de Peru&#8220; im sechzehnten Jahrhundert die Geschichte seines Volkes aufzeichnete, berichtet, wie die Kinder der Sonne auf der Sonneninsel im Titicacasee ihren Weg in die Welt begannen: &#8222;Der Sonnengott Intis schickte seine beiden Kinder, das Geschwisterpaar Manco Capac und Mam Ocllo, zur Erde hinab, damit sie die Welt verbessern sollten. Auf der Sonneninsel im Titicacasee erreichten sie die Erde, von hier aus traten sie die Reise zu den Menschen an. Der Sonnengott gab ihnen einen goldenen Stab mit auf den Weg, und \u00fcberall, wo sie sich zum Schlafen oder Essen niederlie\u00dfen, sollten sie versuchen, den Stab in die Erde zu sto\u00dfen. Lange Zeit wanderten sie umher, und jeden Abend versuchten sie vergeblich, den Stab in die Erde zu versenken. Endlich gelang es ihnen, ihn so tief in den Boden zu sto\u00dfen, da\u00df er versank. Hier gr\u00fcndeten sie die Stadt Cusco. Von den Eingeborenen wurde das Geschwisterpaar aufs h\u00f6chste verehrt, Manco Capac aber machten sie zu ihrem Herrn und F\u00fcrsten. Er war der erste Inka.&#8220; Die Sonneninsel liegt keine einhundert Kilometer von Tiahuanaco entfernt. W\u00e4hrend die Ruinen der alten Tempelanlage l\u00e4ngst verfallen sind, wird die Sonneninsel zu einer Art Sch\u00f6pfungsort und Bethlehem f\u00fcr die indianische Welt. Wenn man Garcilaso de la Vega glauben darf, haben die Inkas, die im f\u00fcnfzehnten Jahrhundert ihr gewaltiges Andenreich begr\u00fcndeten, ihren Ursprung niemals vergessen. Inka Tupac Yupanqui, der Gro\u00dfvater des ungl\u00fccklichen Athahualpa, lie\u00df auf der Sonneninsel einen Palast errichten, dessen k\u00fcmmerliche \u00dcberreste heute vollst\u00e4ndig hinter dem Anblick zur\u00fccktreten, den der Besucher von den Ruinen aus genie\u00dft. In majest\u00e4tischer Kargheit ragen die Inseln und Felsen aus dem tiefblauen Gew\u00e4sser, und am hellichten Tage steht der Mond senkrecht \u00fcber der kleinen Nachbarinsel, die deswegen auch den Namen Mondinsel erhielt. Wie endg\u00fcltig erscheint die Welt von diesem Platz aus: Horizont, Bergketten, Sonne und Mond im rechten Winkelstand zu den nach ihnen benannten Inseln, das Ursprungsmuster eines Reiches, das f\u00fcr die Ewigkeit gegr\u00fcndet schien und doch unter den Schl\u00e4gen raffgieriger Abenteurer zugrunde ging. Verschwunden sind die gold- und silberbeschlagenen Felsabh\u00e4nge, auf denen die Herrscherfamilie des Inka ganz allein ihrer himmlischen Urspr\u00fcnge gedenken konnte. Verfallen sind die wenigen Geb\u00e4ude, die es heute noch auf der Insel zu besichtigen gibt. Und auf dem sogenannten &#8222;Tisch des Inka&#8220;, einem flachen Felsstein im S\u00fcden der Sonneninsel, essen heute die Besucher ihre Mandarinen. In der N\u00e4he der Sonneninsel, deren urspr\u00fcnglicher Name &#8222;Titicaca&#8220; (Fels des Pumas) schlie\u00dflich zum Namen des Sees geworden ist, teilt die Halbinsel Tiquina das Binnenmeer in zwei ungleiche Teile, den Chucuito und den kleineren Winaymarca. Im Umfeld dieser verwirrenden Uferlandschaft mit Buchten, Landzungen und H\u00fcgeln entstanden die kolonialspanischen St\u00e4dte Puno, Juli, Pomata &#8211; und im Zeichen eines missionierenden Katholizismus erwuchs in der Wallfahrtsst\u00e4tte von Copacabana nach Tiahuanaco und der Sonneninsel der dritte gro\u00dfe Legendenkreis des Titicacasees. Der Katholizismus hat selten, vielleicht nirgendwo in der Welt die alten Kulturst\u00e4tten der von ihm bekehrten und assimilierten V\u00f6lker einfach vernichtet, sondern verdankt seine Assimilationskraft auch der F\u00e4higkeit, sich oft mitten in den Zentren alter Heiligt\u00fcmer niederzulassen. Die Basilika von Guadeloupe in einem Vorort von Mexiko-Stadt, innerhalb derer der Begegnung der Jungfrau Maria mit einem jungen Indio gedacht wird, steht genau auf dem Kultplatz der alten Aztekeng\u00f6ttin Teteo-Inan, und im Umkreis der Halbinsel Tiquina, in Sichtweite der Sonneninsel, befindet sich heute das ber\u00fchmteste Pilgerziel der indianisch-katholischen Kultur in S\u00fcdamerika: die Skulptur der schwarzen Madonna von Copacabana.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1913\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d10.jpg\" alt=\"d10\" width=\"800\" height=\"545\" \/><\/a><\/div>\n<div>Copacabana bedeutet in der Aymarasprache nichts anderes als Aussichtsfelsen, und zwischen solchen H\u00fcgeln hat sich unweit der peruanisch-bolivianischen Grenze der kleine Ort im Schatten seiner ber\u00fchmten Reliquie entwickelt. Die Geschichte der Schwarzen Madonna f\u00fchrt zur\u00fcck in die Anfangsgenerationen der spanischen Kolonisation. Der inkast\u00e4mmige und in der katholischen Mission ausgebildete Tito Yupanqui schnitzte nach zwei vergeblichen Anl\u00e4ufen eine etwa ein Meter gro\u00dfe Skulptur der Jungfrau Maria. Erst mit Hilfe aus h\u00f6heren Welten soll es ihm gelungen sein, eine vollst\u00e4ndig versilberte Gestalt zu schaffen. Im Jahr 1583 hat man sie in einer feierlichen Prozession von Balsafl\u00f6\u00dfen \u00fcber den See nach Copacabana gebracht. Aus einer Kapelle f\u00fcr die Jungfrau von Copacabana erwuchs die heute etwas \u00fcberdimensioniert wirkende wei\u00dfe Augustiner-Kathedrale, die wie ein riesiges Kreuz das Zentrum des kleinen Ortes beherrscht. Wie \u00fcberall in der Welt, wo das vorgebliche Wunder der Hoffnung eine neue Heimat schafft, ist der Ruf der mildt\u00e4tigen Jungfrau \u00fcber die Jahrhunderte hinweg stetig gewachsen. Der Wunsch nach einem gesunden Vicu\u00f1a, einem Auto, einer Ehe, einem ersten, zweiten, dritten Kind, dem Gelingen der Gesch\u00e4fte, Gesundheit, eines langen Lebens f\u00fcr sich selbst und Siechtum f\u00fcr die pers\u00f6nlichen Feinde &#8211; es gibt wahrscheinlich nichts, was im Gebet von den Indios nicht an die immer gleichm\u00fctig l\u00e4chelnde Madonna herangetragen worden ist. Gleicht der Ansturm der Sehns\u00fcchte und W\u00fcnsche vor dem Altar der Jungfrau einer nie versiegenden Brandung, so gibt es doch auch einmal im Jahr die gro\u00dfe Pilgerflut. Zwischen dem 4. und 8. August treffen sich die M\u00fchseligen und Beladenen, die Frommen und die Fanatischen, aber auch Marketender, H\u00e4ndler und Taschendiebe aus dem ganzen Andenraum, um am Ufer des Titicacasees das Fest der Kr\u00f6nung der Jungfrau von Copacabana zu feiern. Die Pilger kommen aus Ecuador, Kolumbien, Peru, Chile und aus dem eigenen Land. Sie erscheinen zu Fu\u00df oder zu Pferde, in Bussen, Schiffen und auf Lastwagen zusammengepfercht, in ihren Rucks\u00e4cken eine Gabe f\u00fcr die Jungfrau und ihre Zelte, in denen sie w\u00e4hrend der Feierlichkeiten am Seeufer oder am Fu\u00df des Kalvarienh\u00fcgels kampieren. Feuerwerke, Prozessionen, Maskent\u00e4nze und Musikauff\u00fchrungen vereinigen allabendlich die zigtausend z\u00e4hlende Menschenmenge zu einer einzigen archaischen K\u00f6rperschaft der Hoffnung, denen der konkrete Kult unter dem ohrenbet\u00e4ubenden B\u00f6llern, Pfeifen und Trommelwirbeln zur reinen \u00c4u\u00dferlichkeit wird.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1915\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d15.jpg\" alt=\"d15\" width=\"732\" height=\"412\" \/><\/a><\/div>\n<div>F\u00fcr europ\u00e4ische Gem\u00fcter ist es verwirrend zu sehen, mit welcher Inbrunst die Indios in diesen Tagen in den Nischen der Kapellen ihre Gebete verrichten und wie sie anschlie\u00dfend den Kalvarienberg heraufwandern, um an seinen dem See zugewandten Abh\u00e4ngen jene alten Opferriten zu zelebrieren, unter deren d\u00fcnner katholischer T\u00fcnche altindianische Glaubensvorstellungen lebendig geblieben sind. Im Angesicht des Sees, mit der Silhouette der Sonneninsel am Horizont, auf der Viracocha die Welt erschuf und die beiden ersten Inkas ihren Weg nach Cusco begannen, haben die Indios winzige Parzellen angelegt, durch Steine begrenzt, teilweise bepflanzt, vor denen sie in Gruppen beieinanderstehen. Sie halten kleine Gipsh\u00e4uschen in den H\u00e4nden, in denen sie im Jenseits gerne leben w\u00fcrden, murmeln Gebete und entz\u00fcnden R\u00e4ucherst\u00e4bchen. Bier aus Plastikbechern macht die Runde, Knallk\u00f6rper werden gez\u00fcndet, und fast sieht es so aus, als prosteten die Pilger dem See zu, ehe sie den leeren Becher in die Tiefe werfen. Unterhalb der Parzellenstra\u00dfen, in den Nischen und Mulden des absch\u00fcssigen Kalvarienberges kampieren Hunderte von Gl\u00e4ubigen. Sie haben kleine Kohlefeuer entz\u00fcndet, und in Metallbeh\u00e4ltern halten sie die Glut \u00fcber ihren K\u00f6pfen der untergehenden Sonne entgegen, ein Ritus aus Rauch und Rausch, der \u00e4lter sein mag als alle Religion. W\u00e4hrend kleine Rauchs\u00e4ulen \u00fcber die K\u00f6pfe der Indios in den abendlichen Himmel steigen, ver\u00e4ndert das schwindende Licht des Tages die Szenerie ins Unwirkliche. Einige Minuten lang gl\u00e4nzt die spiegelglatte Oberfl\u00e4che des Sees wie eine Seidendecke mit Abermillionen funkelnder Lichter. Dann greift die D\u00e4mmerung wie eine schattige Hand \u00fcber den Himmel. Tiefschwarz verf\u00e4rbt sich das Wasser, und die Umrisse der Sonneninsel verlieren sich in der anbrechenden Nacht. Einen Augenblick lang, ehe das letzte Licht des Tages verschwindet, mag man das Geheimnis dieses Sees begreifen. Es ist die Sch\u00f6nheit des Ortes, aus dem die Mythen wachsen wie der Mais aus dem Feld.<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d111.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1916\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/d111.jpg\" alt=\"d11\" width=\"800\" height=\"479\" \/><\/a><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn der Gott von Tiahuanaco weint, regnet es Selten schien die Entdeckung eines Schnurrbartes in der V\u00f6lkerkunde Bahnbrechenderes zu verhei\u00dfen. 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