Von Karachi nach Beijing (Reisebeschreibung mit Bildern)

Die transasiatische Reise beginnt in der 14 Millionenstadt Karachi, in der ich einige Tage auf meinen Rucksack warten musste, der ohne mich nach Nepal weitergeflogen war. In dieser Zeit schwitzte ich wie noch nie in meinem Leben, sah mir die Stadt an und unternahm mit einigen Schwierigkeiten einen Ausflug nach  Makli zum größten Gräberfeld der Erde. Von dort aus ging die Reise weiter den Indus nordwärts nach Mohenjo Daro, der Metropole der untergegangenen Induskultur. Mit der Eisenbahn erreichte ich schließlich den Punjab und die Kaiserstadt Lahore mit ihren Moscheen, Palästen und Teehäusern. Dicke Luft herrschte im Land der Paschtunen an der afghanischen Grenze. Von Peschawar aus besuchte ich den Khyberpass und den Waffenbazar von Darrah Akhel, konnte mir aber keine AK 47 kaufen, weil sie nicht in meinen Rucksack passte. Nach etwa zwei Wochen war der Hindukusch erreicht. Im Tal des Swat erholt ich mich in den Bergen von der Hitze der Ebene und wurde Zeuge diverser Taliban-Demonstrationen. Von Islamabad aus begann ich die Passage des Karakorum Highways, der mich den Indus nordwärts zur Gletschermoräne des Nanga Parbats und in das Tal der Hunzukutz führte. Zwischen Hunza und der chinesischen Grenze auf dem Kunjerab-Pass (4693m) wurde die Reise fast durch einen Bergrutsch beendet. In China angekommen, begann die  endlose Reise über die Seidenstraße nach Osten. Stationen dieser Reise waren die Oasen von Kaschgar, Kucha, Turfan und Dunhuang. Die Höhepunkte dieser Seidenstraßenreise waren die Besuche in den  Buddhagrotten von  Kizil, Bäzaklik und in der Mogao Schlucht. Jenseits des Gansu-Korridors, der die Wüste Taklamakan mit dem chinesischen Tiefland verbindet, unternahm ich einen Abstecher nach Amdo, dem alten Nordosttibet,  der Geburtsprovinz des Dalai Lama und war Gast der tibetischen Klosterstadt Labrang. Nach dem Besuch des Koko Nor Sees erreichte ich die  chinesische Millionenstadt Lanzhou und den Gelben Fluss. Nach tausenden von Kilometern Wüsten und Bergen war die fruchtbare Üppigkeit des chinesischen Kernlandes frappierend. Nun wurde es wieder unerträglich feucht und heiß und im Schweiße meines Angesichts ging die Reise weiter mit der chinesischen Eisenbahn nach Xian, der Endstation der Seidenstraße, über Luoyang und dem Shaolinkloster nach Beijing, wo wo die transkontinentale Reise an der großen Mauer endete.