Einladung nach Japan

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Japan war für mich immer der Inbegriff der Fernreise gewesen, so fern, dass ich fast den ganzen Globus bereist habe, ohne Japan gesehen zu haben. Nun ist es endlich vollbracht, die Reise liegt hinter mir, und ich habe alle Hände voll zu tun, meine Eindrücke und Erlebnisse zu ordnen. Mir kommt es fast so vor, als könne niemand behaupten, die Welt zu kennen, der Japan nicht gesehen hat. Denn Japan ist nicht Osten und nicht Westen, es ist nicht Asien oder Europa, sondern etwas ganz Eigenes. Auch wenn meine Eindrücke noch frisch und ungeordnet sind, kommt es mir so vor, als rage Japan zugleich in die Vergangenheit und in die Zukunft hinein – in die Vergangenheit, weil das Land seine Traditionen achtet und aus ihnen, ganz im Unterschied zu unserer eigenen Kultur, noch immer Kraft bezieht – und in die Zukunft, weil mir in Japan am Beispiel Tokyos der Vorschein einer völlig urbanisierten Welt begegnete, in der gleichwohl alles sauber war und funktionierte. Japaner sind  auf eine frappante Weise reinlich, so reinlich dass es fast schon verschroben wirkt, sie sind so höflich, als gehörten sie einer anderen Spezies an.  Sie besitzen in hohem Maße die Fähigkeit zur Adaption und Weiterentwicklung, aber auch zur Beharrung und Entspannung in dem, was ihr eigenes Wesen ausmacht. Niemals hätte ich gedacht, wie schön das japanische Binnenmeer ist, IMG_7283wie farbenfroh die zinnoberroten Tempel und wie bekömmlich das Essen. Einige Bilder auf meiner Fotogalerie geben diese Stimmungen vielelicht im Ansatz ein wenig wieder. Und wie kaum ein anderes Land der Welt, das ich bereist habe, erweckt Japan den Wunsch, noch einmal hinzufahren, um das Land der aufgehenden Sonne noch eine Spur besser kennenzulernen. Ich habe sogar schon damit begonnen, eine zweite Reise nach Japan, diesmal selbstorganisiert, zu planen.

Ich habe mich auf die Reise nach Japan, so gut es mir möglich war, vorbereitet, ich habe dazu brav im Vorfeld Sachbücher und Reiseführer studiert, aber wie immer auch literarische Werke, weil in ihnen manchmal bestimmte Züge einer  Kultur plastischer hervortreten als in dokumentarischen Werken. Die Wertungen und die Auswahl  der Bücher sind natürlich rein subjektiv, die darin gefällten Urteile sind rein persönlich.  Wenn das eine oder andere trotzdem von Interesse sein sollte, würde es mich freuen…

REISEFÜHRER UND SACHBÜCHER

Lonely Planet Guide Japan

APA Guide Japan

Hans Schwalbe: Japan (Prestl Reiseführer)

DuMont Kunstreiseführer Japan

Martin Lutterjohann: Tokyo mit Kyoto (Reihe „Reise know how“)

Fischer Weltgeschichte Bd. 20 JAPAN

BELLETRISTIK

Clavell: Shogun

Nosaka: Das Grab der Leuchtkäfer

Peace: Tokyo in der Stunde Null

Murakami. Gefährliche Geliebte

Kawakami: Bis nächstes Jahr im Frühling

Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

 

 

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