{"id":1225,"date":"2013-12-23T06:18:36","date_gmt":"2013-12-23T06:18:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/?page_id=1225"},"modified":"2025-06-03T10:32:55","modified_gmt":"2025-06-03T10:32:55","slug":"voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/","title":{"rendered":"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1226\" alt=\"m (16)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg\" width=\"800\" height=\"534\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Unterwegs in der Esperimentierstube der Natur auf den Galapagosinseln<\/h3>\n<p>Es mu\u00df gewesen sein wie in einer versp\u00e4teten Sch\u00f6pfungsstunde: Im Pazifischen Ozean, an der Nahtstelle zwischen der Coca- und der Nazca-Platte, zweier gewaltiger Erdrindenschichten, die auf der gl\u00fchenden Erdkruste schwimmen, kam es zu einer vulkanischen Entladung ungeheuren Ausma\u00dfes. Ein ganzes Gebirge erkalteter Magma wurde Tausende von Metern hochgedr\u00fcckt, wuchs unter immer neuen Eruptionen, bildete Unterwasserkrater und -schl\u00fcnde, bis sich schlie\u00dflich einige Dutzend Spitzen \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che erhoben, schwarz, dampfend, lebensleer.<\/p>\n<p>Erst anderthalb Millionen Jahre sind seit der Geburt dieser j\u00fcngsten aller pazifischen Inselwelten verstrichen, ein Wimpernschlag in der Erdgeschichte. Unter dem Einflu\u00df klimatischer Ver\u00e4nderungen hob und senkte sich der Meeresspiegel, die S\u00e4ugetiere hatten l\u00e4ngst ihren Siegeszug \u00fcber die Erde angetreten, da trafen die ersten V\u00f6gel auf den Inseln ein, mit Pflanzensamen im Gefieder, und weil eine kalte Meeresstr\u00f6mung reichlich Fischschw\u00e4rme in die Umgebung der Inseln brachte, blieben sie und begannen ihre Umschulung zu Sturzfliegern, Fischern und Tauchern. Pinguine, Seel\u00f6wen und Krebse strandeten aus unendlichen ozeanischen R\u00e4umen an schwarzen Lavasandk\u00fcsten, und eines Tages erschienen urweltliche Riesenschildkr\u00f6ten. Jahrhunderttausende hindurch bleibt die Inselwelt im Abseits. In anderen Weltteilen verschwinden der Ramapithecus, das Mammut, der S\u00e4belzahntiger, die Reptilien und der Homo erectus. Die abgelegenen Eilande aber durchlaufen ihre eigene Evolutionsgeschichte. Der Kormoran verlernt das Fliegen, weil er als Fischer viel erfolgreicher bei der Nahrungssuche agieren kann, einige Leguane legen sich Salzdr\u00fcsen unter den Augen zu und ver\u00e4ndern sich zu Unterwasserj\u00e4gern. Aus einer Urgeneration von Finken, die es dereinst \u00fcber den Ozean nach Westen verschlagen hatte, entsteht eine weitl\u00e4ufige Verwandtschaft, in der sich die ganze Vielfalt vorstellbarer Schnabelformen im Dienste der Umweltanpassung entfaltet. Inzwischen ist das s\u00fcdamerikanische Festland bereits von mongolischen St\u00e4mmen besiedelt worden, die Polynesier durchstreifen auf ihren wagemutigen Seefahrten die Weiten des Pazifiks, erreichen Tahiti, Hawaii und die Paumutus. Nur die Inselwelt, etwa tausend Kilometer westlich vom s\u00fcdamerikanischen Festland gelegen, erreichen sie nicht. In dieser Welt aus 19 gr\u00f6\u00dferen und 42 kleineren Inseln mit einer Fl\u00e4che von etwa achttausend Quadratkilometern f\u00fcllen sich die Str\u00e4nde mit r\u00f6hrenden Seel\u00f6wen, die Felsen mit Pinguinen, Leguanen und Krebsen und die L\u00fcfte mit Fregattv\u00f6geln, Blaufu\u00dft\u00f6lpeln, M\u00f6wen und Pelikanen. Immer wenn es einem Seel\u00f6wenm\u00e4nnchen gelingt, seinen beachtlichen weiblichen Harem eine Zeitlang gegen die heftige Konkurrenz zu behaupten, ziehen sich die Unterlegenen schnaufend in die Junggesellenkolonien hinter dem Strand zur\u00fcck und warten auf ihre Stunde. Flamingos, deren Gefieder sich durch den Verzehr der Krebse zu einem unz\u00fcchtigen Rotrosa verf\u00e4rbt, halten derweil ihren Mittagsschlaf, auf einem Bein, den Kopf im Gefieder. Es kracht im Gestr\u00e4uch, und langsam erscheint der \u00e4ltliche Kopf einer Riesenschildkr\u00f6te an der Uferb\u00f6schung, vielleicht mehr als hundert Jahre alt, ganz sicher aber mehr als zweihundert Kilogramm schwer, wenn es Brunstzeit ist, dann wird diese Tortuga br\u00fcllen und die schlafenden Flamingos wecken. Sind die Tortuga-Eier ausgebr\u00fctet, sieht es in der Umgebung der Riesenschildkr\u00f6te aus, als l\u00e4gen Dutzende kleiner Helme im Unterholz, bis man entdeckt, da\u00df sie sich ab und zu mit kleinen Beinchen bewegen. In eine flache felsige Meeresbucht hat sich einer jener Riesenschw\u00e4rme winziger Fische zur\u00fcckgezogen, die es in diesen kalten, n\u00e4hrstoffhaltigen Gew\u00e4ssern in unendlicher Zahl zu geben scheint. Kleine Haie, die sich nicht in das flache Gew\u00e4sser trauen, bewachen den Ausgang der Bucht. Gleich dahinter, in einem System abgeschlossener T\u00fcmpel, lehren die Seel\u00f6wenm\u00fctter ihre quiekenden Kleinen das Schwimmen. Winzige drachen\u00e4hnliche Wesen mit langen gezackten Schw\u00e4nzen schauen ihnen zu, kaltbl\u00fctig und unbewegt, auf den dunklen Felsen kaum zu erkennen: die Leguane, die winzigen Zeugen einer urgeschichtlichen Zeit, in denen ihre Riesenahnen die Erde beherrschten. Heute m\u00fcssen sie mit ihren drei\u00dfig bis vierzig Zentimetern L\u00e4nge das Weite suchen, sobald sie Robbenjunge ersp\u00e4hen. Denn wenn die Seeleguane nach der Futtersuche wieder den Strand erreichen, werden sie immer wieder von verspielten Seel\u00f6wen mit der Schnauze am Schwanz gepackt und im hohen Bogen ins Meer zur\u00fcckgeschleudert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1893\" alt=\"m (17)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-17.jpg\" width=\"528\" height=\"437\" \/><\/a><\/p>\n<p>Inzwischen hat sich der gro\u00dfe Fischschwarm aus der Bucht entfernt, und schon haben die V\u00f6gel die Beute gesichtet. Die Pelikane erheben sich in die L\u00fcfte. In elegantem Flug schie\u00dfen sie \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che und fischen sich mit ihren langen Schn\u00e4beln blitzschnell die Nahrung aus dem Meer. Sto\u00dfen die V\u00f6gel in einen dichten Fischschwarm nieder, spritzen die kleinen Tiere tausendfach und sternf\u00f6rmig in alle Richtungen davon, so da\u00df ein nachfolgender R\u00e4uber auf ein leeres Zentrum sto\u00dfen w\u00fcrde: eine jener r\u00e4tselhaften Intelligenzleistungen, die die Natur ganz ohne Gehirn zustande bringt &#8211; und die sie selbst wieder in Gestalt der Blaufu\u00dft\u00f6lpel widerlegt. Denn diese flinken wei\u00dfen V\u00f6gel mit flacher Stirn, langem Schnabel und F\u00fc\u00dfen, die aussehen wie blaue Badelatschen, folgen dem Pelikan gerne auf die Jagd, sto\u00dfen aber immer etwas ober- oder unterhalb des Pelikans ins Wasser und treffen dort exakt auf das futtertr\u00e4chtige Gewimmel der Kleinfische. Von einer solchen Kunstfertigkeit ist der Fregattvogel weit entfernt. Er ist zwar ein ausgezeichneter Flieger, verf\u00fcgt sogar im Vergleich zu seiner L\u00e4nge \u00fcber die optimale Fl\u00fcgelspannweite, doch der intensive Kontakt mit dem Wasser w\u00e4re sein Verderben: Seine Federn trocknen nicht, er m\u00fc\u00dfte ertrinken. So wurde er zum Piraten unter den V\u00f6geln, sehr zum Leidwesen der T\u00f6lpel, die nach ihren erfolgreichen Tauchg\u00e4ngen mit dem Fisch im Schnabel aus dem Wasser kommen. Der Fregattvogel, erheblich gr\u00f6\u00dfer als der Blaufu\u00dft\u00f6lpel, pickt so lange auf Schnabel oder Leib des J\u00e4gers, bis der seinen Fang fallen l\u00e4\u00dft und das Weite sucht. So erlebt der Fisch ein spannendes Ende: der Attacke des Pelikans entkommen, vom Blaufu\u00dft\u00f6lpel erwischt, wird er nun wieder fallengelassen, nur um dann endg\u00fcltig vom Fregattvogel im Sturz aufgefangen &#8211; und verspeist zu werden. W\u00e4hrend der Balz- und Nistzeit sind Blaufu\u00dft\u00f6lpel und Fregattv\u00f6gel eintr\u00e4chtig auf dem Land vereint. Der m\u00e4nnliche Blaufu\u00dft\u00f6lpel hat ein erstaunliches Werberitual entwickelt. Seine Schwanzfedern nach oben gestr\u00e4ubt, steht er allein im Gel\u00e4nde, blickt sich fast versch\u00e4mt nach allen Seiten um, ehe er seinen Werbungstanz beginnt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1894\" alt=\"m (20)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-20.jpg\" width=\"517\" height=\"594\" \/><\/a>Als st\u00e4nde er mit seinen blauen Gummivogelf\u00fc\u00dfen auf einer Herdplatte, die stetig w\u00e4rmer wird, hebt er zun\u00e4chst den einen, dann den anderen Fu\u00df, stakst solcherart immer wieder auf der Stelle herum, buchst\u00e4blich wie ein Mannsbild, das die Liebe zum Tanzen zwingt. Oft stehen auf den einzelnen Nistpl\u00e4tzen der Inseln ein Dutzend m\u00e4nnlicher V\u00f6gel zwischen den B\u00fcschen, stampfen unentwegt wie Freier, die w\u00e4hrend der Verabredung kalte F\u00fc\u00dfe bekommen haben, derweil die Weibchen \u00fcber ihnen kreisen. Ein paar Str\u00e4ucher weiter ist die Familiengr\u00fcndung bereits in ein fortgeschrittenes Stadium eingetreten: Der Blaufu\u00dft\u00f6lpel hockt auf seinem noch verschalten Nachwuchs, br\u00fctet \u00fcbrigens nicht wie die V\u00f6gel unserer Breitengrade mit dem Brustgefieder, sondern er h\u00e4lt seinen Nachwuchs mit seinen gut durchbluteten blauen F\u00fc\u00dfen warm. Der paarungsbereite m\u00e4nnliche Fregattvogel setzt sich derweil gut sichtbar in erh\u00f6htes Ge\u00e4st und bl\u00e4ht seinen ansonsten schlaff herabh\u00e4ngenden roten Halssack bis zum Zerbersten auf; dabei sieht er aus wie ein Wesen mit angeborener Nackenstarre, denn der Halsballon dr\u00fcckt den gesamten Kopf nach hinten, bis der leicht gebogene Schnabel in einem Neunzig-Grad-Winkel zum Himmel steht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1895\" alt=\"m (25)\" src=\"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-25.jpg\" width=\"517\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und dort oben kreisen die Fregattvogelbr\u00e4ute, schauen sich die roten Punkte gr\u00fcndlich von oben an, bis sie sich bei einem besonders stattlichen Bl\u00e4hsack zur Landung und Familiengr\u00fcndung entschlie\u00dfen. Der watschelnde Pinguin auf dunklen Uferfelsen, die in unendlicher Langsamkeit durch das Unterholz kriechende Giant-Tortuga, der Blaufu\u00dft\u00f6lpel im Sturzflug und beim Tanz, der schwimmende Kormoran, der raubende und der bl\u00e4hende Fregattvogel, der Kampf der Seel\u00f6wen um die Weibchen, die Seeleguane, die sich beim Landgang vor den verspielten Robben in acht nehmen m\u00fcssen, der rosarote Flamingo und der Spechtfink, der sich seine Insektennahrung mit einem St\u00f6ckchen aus den Ritzen der B\u00e4ume pult &#8211; sie alle lebten in dieser &#8222;Arche Noah im Pazifik&#8220; wie Eibl-Eiblsfeld sie einst nannte, in einem Gleichgewicht jenseits der Zeit. Erst als der Mensch erschien, ganz am Ende der Inselevolution, wurde alles anders. Niemand w\u00fcrde sich heute mehr an Thomas de Berlanga, den vierten Bischof von Panama, erinnern, w\u00e4re nicht sein Schiff auf dem Seeweg von Mittelamerika nach Peru in eine r\u00e4tselhafte Flaute geraten und unter dem Einflu\u00df einer kalten Meeresdrift weit nach Westen abgetrieben worden. Im April des Jahres 1535 sichteten die verzweifelten Matrosen eine Reihe von kahlen, vulkanischen Inseln, auf denen sie zu ihrer \u00dcberraschung Riesenschildkr\u00f6ten und Pinguine, Seel\u00f6wen und merkw\u00fcrdig zutrauliche V\u00f6gel entdeckten. Auf dem schwarzen Lavasand trafen die Matrosen auf langschw\u00e4nzige Leguane, die ihnen wie die Kinder des Teufels erschienen. Obwohl weit s\u00fcdlich gelegen, war es auf den Inseln k\u00fchl und neblig. Ein Inselreich aus einer anderen Zeit &#8211; so kam dem Monsignore der von ihm entdeckte Archipel vor. Als die Expedition, mit Kakteenmilch reichlich versehen, ihre Weiterfahrt nach Peru antrat, erhielten die Inseln ihren ersten Namen: &#8222;Las Encantadas&#8220; &#8211; die Verzauberten. Thomas de Berlanga hat in Lima das eigentliche Ziel seiner Reise &#8211; die Vers\u00f6hnung der zerstrittenen Konquistadoren Pizarro und Almagro &#8211; nicht erreicht. Beide verschwanden bald durch M\u00f6rderhand aus der st\u00fcrmischen Entdeckungsgeschichte S\u00fcdamerikas, doch die Kenntnis von den geheimnisvollen Inseln blieb, und im Jahre 1574 erschienen sie sogar erstmalig auf einer Weltkarte des fl\u00e4mischen Geographen Ortelius unter dem Namen, der ihnen bis heute geblieben ist: Galapagos, was im Spanischen soviel bedeutet wie Riesenschildkr\u00f6te. F\u00fcr die Menschen an der Westk\u00fcste S\u00fcdamerikas wie f\u00fcr die Tierwelt der Inseln brachte der Eintritt des Galapagos-Archipels in die Weltgeschichte nichts Gutes. Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert wurden die Inseln zu einem der Hauptst\u00fctzpunkte des pazifischen Piratentums. Von hier aus lie\u00df sich der gesamte K\u00fcstenhandel des peruanischen Vizek\u00f6nigreiches mit dem spanischen Mutterland bedrohen, hier konnten sich die Freibeuter vor spanischen Flotten verstecken, die Beute teilen oder ihre leck gewordenen Schiffe ausbessern. Die Namen der vorwiegend englischen, franz\u00f6sischen und holl\u00e4ndischen Seer\u00e4uber sind \u00fcberliefert wie die Namen bedeutender geschichtlicher \u00dcbelt\u00e4ter, und in der Tat war das Wirken dieser legendenumwobenen Hasardeure nicht nur eine \u00f6konomische, sondern auch eine \u00f6kologische Katastrophe. Es dauerte nicht lange, da stellten sich die Riesenschildkr\u00f6ten als genie\u00dfbar heraus, und ihre kompakte Form machte sie f\u00fcr die Seer\u00e4uber zum idealen Lebendproviant: unter Deck \u00fcbereinandergestapelt, gingen die Tiere elend zugrunde und wurden dann zur willkommenen Bereicherung der Piratenk\u00fcche. Hunderttausende der Riesenschildkr\u00f6ten fielen diesem Versorgungssystem im Laufe weniger Generationen zum Opfer, und fast sah es so aus, als habe ein blindes Geschick diese wunderliche Art auf einer abgelegenen Inselwelt nur deswegen \u00fcberleben lassen, damit sich die pazifische Piratenpest ungest\u00f6rt von Nahrungssorgen an der Westk\u00fcste des s\u00fcdamerikanischen Kontinents austoben konnte.<\/p>\n<p>Doch was seit Jahrmillionen als Gattung existiert, ben\u00f6tigt ein paar Jahrhunderte, um ganz zu verschwinden, und ein gl\u00fccklicher Zufall hat es gef\u00fcgt, da\u00df die Institution des Piratenwesens abgeschafft wurde, ehe der Faunenschnitt vollendet war. Im fr\u00fchen neunzehnten Jahrhundert, das dem lateinamerikanischen Kontinent nach heftigen politischen Ersch\u00fctterungen die Unabh\u00e4ngigkeit von Spanien brachte, wurden die Inseln erstmals in einen Staatsverband integriert: Gerade noch rechtzeitig, ehe die Engl\u00e4nder und Franzosen ihr pazifisches Insel-Imperium zu requirieren begannen, reklamierte das soeben von Gro\u00dfkolumbien zedierte Ecuador im Jahre 1832 die Galapagosinseln f\u00fcr sich. Nun begann die zweite wilde Zeit des Archipels: Auf den Inseln Santa Cruz, Floreana und San Christobal entstanden kleine Ortschaften, Kolonien ausl\u00e4ndischer Siedler, Strafgefangenenlager und Privatk\u00f6nigreiche ecuadorianischer Caudillos. Als sollten sich zu der einzigartigen Tierwelt der Galapagosinseln die besonders pittoresken Erscheinungsformen der menschlichen Gattung hinzugesellen, versuchten norwegische Bauernasketen, deutsche Sonderlinge und lateinamerikanische Melancholiker an diesem Ende der Welt ein neues Leben zu beginnen. El Colo, der &#8222;K\u00f6nig von San Christobal&#8220;, wurde von seinen Arbeitern mit der Machete zerhackt, und der deutsche Zahnarzt Friedrich Ritter, der ohne Z\u00e4hne zusammen mit seiner gleichfalls zahnlosen Lebensgef\u00e4hrtin erschien, um in dieser Unwirtlichkeit ein vegetarisches Leben zu f\u00fchren, endete mit einer Fleischvergiftung. Die Lebensm\u00f6glichkeiten auf den Galapagosinseln erwiesen sich als zu beschwerlich, und nachdem in der Begleitung der Menschen reichlich Ratten, Ziegen, Hunde und Katzen auf die Inseln gekommen waren, verschwanden die meisten Siedler wieder in die f\u00fcr sie lebensfreundlicheren Gefilde des lateinamerikanischen Festlandes. Die Ratten aber wurden nach den Piraten zur zweiten Plage, von denen die Inseln nach dem Erscheinen des Menschen heimgesucht wurden. Wie in den Urzeiten der Erdgeschichte, als die ersten S\u00e4uger als kleine Nager \u00fcber die Eier der Reptilien herfielen, dezimierten die Ratten vor allem den Nachwuchs der Riesenschildkr\u00f6ten und V\u00f6gel derart, das der langfristige Bestand der Arten in Gefahr geriet. Da\u00df die Galapagosinseln heute auch die Rattenplage \u00fcberstanden zu haben scheinen, ist letztlich auf den bedeutendsten Besucher des Archipels zur\u00fcckzuf\u00fchren, auf Charles Darwin, der im Jahre 1835, genau dreihundert Jahre nach Thomas von Berlanga, im Alter von 26 Jahren f\u00fcnf folgenreiche Wochen auf den Inseln zubrachte. Der sp\u00e4tere Begr\u00fcnder der Evolutionstheorie, der als selbstzahlender Gelehrter in den Jahren 1831 bis 1836 an der Weltumseglung der &#8222;Beagle&#8220; unter ihrem sanguinischen Kapit\u00e4n Fritz Roi teilnahm, empfing w\u00e4hrend seines kurzen Aufenthaltes in dem pazifischen Naturreservat entscheidende Anst\u00f6\u00dfe zur Entwicklung seines revolution\u00e4ren Weltbildes. Besonders bei der Untersuchung der Vogelwelt fielen Darwin am Beispiel der Finken dreizehn charakteristische Modifikationen auf, die nur durch nat\u00fcrliche Anpassungen an die jeweilige Jagd-und Lebensumwelt zu erkl\u00e4ren waren. Darwins Hauptwerk &#8222;Die Entstehung der Arten durch nat\u00fcrliche Zuchtwahl&#8220; lie\u00df zwar noch fast eine Generation bis zum Jahre 1859 auf sich warten, allerdings hat Darwin sofort nach seiner R\u00fcckkehr im Jahre 1837 mit den ersten Skizzen zu diesem Lebenswerk begonnen und gegen Ende seines Lebens mehrfach darauf hingewiesen, da\u00df speziell die Untersuchung der Finken auf den Galapagosinseln zu den entscheidenen Fragestellungen seines Denkens beigetragen haben. So tragen denn die Finken auf Galapagos als endemische Art heute den Namen Darwin-Finken. Aber niemand, der sie als Baum-, Grund-, Specht- oder Bodenfink erblickt, ahnt auf Anhieb, da\u00df es der Anblick dieser spatzengro\u00dfen V\u00f6gelchen war, der dem Menschen als vermeintlicher Krone der Sch\u00f6pfung das Geheimnis seines Ursprungs enth\u00fcllte.<\/p>\n<p>Zum hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Erscheinungsjahres von Darwins Hauptwerk wurden die Galapagosinseln im Jahre 1959 in Absprache mit internationalen Organisationen und unter der Schirmherrschaft der Unesco zum Nationalpark erkl\u00e4rt. Mit Ausnahme der d\u00fcnn besiedelten S\u00fcdk\u00fcsten von Santa Cruz und San Christobal wurde das gesamte Inselterritorium f\u00fcr menschliche Nutzung und Siedlung gesperrt. Die Einrichtung des Nationalparks kam kein Jahrzehnt zu fr\u00fch, denn inzwischen hatten die Ratten die Herrschaft \u00fcber die Inseln angetreten. Erst nach jahrzehntelangen Bem\u00fchungen, koordiniert durch die Parkverwaltung und die Charles-Darwin-Forschungsstation auf Santa Cruz, konnte die Rattenplage unter Kontrolle gebracht werden. Eine v\u00f6llige Ausrottung der Ratten stellte sich als unm\u00f6glich heraus, so da\u00df heute allj\u00e4hrlich auf einigen der gr\u00f6\u00dferen Inseln die Eier der Riesenschildkr\u00f6ten eingesammelt und in der Charles-Darwin-Station ausgebr\u00fctet werden m\u00fcssen. Erst als halbw\u00fcchsige Tortugas, gegen Rattenattacken gefeit, kehren die Riesenschildkr\u00f6ten dann f\u00fcr ihr langes Leben auf ihre jeweilige Heimatinsel zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die erfolgreiche Arbeit der Nationalparkleitung, die dazu beitrug, die gesamte Inselwelt zu einem einzigartigen Garten der Natur zu hegen, hat nun dazu gef\u00fchrt, da\u00df die dritte Plage \u00fcber die Inseln gekommen ist: Nach den Piraten und den Ratten erschienen die Touristen auf Galapagos.<\/p>\n<p>Als man vor einer Generation mit einem bescheidenen Tourismus von einigen hundert Besuchern j\u00e4hrlich begann und dabei Flug- und Eintrittsgeb\u00fchren erhob, die das normale Urlaubsbudget weit \u00fcberstiegen, konnte noch niemand die explosive Entwicklung des frei verf\u00fcgbaren Einkommens einerseits und die zunehmende Attraktivit\u00e4t eines naturbegeisterten \u00d6ko-Tourismus andererseits voraussehen. Die markierten Pfade, die auf allen Inseln die Rundwege f\u00fcr Besucher begrenzen und die nicht verlassen werden d\u00fcrfen, sind l\u00e4ngst zu eng geworden, und mancher der hauptamtlichen ecuadorianischen Guides l\u00e4\u00dft im Interesse eines erklecklichen Trinkgeldes seiner Gruppe ungeb\u00fchrlichen Freiraum. Sechzigtausend Besucher haben im Jahre 1991 Santa Cruz, Rabida, San Bartholome, Puerto Ergas, Floreana, North Seymour, Isabella und die anderen Inseln besucht, somit befinden sich mehr als tausend Menschen st\u00e4ndig auf Tour im Garten Eden, stehen ergriffen und doch schadend vor nistenden Pelikanen, legen sich fotogerecht auf den schwarzen Felsen, obwohl es verboten ist, verlassen die Wege, sammeln Inselsouvenire, st\u00f6bern, staunen, st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Forderungen, den Park f\u00fcr den Tourismus entweder zu schlie\u00dfen oder doch wenigstens die seit langem g\u00fcltige Obergrenze von f\u00fcnfundzwanzigtausend Besuchern im Jahr auch wirklich einzuhalten, verhallen ungeh\u00f6rt. Die Ecuadorianer selbst bringen es auf den Punkt: &#8222;Galapagos is too good for the country!&#8220; Fast drei Viertel aller Ecuador-Besucher erreichen dieses Land nur auf der Durchreise zu den Galapagosinseln, und nur wenn die Zeit reicht, werden auch Cuenca, der Palmenstrand von Atacames oder der Indianermarkt von Otavallo besucht. Internationale Reiseveranstalter und ecuadorianische Investoren aber fordern schon seit langem eine noch weit intensivere touristische Nutzung der Galapagosinseln, und es ist wenig ermutigend, zu sehen, da\u00df sich der Widerstand der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung in Santa Cruz und San Christobal vor allem in der Sorge gr\u00fcndet, da\u00df der eigene Anteil an einem frei vermarkteten Kuchen kleiner werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>So lehren uns die Inseln, auf denen die Evolution so denkw\u00fcrdige Seitenwege erprobte, auch etwas \u00fcber den Menschen: Gerade weil ein Besuch auf den Galapagosinseln einer Reise in den sechsten Sch\u00f6pfungstag gleicht, weil die Konfrontation mit einer Natur, in der die Tiere noch keine Angst vor dem Menschen haben, sich zu einem quasireligi\u00f6sen Erlebnis verdichten kann, dr\u00e4ngen die Angeh\u00f6rigen unseres industriellen Zeitalters in die Enklave vor der Ankunft des Menschen. Wir wollen das Wunderbare sehen &#8211; und wenn es dadurch verschwindet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterwegs in der Esperimentierstube der Natur auf den Galapagosinseln Es mu\u00df gewesen sein wie in einer versp\u00e4teten Sch\u00f6pfungsstunde: Im Pazifischen Ozean, an der Nahtstelle zwischen der Coca- und der Nazca-Platte, zweier gewaltiger Erdrindenschichten, die auf der gl\u00fchenden Erdkruste schwimmen, kam es zu einer vulkanischen Entladung ungeheuren Ausma\u00dfes. Ein ganzes Gebirge erkalteter Magma wurde Tausende von &hellip; <a href=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":160,"menu_order":45,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1225","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Unterwegs in der Esperimentierstube der Natur auf den Galapagosinseln Es mu\u00df gewesen sein wie in einer versp\u00e4teten Sch\u00f6pfungsstunde: Im Pazifischen Ozean, an der Nahtstelle zwischen der Coca- und der Nazca-Platte, zweier gewaltiger Erdrindenschichten, die auf der gl\u00fchenden Erdkruste schwimmen, kam es zu einer vulkanischen Entladung ungeheuren Ausma\u00dfes. Ein ganzes Gebirge erkalteter Magma wurde Tausende von &hellip; V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer weiterlesen &rarr;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ludwig Witzani\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-06-03T10:32:55+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"800\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"534\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/\",\"name\":\"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/m-16.jpg\",\"datePublished\":\"2013-12-23T06:18:36+00:00\",\"dateModified\":\"2025-06-03T10:32:55+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/m-16.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2013\\\/12\\\/m-16.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Einladung zur Weltreise\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/backpackers-welt\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/\",\"name\":\"Ludwig Witzani\",\"description\":\"World Wide Travel\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/ludwig-witzani.de\\\/zu-den-grossen-traeumen\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani","og_description":"Unterwegs in der Esperimentierstube der Natur auf den Galapagosinseln Es mu\u00df gewesen sein wie in einer versp\u00e4teten Sch\u00f6pfungsstunde: Im Pazifischen Ozean, an der Nahtstelle zwischen der Coca- und der Nazca-Platte, zweier gewaltiger Erdrindenschichten, die auf der gl\u00fchenden Erdkruste schwimmen, kam es zu einer vulkanischen Entladung ungeheuren Ausma\u00dfes. Ein ganzes Gebirge erkalteter Magma wurde Tausende von &hellip; V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer weiterlesen &rarr;","og_url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/","og_site_name":"Ludwig Witzani","article_modified_time":"2025-06-03T10:32:55+00:00","og_image":[{"width":800,"height":534,"url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/","url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/","name":"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer - Ludwig Witzani","isPartOf":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg","datePublished":"2013-12-23T06:18:36+00:00","dateModified":"2025-06-03T10:32:55+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/#primaryimage","url":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg","contentUrl":"http:\/\/ludwig-witzani.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/m-16.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/voegel-verlernen-das-fliegen-leguane-jagen-im-meer\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Einladung zur Weltreise","item":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/backpackers-welt\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"V\u00f6gel lernen das Fliegen, Leguane jagen im Meer"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/#website","url":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/","name":"Ludwig Witzani","description":"World Wide Travel","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P4daYo-jL","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1225"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1225\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1892,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1225\/revisions\/1892"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ludwig-witzani.de\/zu-den-grossen-traeumen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}